Masterarbeit, 2018
128 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Einsatz von Corporate Governance zur Verringerung der Agency-Problematik
2.2 Arten von aktienbasierten Vergütungskomponenten
2.2.1 Reale Aktienoptionspläne (Stock Option Plans)
2.2.2 Belegschaftsaktien (Restricted Stock Awards)
2.2.3 Virtuelle Aktienoptionspläne (Stock Appreciation Rights)
2.2.4 Virtuelle Aktien (Phantom Stocks)
2.3 Ausgestaltung der aktienbasierten Vergütungskomponenten
2.4 Bilanzierung von aktienbasierter Vergütung nach IFRS 2
2.4.1 Reale Eigenkapitalinstrumente nach IFRS 2
2.4.2 Virtuelle Eigenkapitalinstrumente nach IFRS 2
2.4.3 Kombinationsmodelle nach IFRS 2
2.4 Bewertung aktienbasierter Vergütungskomponenten nach IFRS 2
3 Vergleich von aktienbasierten Vorstandsvergütungskomponenten zur nachhaltigen Anreizsetzung in großen Kapitalgesellschaften
3.1 Einfluss aktienbasierter Vergütungskomponenten auf das Managerverhalten
3.1.1 Aktienoptionen als Bestandteil des Vergütungssystems des Managements
3.1.2 Aktien als Bestandteil des Vergütungssystems des Managements
3.1.3 Vergleich der aktienbasierten Vergütungskomponenten bei Risikoneutralität
3.1.4 Vergleich der aktienbasierten Vergütungskomponenten bei Risikoaversion
3.1.5 Performance-basierte Aktienoption als Bestandteil des Vergütungssystems
3.1.6 Indexierte Aktienoptionen als Bestandteil des Vergütungssystems
3.1.7 Aktienoptionen mit Eigeninvestment als Bestandteil des Vergütungssystems
3.2 Empirische Auswertung über die Ausgestaltung von Aktien- und Aktienoptionsplänen in großen Kapitelgesellschaften
3.2.1 Struktur der Vergütungssysteme
3.2.2 Renditeziele
3.2.3 Referenzindex
3.2.4 Verknüpfung der Erfolgsziele
3.2.5 Eigeninvestment
3.2.6 Wertobergrenzen
3.2.7 Laufzeiten
4 Diskussion
5 Fazit
Die Arbeit untersucht, inwiefern aktienbasierte Vergütungskomponenten wie Aktienoptionen oder Belegschaftsaktien geeignet sind, um das Verhalten von Vorstandsmitgliedern nachhaltig auf die Unternehmenswertsteigerung auszurichten und die Principal-Agent-Problematik zu mindern. Dabei wird sowohl theoretisch modelliert als auch empirisch analysiert, wie unterschiedliche Gestaltungsparameter die Anreizwirkung beeinflussen.
3.1.1 Aktienoptionen als Bestandteil des Vergütungssystems des Managements
Feltham und Wu (2001) entwickelten ein vereinfachtes Principal-Agenten Modell, um die Anreizeffekte durch die Ausgabe von Aktien oder durch die Gewährung von Aktienoptionen im Entlohnungssystem des Agenten aufzuzeigen und die Effizienz dieser miteinander zu vergleichen. Dabei wird der Aktienkurs als eine Performancemessgröße verwendet, um eine direkte Interessenangleichung zwischen dem Manager und den Aktionären, welche den Aktienwert maximieren möchten, zu verwirklichen. Die Investoren werden als Principal definiert, welche in Periode t = 0 einen Agenten einstellen, während der Manager die Rolle des Agenten einnimmt und im Unternehmen bis Periode t = 1 Arbeitsanstrengung leistet. Im Bezug auf die Risikoeinstellung gegenüber unternehmensspezifischem Risiko zeigt sich der Principal, als ein breit diversifizierter Investor, risikoneutral. Der Agent wird als risikoavers charakterisiert, da er durch die fehlende Diversifikation aufgrund der Anreizkompatibilität der Vergütungskomponente stark an das Unternehmen gebunden ist.
