Bachelorarbeit, 2019
56 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Exploration und Exploitation
2.2 Ambidextrie
3 Methodische Grundlagen
3.1 Methodik der Literaturanalyse
3.2 Systematische Vorgehensweise
4 Überblick grundlegender Treiber
4.1 Interne Ebene
4.1.1 Formale organisationale Treiber
4.1.2 Informelle organisationale Treiber
4.1.3 Führungsbasierte Treiber
4.1.4 Arbeitnehmerorientierte Treiber
4.1.5 Performance
4.2 Externe Ebene
4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Diskussion
5.1 Theoretische Implikationen
5.2 Praktische Implikationen
5.3 Limitationen und weiterer Forschungsbedarf
6 Fazit
Die Bachelorarbeit hat zum Ziel, einen systematischen Überblick über die internen und externen Treiber von Exploration und Exploitation zu geben, da bisher keine konsolidierten Beiträge zu diesem Forschungsgebiet existieren. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Was sind grundlegende Treiber von Exploration und Exploitation?
2.1 Exploration und Exploitation
In der vorliegenden Literatur gibt es unterschiedliche Definitionen bezüglich Exploration und Exploitation. March (1991) legt diesbezüglich den Grundstein und bezeichnet Exploration im Kontext von organisationalem Lernen als „search, variation, risk taking, experimentation, play, flexibility, discovery, innovation”. Heißt, dass neues Wissen abseits bekannter Pfade akquiriert und die Wissensbasis erweitert wird. Exploitation im Gegensatz dazu beinhaltet „refinement, choice, production, efficiency, selection, implementation, execution“, dieses stellt die Wissensakquirierung aus dem bereits vorhandenen Wissenspool des Unternehmens dar.5 Tushman und O´Reilly (1996) führen den Gedanken von March (1991) fort und betrachten vielmehr den Grad des Lernens, anstatt dessen Präsenz oder Abwesenheit. Folglich verbinden sie radikale Innovationen mit Exploration, gekennzeichnet durch fundamentale Veränderungen. Im Gegensatz dazu werden inkrementelle Innovationen, charakterisiert durch marginale Anpassungen, mit Exploitation assoziiert.6 Zahlreiche andere Wissenschaftler definieren in Anlehnung daran Exploitation als Innovationsaktivität zur Kostenreduktion und inkrementellen Verfeinerung bestehender Produkte und Technologien in vorhandenen Märkten, da explizites Wissen genutzt und weiterentwickelt wird. Exploration zielt hingegen auf die Suche und Entwicklung neuer radikaler Produkte, Prozesse und Ressourcen zur Erschließung neuer Märkte und Vertriebswege ab, das implizites Wissen erfordert.7 Jede dieser Maßnahmen weist einen Lerneffekt für die Unternehmung auf, wodurch sie sich auf der Lernkurve weiter nach rechts bewegt. Somit ist das Lernen, die Verbesserung und der Wissenserwerb für beide Innovationsaktivitäten von Bedeutung. Entscheidend für deren Differenzierung ist allerdings, ob ein neuer Lernprozess integriert wird oder nicht.8 Diese Arbeit lehnt sich an die Definitionen von March (1991) an, der die Innovationsaktivitäten in folgender Weise unterscheidet: „The essence of exploitation is the refinement and extension of existing competences, technologies, and paradigms. (…) The essence of exploration is experimentation with new alternatives.“9
1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Notwendigkeit von Exploration und Exploitation für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und führt in die Problemstellung sowie die Forschungsfrage ein.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Exploration, Exploitation und Ambidextrie sowie deren Zusammenspiel im Kontext von Innovation.
3 Methodische Grundlagen: Hier wird der Prozess der systematischen Literaturanalyse beschrieben, einschließlich der Suchstrategie und der Kriterien für die Selektion der relevanten Studien.
4 Überblick grundlegender Treiber: Das Kapitel strukturiert die identifizierten internen und externen Treiber von Exploration und Exploitation und fasst die Ergebnisse für jede Kategorie zusammen.
5 Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Ergebnisse hinsichtlich theoretischer und praktischer Implikationen und beleuchtet Limitationen sowie weiteren Forschungsbedarf.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die Forschungsfragen abschließend.
Exploration, Exploitation, Ambidextrie, Innovationsmanagement, Literaturanalyse, Organisationale Struktur, Unternehmenskultur, Führung, Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsperformance, Wissensmanagement, Ressourcenallokation, Unternehmensstrategie
Die Arbeit befasst sich mit der Identifizierung von Faktoren, die als Treiber für Explorations- und Exploitationsaktivitäten in Unternehmen fungieren.
Die zentralen Themen sind Innovationsmanagement, die Balance zwischen radikalen und inkrementellen Innovationen (Ambidextrie) sowie die organisationale Gestaltung und Führung als Einflussfaktoren.
Das primäre Ziel ist es, den vorhandenen Wissensstand über grundlegende Treiber von Exploration und Exploitation zu konsolidieren und die Forschungsfrage "Was sind grundlegende Treiber von Exploration und Exploitation?" zu beantworten.
Die Arbeit nutzt eine systematische Literaturanalyse (Systematic Literature Review) auf Basis definierter Ein- und Ausschlusskriterien und der Auswertung von 51 Artikeln sowie zwei Monographien.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse interner (formale/informelle Organisation, Führung, Mitarbeiter) und externer Treiber (Umwelt) der Innovationsaktivitäten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Exploration, Exploitation, Ambidextrie, Unternehmenskultur, Führung und Innovationsmanagement charakterisiert.
Die Führung, insbesondere der CEO und das Top Management Team, fungiert als zentraler Treiber, da sie die strategische Ausrichtung, die Ressourcenallokation und die Innovationskultur maßgeblich beeinflussen kann.
Eine flexible, entrepreneurship-orientierte Kultur fördert die Innovationsfähigkeit, während ein zu starker Fokus auf Clan-Strukturen oder reine Effizienz die Explorationskraft eher hemmen kann.
Dynamische Umfelder erfordern verstärkt Explorationsaktivitäten zur Anpassung, während in stabilen Umfeldern Exploitation oft im Vordergrund steht, um Wettbewerbsvorteile zu sichern.
Unternehmen sollten versuchen, eine Balance zwischen Exploration und Exploitation zu finden, indem sie sowohl die organisationale Struktur als auch das Führungsverhalten und die Kultur gezielt darauf ausrichten.
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