Masterarbeit, 2020
64 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
Theoretischer Teil
1 Zusammenfassende theoretische Aufarbeitung des Themas
1.1 Transitionen
1.1.1 Theoretische Grundlagen
1.1.2 Der Übergang von der Grundschule auf die weiterführende Schule
1.2 Der Übergang auf die weiterführende Schule als bildungspolitisches Streitthema
1.2.1 Der Elternwille
1.2.2 Die Verlängerung der Grundschulzeit
1.3 Übergangsgestaltung
1.3.1 Rechtliche Perspektive
1.3.2 Der Übergang von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf
1.3.3 Gelingen des Übergangs
1.3.4 Übergangsbezogene Schulentwicklung
1.4 Kooperation zwischen Grundschule und weiterführender Schule
1.4.1 Möglichkeiten der Kooperation
1.4.2 Schwierigkeiten bei der Kooperation
2 Aktueller Forschungsstand
3 Zusammenfassung
Empirischer Teil
4 Zielsetzung, Fragestellung und Annahmen der Studie
5 Methodisches Vorgehen
5.1 Forschungsdesign
5.2 Erhebungsinstrument
5.3 Stichprobe
5.4 Durchführung der Studie
5.5 Vorgehensweise bei der Auswertung
6 Ergebnisse
6.1 Darstellung der Ergebnisse
6.2 Interpretation der Ergebnisse
6.3 Methodendiskussion
7 Fazit/ Ausblick
Diese Arbeit untersucht die subjektiven Erfahrungen von Lehrkräften bezüglich der Kooperation beim Übergang von der Grundschule auf die weiterführende Schule. Das primäre Ziel besteht darin, bestehende Kooperationsformen, Gelingensbedingungen und Schwierigkeiten zu identifizieren, wobei ein besonderer Fokus auf den Übergang von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf gelegt wird, um Unterschiede in der Wahrnehmung zwischen verschiedenen Schulformen aufzudecken.
1.1.1 Theoretische Grundlagen
Die Transitionsforschung ist ein Zweig in der soziologischen und sozialpsychologischen Sozialisationsforschung (Schaupp, 2011, S. 132). Sie beschäftigt sich mit verschiedenen Arten von biografischen Übergängen. Zu ihnen zählen individuelle, soziale, spezifische sowie normativ-institutionelle Transitionen. Bei individuellen Übergängen handelt es sich beispielsweise um Meilensteine in der geistigen, körperlichen und persönlichen Entwicklung. Soziale Übergänge meinen hingegen einen Rollenwechsel, zum Beispiel vom Schüler zum Studierenden. Spezifische Übergänge beschreiben unerwartete Änderungen wie einen Umzug. Der in dieser Arbeit thematisierte Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule gehört zu den normativ-institutionellen Transitionen, die in einem bildungsorientierten Land wie Deutschland festgelegte Vorgaben haben. So ist der Zeitpunkt des Übergangs fest vorgeschrieben, unabhängig davon, ob das Kind über die nötigen Ressourcen (s. Kap. 1.3.3) verfügt, um ihn zu bewältigen (Munser-Kiefer & Martschinke, 2018, S. 24).
Welzer (1993, S. 8) beschreibt Übergänge als einen „Wechsel von Individuen aus eingelebten Lebensabschnitten und -zusammenhängen in andere“ und als einen Bruch im „scheinbar gleichmäßigen Verlauf des Lebens“. Übergänge sind „schwer durchschaubar“, da sie „ineinander übergehende, sich überblendende [...] Wandlungsprozesse“ sind (Denner & Schumacher, 2014, S. 14). Sie erfordern die Klärung von neuen Sachverhalten sowie „Prozesse des Erkundens und Entdeckens“ (ebd., S. 57). Dabei soll das Zukünftige sinnvoll erscheinen und muss in das bisher Gewohnte eingeordnet werden können (ebd.). In diesem Zusammenhang sagt die von Lazarus (1991) aufgestellte Stresstheorie aus, dass Menschen in Stress geraten, wenn ihre gewohnten und eingespielten Routinen nicht genügen, um die neue Situation und die damit einhergehenden Anforderungen zu bewältigen. Filipp (1990, S. 298ff.) beschreibt Übergänge als kritische Lebensereignisse, die bewältigt werden können, im Falle eines Misserfolges aber negative Auswirkungen auf die Persönlichkeit haben können. Gelingt die Bewältigung, so kann der Entwicklungsimpuls aber ebenso positive Effekte mit sich bringen.
