Bachelorarbeit, 2020
85 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund zum Fachberuf Physiotherapie
2.1 Historische Entwicklung der Physiotherapie
2.2 Additionale Ausbildungsanforderungen
2.3 Arbeitsbelastungen in der Physiotherapie
2.3.1 Physische Belastungen
2.3.2 Psychische Belastungen
3. Resilienz in der Gesundheitswissenschaft
3.1 Begriffsbestimmung und Merkmale
3.2 Geschichte der Resilienzforschung
3.3 Schutzfaktoren
3.4 Stand der Forschung
4. Ableitung der Forschungsfragen und Hypothesen
5. Methode
5.1 Datenerhebung
5.2 Messinstrumente
5.2.1 Resilienz-Skala
5.2.2 Soziodemografische Variablen
5.3 Auswahl der Kohorte
5.4 Durchführung Pre-Test
5.5 Untersuchungsdesign
5.6 Durchführung der Untersuchung
5.7 Datenanalyse
6. Ergebnisse
6.1 Charakterisierung der Stichprobe
6.2 Beantwortung der Hypothesen
7. Diskussion
7.1 Sozialdemografische Variablen
7.2.Resilienz und Hypothesen
8. Resümee und Ausblick
Die vorliegende Bachelorthesis untersucht die Ausprägung der Resilienz von Auszubildenden im medizinischen Fachberuf Physiotherapie unter Berücksichtigung verschiedener soziodemografischer Merkmale und des Ausbildungsfortschritts, um Erkenntnisse über die psychische Widerstandskraft angehender Therapeuten zu gewinnen.
3.1 Begriffsbestimmung und Merkmale
Der Ursprung des Begriffs Resilienz kommt aus dem Lateinischen „resilire“, das Wort kann mit „abprallen“ oder „zurückspringen“ übersetzt werden (Wellensiek, 2011, S. 18). In der Physik und Materialkunde, wo der Begriff seinen Ursprung hat, bedeutet er Elastizität, Widerstandskraft und Spannkraft gegenüber äußeren Kräften. In der heutigen Gesundheitswissenschaft sind die Kräfte gegenüber substantiellen Lebensumständen gemeint (Bengel/Lyssenko, 2012, S. 24). Laut Fooken passt die Assoziation zu einem „Stehaufmännchen“ sehr gut. Kehrt dieses doch aus jeder beliebigen Position und einwirkender Kraft aus eigener Kraft wieder in seine ursprüngliche Ausgangsposition zurück (Fooken, 2016, S. 13–45).
Eine einheitliche Definition von Resilienz gibt es nicht. In der Fachliteratur gibt es diverse Auffassungen. Welter-Enderlin und Hildenbrand charakterisieren Resilienz als „die Fähigkeit von Menschen, Krisen im Lebenszyklus unter Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklung zu nutzen.“ (Welter-Enderlin, 2006, S. 13). Wustmann Seiler beschreibt Resilienz schon bei Kindern als „die psychische Widerstandsfähigkeit […] gegenüber biologischen, psychologischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken.“ (Wustmann-Seiler, 2018, S. 18). Im Konzept der Resilienz ist es Menschen respektive Kindern möglich, eine positive und gesunde Entwicklung zu nehmen bzw. zu adaptieren, obwohl mehrerer Risikofaktoren existent sind (ebd., S. 18-19). Durch die große Variabilität der Faktoren, kann Resilienz als multidimensional eingeordnet werden (Fröhlich-Gildhoff/Rönnau-Böse, 2011, S. 33). In der Früh-phase der Resilienzforschung ging die Wissenschaft von einer angeborenen und stabilen Persönlichkeitseigenschaft aus. Dies wurde mittlerweile revidiert (ebd., S. 10).
Eine weitere Charakterisierung der Resilienz beschreibt Wellensiek. Wellensiek geht von einer Veranlagung aus, „die bei jedem unterschiedlich ausgeprägt ist, aber aktiv angestoßen und gestärkt werden kann“ (Wellensiek/Galuska, 2014, S. 76). Die Resilienz ist für Wustmann-Seiler keine konstante und unflexible Fähigkeit, sondern Veränderungen im Laufe des Lebens unterworfen, so dass sie auch auf Anpassungsfähigkeit verweist.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Resilienz als psychische Widerstandskraft und deren Bedeutung im Berufsalltag sowie Zielsetzung der Arbeit.
2. Theoretischer Hintergrund zum Fachberuf Physiotherapie: Historische Entwicklung des Berufsbildes, aktuelle Anforderungen sowie Darstellung physischer und psychischer Arbeitsbelastungen.
3. Resilienz in der Gesundheitswissenschaft: Begriffsdefinition, historische Entwicklung der Forschung, Relevanz von Schutzfaktoren und aktueller Stand der wissenschaftlichen Forschung.
4. Ableitung der Forschungsfragen und Hypothesen: Herleitung der spezifischen Forschungsfragen und Formulierung der empirisch zu prüfenden Hypothesen.
5. Methode: Beschreibung des Studiendesigns, der Datenerhebung, der Messinstrumente (RS 13) und der statistischen Auswertung der Daten.
6. Ergebnisse: Deskriptive Darstellung der Stichprobendaten und Beantwortung der aufgestellten Hypothesen mittels statistischer Analyse.
7. Diskussion: Einordnung der Ergebnisse in den aktuellen wissenschaftlichen Kontext, kritische Reflexion der Methodik und Diskussion der soziodemografischen Variablen.
8. Resümee und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Ableitung von Empfehlungen für die Ausbildungspraxis.
Resilienz, Physiotherapie, Ausbildung, psychische Widerstandskraft, RS 13, Schutzfaktoren, Bewältigungsstrategien, Gesundheit, Gesundheitswissenschaft, Sozialdemografie, Berufsbelastung, Stress, Querschnittstudie, Ressourcen, Kompetenz.
Die Arbeit untersucht die Resilienz (psychische Widerstandskraft) von Auszubildenden im Bereich der Physiotherapie und deren Entwicklung im Verlauf der Ausbildung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Belastungssituation im physiotherapeutischen Berufsbild, der Definition von Resilienz sowie der empirischen Untersuchung von Einflussfaktoren auf die psychische Stabilität.
Das Ziel ist zu ermitteln, wie die Resilienz bei Auszubildenden in der Physiotherapie ausgeprägt ist und ob Zusammenhänge mit verschiedenen sozialen und ausbildungsbezogenen Variablen bestehen.
Es handelt sich um eine quantitative empirische Querschnittstudie, bei der 153 Auszubildende mittels des standardisierten Resilienz-Fragebogens (RS 13) sowie eines soziodemografischen Fragebogens befragt wurden.
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Hintergrund zur Physiotherapie und Resilienzforschung, die methodische Vorgehensweise der Erhebung sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der erzielten Studienergebnisse.
Die zentralen Schlagworte sind Resilienz, Physiotherapie, Ausbildung, psychische Widerstandskraft, RS 13 und Bewältigungsstrategien.
Die Studie konnte signifikant zeigen, dass die Resilienz im fünften Semester höher ausgeprägt ist als im ersten Semester.
Ja, die Auswertung ergab eine starke Signifikanz: In einer Gemeinschaft lebende Auszubildende verfügen über eine höhere Resilienz als allein lebende Personen.
Die Untersuchung identifizierte einen signifikanten Zusammenhang zwischen aktiven Bewältigungsstrategien und einer höheren Resilienz bei den Probanden.
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