Masterarbeit, 2019
72 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Vorstellung und Transformation des Datenmaterials
3 Renditemodellierung
3.1 Random-Walk-Modell
3.2 Kritische Betrachtung des Random-Walk-Modells anhand stilisierter Fakten
4 Univariate (G)ARCH-Volatilitätsmodellierung
4.1 ARCH-Modelle
4.2 GARCH-Modelle
4.3 Univariate GARCH-Volatilitätsmodellierung der DAX-Renditen
5 Multivariate GARCH-Volatilitätsmodellierung
5.1 Kontemporäre Korrelationen zwischen DAX- und MDAX-Renditen
5.2 Ausgewählte multivariate GARCH-Modelle
5.2.1 VECH-Modelle
5.2.2 Diagonale VECH-Modelle
5.2.3 BEKK-Modelle
5.3 Multivariate GARCH-Volatilitätsmodellierung der DAX- und MDAX-Renditen
6 Vergleich der Prognosegüte und kritische Anmerkungen
7 Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist die Prognose der Volatilität des Deutschen Aktienindex (DAX) unter Anwendung univariater und multivariater (G)ARCH-Modelle. Es soll untersucht werden, ob die Einbeziehung kontemporärer Korrelationen mit dem MDAX im Rahmen einer multivariaten Analyse die Qualität der Volatilitätsprognose für den DAX verbessern kann.
3.1 Random-Walk-Modell
Die Grundzüge der modernen Finanzmathematik haben ihren Ursprung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In BACHELIER (1990) werden Kursfluktuationen mit Hilfe der geometrischen Brownschen Bewegung beschrieben, die unabhängige und identisch normalverteilte Renditen impliziert. Etablierte Kapitalmarktmodelle gehen auf diese Dissertation zurück. Sie bildet beispielweise den Ausgangspunkt für das Black-Scholes-Modell zur Bewertung von Finanzoptionen, dessen Begründer 1997 durch die Verleihung des Preises der schwedischen Nationalbank zu Ehren Alfred Nobels gewürdigt wurden. Siehe hierzu BLACK-SCHOLES (1973). Zudem wird dieser Ansatz zur Renditemodellierung in zahlreicher Literatur über moderne Finanzmathematik thematisiert.
Zur Beschreibung der Brownschen Bewegung kann das in CAMPBELL et al. (1997), S. 32 vorgestellte Random-Walk-Modell verwendet werden. Es hat den formalen Aufbau
p_t = mu + p_{t-1} + epsilon_t mit epsilon_t ~ i.i.d. N(0,sigma^2).
Wegen r_t = p_t - p_{t-1} folgt für die stetigen Renditen
r_t = mu + epsilon_t mit epsilon_t ~ i.i.d. N(0,sigma^2).
1 Einleitung: Hinführung zur Bedeutung der Volatilitätsprognose und Einordnung der (G)ARCH-Modellfamilie in die finanzökonomische Forschung.
2 Vorstellung und Transformation des Datenmaterials: Diskussion der Datengrundlage (DAX-Tagesschlusskurse) und Transformation in stationäre Renditereihen.
3 Renditemodellierung: Theoretische Auseinandersetzung mit der Renditemodellierung, insbesondere des Random-Walk-Modells und empirisch auftretender stilisierter Fakten.
4 Univariate (G)ARCH-Volatilitätsmodellierung: Detaillierte mathematische Herleitung von ARCH- und GARCH-Modellen sowie deren Anwendung auf DAX-Renditen.
5 Multivariate GARCH-Volatilitätsmodellierung: Erweiterung der Analyse auf den bivariaten Fall mit DAX und MDAX unter Verwendung komplexerer Modellstrukturen wie VECH und BEKK.
6 Vergleich der Prognosegüte und kritische Anmerkungen: Evaluierung der Prognoseleistung der Modelle mittels Gütekriterien und kritische Würdigung der Methodik.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse sowie Diskussion von weiterführenden Forschungsansätzen im quantitativen Risikomanagement.
Finanzmarktdaten, Volatilität, GARCH-Modelle, DAX, MDAX, Zeitreihenanalyse, Heteroskedastizität, Volatilitätsclustering, Prognosegüte, BEKK-Modell, VECH-Modell, Risikomanagement, Finanzökonometrie, Rendite, Zeitreihenstationarität.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der mathematischen Modellierung und Prognose von Finanzmarktdaten, spezifisch der Volatilität von Aktienindizes, um Anlageentscheidungen zu unterstützen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Zeitreihenanalyse von DAX- und MDAX-Renditen, der Modellierung von Volatilitätsclustern mittels (G)ARCH-Modellen sowie der Untersuchung kontemporärer Korrelationen zwischen Finanzmarkttiteln.
Es soll geklärt werden, ob durch die multivariate Einbeziehung von MDAX-Daten die Prognosequalität der DAX-Volatilität im Vergleich zu einem rein univariaten Modell gesteigert werden kann.
Die Arbeit nutzt ökonometrische Zeitreihenmodelle der (G)ARCH-Familie, inklusive ihrer multivariaten Erweiterungen (VECH, BEKK), und bewertet diese anhand von statistischen Tests (Ljung-Box, Jarque-Bera) sowie Prognosegütekriterien (MAE, MSE, RMSE).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die univariate Modellierung der DAX-Volatilität, die multivariate Erweiterung unter Einbeziehung des MDAX sowie den anschließenden Vergleich der Prognoseleistung beider Ansätze.
Kernbegriffe sind Volatilität, GARCH-Modelle, DAX, Zeitreihenanalyse, Heteroskedastizität, Volatilitätsclustering und Finanzökonometrie.
Das BEKK-Modell garantiert bei der Modellierung der Kovarianzmatrix positiv definite Ergebnisse, was bei der komplexen VECH-Struktur ohne zusätzliche restriktive Annahmen schwieriger zu gewährleisten ist.
Die Ergebnisse liefern Erkenntnisse für das quantitative Risikomanagement, etwa bei der Berechnung von Risikokennzahlen wie dem Value-at-Risk zur Unterstützung der Portfoliosteuerung.
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