Zusammenfassende theoretische Aufarbeitung des Themas: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Transition" und beleuchtet die bildungspolitischen und pädagogischen Aspekte des Übergangs, inklusive rechtlicher Rahmenbedingungen und der speziellen Situation bei sonderpädagogischem Förderbedarf.
Aktueller Forschungsstand: Hier werden relevante Studien seit 1989 vorgestellt, die sich mit der Kooperation von Lehrkräften beim Übergang befassen und bestehende Forschungslücken aufzeigen.
Zusammenfassung: Dieser Abschnitt fasst die theoretischen Erkenntnisse zu Übergängen als Transitionen und die Bedeutung der Kooperation für das Gelingen des Schulwechsels kompakt zusammen.
Zielsetzung, Fragestellung und Annahmen der Studie: In diesem Kapitel wird das Erkenntnisinteresse formuliert, die qualitative Ausrichtung der Studie begründet und die Hypothesen zur Lehrerkooperation dargelegt.
Methodisches Vorgehen: Hier wird das qualitative Forschungsdesign mittels Fokusgruppeninterviews sowie die Auswahl der Stichprobe und die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring beschrieben.
Ergebnisse: Dieser Teil präsentiert die aus den Interviews extrahierten Haupt- und Subkategorien, interpretiert diese vor dem Hintergrund des theoretischen Rahmens und diskutiert die methodischen Stärken und Schwächen der Untersuchung.
Fazit/ Ausblick: Das Schlusskapitel resümiert die wesentlichen Ergebnisse hinsichtlich der Kooperationspraxis und gibt Impulse für die zukünftige Gestaltung des Übergangsmanagements.
Übergang, Grundschule, weiterführende Schule, Kooperation, Transition, Lehrkräfte, Fokusgruppeninterviews, qualitative Inhaltsanalyse, sonderpädagogischer Förderbedarf, Schulentwicklung, Schulqualität, Bildungsbiografie, pädagogische Kooperation, Erprobungsstufe, Übergangsmanagement
Die Arbeit befasst sich mit der Kooperation zwischen Lehrkräften der abgebenden Grundschulen und der aufnehmenden weiterführenden Schulen beim Übergang von Schülerinnen und Schülern.
Im Zentrum stehen die Formen der Kooperation, die subjektiven Erfahrungen der beteiligten Lehrkräfte, die Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sowie die Herausforderungen, insbesondere beim Übergang von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
Ziel ist es, die subjektiven Sichtweisen von Lehrkräften auf die Übergangskooperation zu erfassen und zu analysieren, ob sich dabei Unterschiede zwischen den verschiedenen weiterführenden Schulformen (Hauptschule, Gesamtschule, Gymnasium) zeigen.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt. Als Datenerhebungsmethode dienten Fokusgruppeninterviews, die anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Themas (Transition, bildungspolitische Streitthemen, rechtliche Perspektiven) und den empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Studie dargestellt und interpretiert werden.
Wichtige Begriffe sind Übergangsmanagement, Kooperationsformen, Transition, Inklusion (im Kontext des sonderpädagogischen Förderbedarfs) sowie der Dialog zwischen den Institutionen.
Insgesamt wird Kooperation als wichtig erachtet und positiv bewertet, wobei jedoch in der Praxis häufige Defizite bei der systematischen Umsetzung und Informationsweitergabe, insbesondere bei Förderplänen, benannt werden.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Übergang von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf als besonders komplex wahrgenommen wird und hier häufig Schwierigkeiten beim Informationsfluss und der Aktenübergabe zwischen den Schulstufen bestehen.
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