Bachelorarbeit, 2016
45 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Definitionen und Theoretische Grundlagen
2.1 Definition von Aktienoptionen
2.2 Anwendungszeitpunkt und Laufzeit
2.3 Reale Aktienoptionen
2.3.1 Bilanzansatz von realen Aktienoptionen
2.3.2 Bilanzbewertung von realen Aktienoptionen
2.4 Virtuelle Aktienoptionen
2.4.1 Bilanzansatz von virtuellen Aktienoptionen
2.4.2 Bilanzbewertung von virtuellen Aktienoptionen
2.5 Kombinationsmodelle
2.6 Bewertungsmodelle
3 Empirische Auswertung von Aktienoptionsprogrammen in großen Kapitalgesellschaften
3.1 Struktur von Aktienoptionsprogrammen
3.1.1 Eigeninvestment
3.1.2 Absolute und relative Renditeziele
3.1.3 Zeitspannen und Wertobergrenze
3.2 Bilanzierung und Bewertung von Aktienoptionsprogrammen
3.2.1 Gewinnmindernde Bilanzierung
3.2.2 Bewertungsmodelle für Optionen
4 Diskussion
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ausgestaltung von Aktienoptionsprogrammen (AOP) als Instrument der Vorstandsvergütung in großen deutschen Kapitalgesellschaften. Ziel ist es, verschiedene Vergütungsformen zu analysieren, deren Anreizkompatibilität kritisch zu bewerten und die Bilanzierung sowie die Entwicklung der angewandten Modelle auf Basis der Geschäftsberichte der DAX30-Unternehmen darzustellen.
2.1 Definition von Aktienoptionen
Die Gestaltung der Vergütung von Führungskräften besitzt seitens des Unternehmens eine hohe Bedeutung, da ihr Leistungsverhalten einen wesentlichen Einfluss auf den Unternehmenserfolg hat. So werden Vergütungssysteme als Anreiz zur Beeinflussung des Leistungsverhaltens mit einem Festgehalt, einer kurzfristigen erfolgsabhängigen Vergütung (Bonuszahlung) und einem anreizbasierten nachhaltigem Vergütungselement versehen. Die Höhe und die Angemessenheit des Vergütungssystems für den Vorstand werden nach Vorgabe des VorstAG zusätzlich regelmäßig durch den Aufsichtsrat überprüft und ggf. angepasst.
Eine spezifische Variante der expliziten Anreizsysteme beinhaltet die Gewährung von Aktienoptionen, welche oftmals in börsennotierten Aktiengesellschaften zum Einsatz kommt. Das Top-Management erhält dabei das Recht, eine bestimmte Anzahl von Aktien der Gesellschaft zu einem im voraus festgelegten Preis, dem sog. Basispreis, innerhalb eines zukünftigen Zeitraums oder Zeitpunkts zu erwerben. Hierbei besteht das Recht und nicht die Pflicht der Ausübung der Aktienoptionen, so dass für den Optionsinhaber nur dann der Anreiz besteht an den Kursentwicklungen zu partizipieren, wenn diese positiv sind, wobei eine negative Kursentwicklung zum Verfall der Optionen führt. Die Ausgabe von Aktienoptionen dient schließlich der Anreizsetzung, die Interessenkonvergenz zwischen den Anteilseignern und dem Management im Sinne einer shareholder-value-orientierten Unternehmensführung zu minimieren und dies mit dem Ziel einer langfristigen und nachhaltigen Unternehmenswertsteigerung zu verknüpfen.
Durch die Implementierung von Aktienoptionen in das Vergütungssystem von Vorständen wird beabsichtigt, Kontrolldefizite, die aus dem Auseinanderfall von Eigentum und Kontrolle resultieren, dem sog. Prinzipal-Agenten-Problem, zu verringern bzw. anzugleichen. Unter dieser Problematik versteht man die Leistungsbeziehung zwischen einem Auftraggeber, dem Prinzipal, und einem Auftragnehmer, dem Agenten, welche asymmetrischen Informationen unterliegt und sich ein opportunistisches Verhalten somit nachteilig für den Prinzipal auswirkt.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation und Zielsetzung der Arbeit dar, insbesondere die Untersuchung von Aktienoptionsprogrammen als Leistungsanreiz für Vorstandsmitglieder in DAX30-Unternehmen.
2 Definitionen und Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von Aktienoptionen, differenziert zwischen realen und virtuellen Modellen und beschreibt die relevanten IFRS-Bilanzierungsregeln sowie gängige Bewertungsmodelle.
3 Empirische Auswertung von Aktienoptionsprogrammen in großen Kapitalgesellschaften: Dieses Kapitel analysiert die konkrete Gestaltung der Aktienoptionsprogramme der DAX30-Unternehmen, einschließlich ihrer Struktur, Erfolgsziele und Bilanzierungsmethoden.
4 Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse der empirischen Analyse und diskutiert den Wandel in der Bedeutung und Attraktivität von Aktienoptionen unter Berücksichtigung gesetzlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die anhaltende Bedeutung aktienbasierter Vergütung bei gleichzeitig notwendiger, intensiverer Berücksichtigung individueller Gestaltungsparameter.
Aktienoptionen, Vorstandsvergütung, DAX30, IFRS 2, Reale Aktienoptionen, Virtuelle Aktienoptionen, Prinzipal-Agenten-Problem, Unternehmenserfolg, Vergütungssysteme, Eigeninvestment, Renditeziele, Referenzindex, Wertobergrenze, Bewertungsmodelle, Unternehmenswertsteigerung
Die Arbeit analysiert die Gestaltung von Aktienoptionsprogrammen als Vergütungsinstrument für Vorstandsmitglieder in großen deutschen Kapitalgesellschaften.
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Aktienoptionen, deren Bilanzierung nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS 2) sowie einer detaillierten empirischen Untersuchung der DAX30-Unternehmen.
Das Ziel ist die Darstellung und kritische Analyse der Anreizkompatibilität verschiedener Aktienoptionsrechte, um zu prüfen, ob diese tatsächlich zur langfristigen Unternehmenswertsteigerung beitragen.
Es erfolgt eine deskriptive Analyse und Auswertung der Geschäftsberichte der Jahre 2014 und 2015 der DAX30-Unternehmen, ergänzt durch theoretische Grundlagen und Literaturdiskussionen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bereich zur Definition und Bilanzierung von Optionen sowie einen empirischen Bereich, in dem Parameter wie Eigeninvestment, Renditeziele und Caps bei den DAX30-Konzernen untersucht werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Aktienoptionen, Vorstandsvergütung, DAX30, IFRS 2, Prinzipal-Agenten-Problem und Performance-Anreize charakterisieren.
Laut der Arbeit liegt dies primär an gesetzlichen Verschärfungen, gesellschaftlichem Druck zu mehr Transparenz und der Tatsache, dass Aktienoptionen in Phasen sinkender Kurse für Vorstände weniger attraktiv wurden.
Wertobergrenzen, sogenannte Caps, sollen verhindern, dass Vorstände bei außerordentlichen Kursentwicklungen, die nicht primär auf ihrer persönlichen Leistung basieren, exzessive Vergütungssteigerungen erzielen.
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