Fachbuch, 2020
86 Seiten
1 Einleitung
2 Inklusion
2.1 Der Begriff Inklusion
2.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.3 Inklusion von Kindern mit Risiken in der sozial-emotionalen Entwicklung
2.3.1 Terminologie und Häufigkeiten
2.3.2 Inklusion aktuell
2.4 Anforderungen und Kriterien erfolgreicher Inklusion bei Kindern mit Risiken in der emotionalen und sozialen Entwicklung
3 Soziale Integration
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Integration in der Schule
3.3 Die Bedeutung von Integration in der Schule
3.4 Soziale Integration von Kindern mit Förderbedarf unter besonderer Berücksichtigung von Kindern mit Risiken in der sozial-emotionalen Entwicklung
3.5 Faktoren sozialer Integration von Schülerinnen und Schülern im gemeinsamen Unterricht
3.5.1 Internationale Studien
3.5.2 Nationale Studien
4 Klassenklima
4.1 Begriffsbestimmung
4.2 Voraussetzungen und Kennzeichen eines positiven Unterrichtsklimas
4.2.1 Klimaelemente nach Helmke
4.2.2 Klimaelemente nach Meyer
4.2.3 Einflussfaktoren des Klimas
4.2.4 Effekte eines positiven Klimas
4.3 Forschungsbefunde zum Klassenklima unter besonderer Berücksichtigung von Kindern mit Risiken in der sozial-emotionalen Entwicklung
5 Forschungsprojekt im Rahmen der Umsetzung zur inklusiven Schule im Kreis Mettmann
6 Fragestellungen und Hypothesen
7 Konzeption und Methode
7.1 Beschreibung der Stichprobe
7.2 Erhebungsinstrumente
7.2.1 FEESS – Fragebogen zur Erfassung emotionaler und sozialer Schulerfahrungen von Grundschulkindern
7.2.2 Soziometrie
7.3 Durchführung
7.4 Design
7.5 Statistische Hypothesen
8 Darstellung der Ergebnisse
9 Diskussion
9.1 Bedeutung der Ergebnisse im Hinblick auf Hypothesen und Forschungsfragen
9.2 Kritische Betrachtung der Ergebnisse und der Methode
10 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht, wie inklusive Beschulung die soziale Integration sowie die subjektive Wahrnehmung des Klassenklimas bei Schülerinnen und Schülern mit diagnostiziertem oder vermutetem Förderbedarf im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung (ggf. zusätzlich Lernen oder Sprache) im Vergleich zu Mitschülern ohne diesen Förderbedarf beeinflusst.
4.2.4 Effekte eines positiven Klimas
“The classroom environment is comprised of both physical and psychological environments, and the psychological environment, which includes the classroom atmosphere and community climate, has been found to have a major influence on what students learn and achieve” (Soheili et al. 2015,441).
Auf Grundlage der genannten Dimensionen des Unterrichtsklimas stellt sich die Frage, inwiefern diese sich auf die Schul- und Unterrichtqualität auswirken. Empirische Untersuchungen weisen auf Zusammenhänge zwischen der Wahrnehmung des Schul- beziehungsweise Klassenklimas und Faktoren wie Schulleistungen, Lernbereitschaft, Verhalten und Einstellungen zur Schule hin (Gabriel 2014,73). Dem Bereich der Lehrer-Schüler-Beziehung kommt in der Primarstufe eine besondere Rolle zu, wobei nach Eder (1996) ein positiver Zusammenhang zwischen Lehrerfürsorge und dem Selbstkonzept, der Zufriedenheit und den schulischen Leistungen der SchülerInnen besteht. Klassen mit einem positiven Klima erwiesen sich als überlegen in den Leistungen und in der Lernmotivation gegenüber Klassen mit einem negativen Klima (vgl. Haertel, Walberg & Haertel, 1981). Somit bildet das Klima scheinbar die Voraussetzung dafür, vorhandene Fähigkeiten in schulischen Leistungen sichtbar werden zu lassen. Zudem führt ein beziehungsorientiertes Klima zu einem steigenden Wohlbefinden und weniger aggressiven Verhaltensweisen (vgl. Eder 2002,177ff.; Dreesmann1982,170).
Auch Brophy (2000) postuliert einen positiven Effekt auf die individuellen Schülerleistungen unter seinem Merkmal des unterstützenden Unterrichtsklimas, wobei aktuelle Studien von beispielsweise Gruehn (2000) diese für die Sekundarstufe entkräften.