Der Bruttounternehmenswert x in t = 1 ist eine normalverteilte Zufallsvariable mit einem Erwartungswert von µx = µx(a) und einer Varianz von σx^2. Dabei hat die Arbeitsleistung des Managers a ∈ A einen linearen Einfluss auf den erwarteten Unternehmenswert, jedoch keine Auswirkung auf die Varianz. Weiter wird angenommen, dass der risikolose Zinssatz und die Fremdfinanzierung null betragen und zudem eine beschränkte Haftung für die Anteilseigner vorliegt. Der Bruttowert des Unternehmens, welcher nur von einem unternehmensspezifischen Risiko betroffen ist, lässt sich zum Zeitpunkt t = 1 wie folgt darstellen:
x = a + ε̃
Dabei stellt ε̃ den normalverteilten, unternehmensspezifischen Störterm mit einem Erwartungswert von null und einer Varianz von σ_ε^2 dar. In der vorliegenden Arbeit wird der Unternehmenswert mit dem Aktienkurs des Unternehmens gleichgestellt.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der aktienbasierten Vorstandsvergütung dar, diskutiert die Principal-Agent-Problematik und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Agency-Problematik im Rahmen der Corporate Governance, klassifiziert verschiedene Vergütungsinstrumente und beschreibt deren bilanzielle Behandlung nach IFRS 2.
3 Vergleich von aktienbasierten Vorstandsvergütungskomponenten zur nachhaltigen Anreizsetzung in großen Kapitalgesellschaften: Der Hauptteil analysiert modelltheoretisch und empirisch die Effizienz verschiedener Vergütungsmodelle sowie deren konkrete Gestaltung in DAX30-Unternehmen.
4 Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der theoretischen und empirischen Analyse und diskutiert die Anreizeffekte sowie die optimale Vertragsgestaltung.
5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung einer sorgfältigen Wahl der Gestaltungsparameter zur Optimierung der Vorstandsvergütung.
Vorstandsvergütung, Aktienoptionen, Principal-Agent-Theorie, IFRS 2, Corporate Governance, Anreizsetzung, DAX30, Eigeninvestment, Performance-Kriterien, Aktienkurs, Risikoprämie, Unternehmenswert, Vergütungsstruktur, Shareholder-Value, Vergütungsmodell
Die Masterarbeit befasst sich mit der aktienkursbasierten Entlohnung von Vorstandsmitgliedern und untersucht, wie diese als Instrument zur nachhaltigen Anreizsetzung genutzt werden kann, um Interessenkonflikte zwischen Managern und Aktionären zu verringern.
Zentrale Themen sind die Principal-Agent-Theorie, die Ausgestaltung verschiedener aktienbasierter Vergütungskomponenten, deren bilanzielle Behandlung gemäß IFRS 2 sowie die empirische Analyse von Vergütungssystemen in DAX30-Unternehmen.
Das Ziel ist es, die Effizienz verschiedener aktienbasierter Anreizmodelle (wie Aktien, Aktienoptionen, Performance-basierte oder indexierte Optionen) modelltheoretisch zu untersuchen und deren Ausgestaltung in der Praxis großer Kapitalgesellschaften deskriptiv darzustellen.
Die Arbeit kombiniert eine modelltheoretische Analyse auf Basis des Feltham-Wu-Modells mit einer empirischen Auswertung der Vergütungsberichte der DAX30-Unternehmen des Geschäftsjahres 2016.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Anreizwirkungen bei unterschiedlichen Bedingungen (risikoneutral vs. risikoavers) sowie eine empirische Bestandsaufnahme qualitativer und quantitativer Ausgestaltungsparameter wie Renditeziele, Referenzindizes und Eigeninvestments.
Vorstandsvergütung, Aktienoptionen, Principal-Agent-Theorie, IFRS 2, Corporate Governance, Anreizsetzung, DAX30, Eigeninvestment und Shareholder-Value.
Ein Eigeninvestment führt laut der Untersuchung dazu, dass Vorstände stärker die Rolle von Aktionären einnehmen. Dies kann die Effizienz von Aktienoptionen steigern, da der Principal bestimmte Arbeitsleistungen mit einer geringeren Anzahl an Optionen induzieren kann.
Laut der Arbeit verloren sie aufgrund ihrer hohen Kosten, der damit verbundenen exzessiven Vorstandsvergütungen und der Einführung strengerer IFRS-Bilanzierungsvorschriften an Popularität und wurden teilweise durch virtuelle Formen wie Phantom Stocks ersetzt.
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