1 Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema der Inklusion im Kontext der UN-Behindertenrechtskonvention und formuliert die Forschungsfragen zur sozialen Integration sowie zum Klassenklima von Kindern mit emotional-sozialem Förderbedarf.
2 Inklusion: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Inklusion, die rechtlichen Grundlagen wie den Artikel 24 der UN-BRK und vertieft die Spezifik der Inklusion bei Kindern mit emotionalen und sozialen Entwicklungsrisiken.
3 Soziale Integration: Hier wird der Begriff der sozialen Integration definiert und die Bedeutung soziometrischer Verfahren zur Analyse von Beziehungen in inklusiven Schulklassen diskutiert.
4 Klassenklima: Das Kapitel behandelt verschiedene Definitionen des Klassenklimas, seine Voraussetzungen, Einflussfaktoren wie Lehrerverhalten und Auswirkungen auf die Schüler.
5 Forschungsprojekt im Rahmen der Umsetzung zur inklusiven Schule im Kreis Mettmann: Es erfolgt eine Projektbeschreibung, die den Kontext der Datenerhebung im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung zur Inklusion im Kreis Mettmann erläutert.
6 Fragestellungen und Hypothesen: Basierend auf dem Forschungsstand werden konkrete Forschungsfragen und Hypothesen zur sozialen Integration und zum Klassenklima für die Zielgruppe aufgestellt.
7 Konzeption und Methode: Dieses Kapitel beschreibt die Stichprobe (772 Schülerinnen und Schüler), die verwendeten Instrumente (FEESS, Soziometrie) sowie das Studiendesign und die statistischen Auswertungsverfahren.
8 Darstellung der Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden deskriptiv und inferenzstatistisch ausgewertet, wobei signifikante Mittelwertunterschiede in Bezug auf Integration und Klassenklima aufgezeigt werden.
9 Diskussion: Die Ergebnisse werden im Hinblick auf die Forschungsfragen interpretiert, kritisch reflektiert und in den bisherigen Forschungsstand eingeordnet.
10 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Befunde zusammen und leitet daraus notwendige Konsequenzen für die pädagogische Praxis und zukünftige Forschungsbedarfe ab.
Inklusion, Soziale Integration, Klassenklima, Emotionale und soziale Entwicklung, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Grundschule, Soziometrie, Schulerfahrungen, Lehrerfeedback, Unterrichtsqualität, Förderbedarf, Inklusiver Unterricht, Sozialverhalten, Selbstkonzept, Schülerinteraktion.
Die Arbeit untersucht die inklusive Beschulung von Grundschulkindern mit besonderem Fokus auf den Förderbedarf im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung, um deren soziale Integration und die Wahrnehmung des Klassenklimas zu analysieren.
Zentrale Themen sind die Inklusionspädagogik, das Konstrukt der sozialen Integration (gemessen durch Soziometrie), das Klassenklima (erhoben durch den FEESS-Fragebogen) und die Auswirkungen von Lehrerfeedback.
Das Hauptziel ist zu klären, ob Kinder mit Risiken in der sozial-emotionalen Entwicklung schlechter in ihre Klassengemeinschaft integriert sind und ob sie das Klassenklima negativer wahrnehmen als ihre Mitschüler ohne Risiken.
Es handelt sich um eine Querschnittstudie, bei der 772 Grundschüler aus 31 Klassen mittels soziometrischer Erhebung und dem FEESS-Fragebogen befragt wurden, um anschließend mittels t-Tests und Korrelationen statistische Aussagen zu treffen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Inklusion, Integration und Klassenklima sowie einen empirischen Teil, der das Projekt in Mettmann beschreibt, Hypothesen aufstellt, die Methodik erläutert und die Ergebnisse darstellt.
Wichtige Begriffe sind Inklusion, soziale Integration, emotional-sozialer Förderbedarf, Klassenklima, FEESS, Soziometrie und Grundschulbildung.
Das Lehrerfeedback wird als wesentlicher Einflussfaktor für die soziale Akzeptanz von Kindern in der Klasse identifiziert, da sich Grundschüler bei der sozialen Beurteilung stark am Feedback der Lehrperson orientieren.
Die Ergebnisse untermauern, dass Schüler mit emotional-sozialem Förderbedarf einem erhöhten Risiko sozialer Ausgrenzung ausgesetzt sind, und betonen die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung einzelner Förderschwerpunkte statt einer pauschalen Gruppenbetrachtung.
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