Bachelorarbeit, 2019
39 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definition Kreativität
2.2 Definition Affekt
2.3 Theorien des Zusammenhangs von Affekt und Kreativität
2.3.1 Affekt und Kreativität
2.3.2 Positiver Affekt und Kreativität
2.3.3 Negativer Affekt und Kreativität
2.3.4 Interagierender Affekt und Kreativität
2.4 Die Operationalisierung von Spaß als positiver Affekt
3 Methodik
4 Der Zusammenhang von Affekt und Kreativität am Arbeitsplatz
4.1 Einfluss von positivem Affekt auf die Kreativität am Arbeitsplatz
4.2 Einfluss von negativem Affekt auf die Kreativität am Arbeitsplatz
4.3 Einfluss von Kreativität auf Affekt am Arbeitsplatz
4.4 Dynamischer Zusammenhang von Affekt und Kreativität am Arbeitsplatz
4.5 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Implikationen für zukünftige Forschung
5.3 Implikationen für unternehmerische Praxis
5.4 Von positivem Affekt zu Spaß am Arbeitsplatz
5.5 Begrenzungen der Arbeit
6 Fazit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand zum Zusammenhang zwischen Affekt und Kreativität am Arbeitsplatz darzustellen und daraus Erkenntnisse für die Förderung von Kreativität durch Spaß abzuleiten. Die Arbeit untersucht dabei insbesondere, wie verschiedene affektive Zustände und deren Dynamik die kreative Leistung von Mitarbeitern beeinflussen.
4.1 Einfluss von positivem Affekt auf die Kreativität am Arbeitsplatz
Wie sich positiver Affekt auf die Kreativität der Mitarbeiter auswirkt, untersuchen Rego, Sousa, Marques & Pina e Cunha (2011) anhand einer Fragebogenstudie von 595 Arbeitnehmern aus 37 Einzelhandelsunternehmen. Die 595 Studienteilnehmer dokumentierten ihren erlebten Affekt anhand einer 18-Punkte Skala, angelehnt an die PANAS-Skala von Watson et al. (1988), während ihre Kreativität von den jeweiligen Vorgesetzten nach George & Zhous (2001) 13-Punkte Skala evaluiert wurde. Die Autoren erwarten einen positiven Einfluss von positivem Affekt auf die Kreativität der Studienteilnehmer. Die Forschungsergebnisse bestätigen die Hypothese von Rego et al., es lässt sich eine deutliche, förderliche Wirkung von positivem Affekt auf die Kreativität der Mitarbeiter verzeichnen. Die Autoren sehen darin Fredricksons (2001, 2004) „Broaden-and-Build“ Theorie und die Ergebnisse von Amabile et al. (2005) bestätigt. Die Autoren implizieren für Organisationen eine positiven Affekt fördernde Unternehmenskultur, weisen aber auf die Relevanz des negativen Affekts im Verhältnis mit positivem Affekt hin. Ohne negativen Affekt lassen sich die positiven Effekte von positivem Affekt nicht maximieren.
Unter Hinzunahme der zeitlichen Dimension des Affekt-Kreativität-Zusammenhangs wird der Einfluss von positivem Affekt auf die Kreativität am Arbeitsplatz von Binnewies & Wörnlein (2011) untersucht. Die Autorinnen stellen die Hypothese auf, das Erleben positiven Affekts am Morgen wirke sich positiv auf die Kreativität des jeweiligen Tages aus. Der Zusammenhang positiven Affekts und Kreativität wird anhand der dopaminergen Theorie von Isen et al. (1987) und der „Feelings-as-Information“ Theorie von Schwarz & Clore (1983) hergeleitet. Anhand einer Tagebuchstudie wurde morgens der Affekt von 90 Innenarchitekten nach Watsons et al. (1988) PANAS-Skala dokumentiert, am Ende des Arbeitstages die Kreativität nach einer angepassten 8-Punkte Skala. Die Ergebnisse der Studie bestätigen die zuvor formulierten Annahmen Binnewies & Wörnleins. Wurde am Morgen eines Tages positiver Affekt wahrgenommen, entfaltete sich über den weiteren Tag eine positive Wirkung auf die Kreativität der Studienteilnehmer. Die Autoren unterstreichen zudem die Relevanz ihrer Methode, den gemessenen Affekt mit dem durchschnittlichen Affekt der Studienteilnehmer in Relation zu setzen.
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die wachsende Bedeutung von Kreativität im modernen Wettbewerbsumfeld dar und führt in die Relevanz der Untersuchung des Affekt-Kreativität-Zusammenhangs ein.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Kreativität und Affekt und erläutert relevante theoretische Modelle, die den Zusammenhang zwischen affektiven Zuständen und kreativem Denken beschreiben.
3 Methodik: Hier wird das methodische Vorgehen der systematischen Literaturanalyse beschrieben, einschließlich der Suchstrategien und Auswahlkriterien für die einbezogenen Feldstudien.
4 Der Zusammenhang von Affekt und Kreativität am Arbeitsplatz: Das Kapitel präsentiert die Ergebnisse von neun ausgewählten Feldstudien, unterteilt in Cluster wie positivem Affekt, negativem Affekt, den Einfluss von Kreativität auf Affekt sowie dynamische Zusammenhänge.
5 Diskussion: In diesem Kapitel werden die Studienergebnisse interpretiert, in Bezug zur Theorie gesetzt und daraus Implikationen für Praxis und Forschung sowie die Begrenzungen der Arbeit abgeleitet.
6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Bedeutung einer dynamisch-differenzierten Perspektive auf den Affekt-Kreativität-Zusammenhang für den Unternehmenserfolg.
Affekt, Kreativität, Arbeitsplatz, positiver Affekt, negativer Affekt, Spaß, dynamischer Zusammenhang, Feldstudien, Literaturanalyse, emotionale Intelligenz, Broaden-and-Build, Dual-Tuning, Arbeitsumfeld, Innovationsförderung, psychologische Ressourcen.
Die Arbeit untersucht den aktuellen Forschungsstand zum Zusammenhang zwischen dem Affekt (Emotionen und Stimmungen) von Mitarbeitern und ihrer Kreativität am Arbeitsplatz.
Die zentralen Themen sind der Einfluss von positivem und negativem Affekt auf kreative Prozesse, die Dynamik zwischen diesen affektiven Zuständen und die praktische Relevanz von Spaß als positivem Affekt für die Innovationsfähigkeit von Organisationen.
Das Ziel ist es, zu klären, wie der aktuelle Forschungsstand zum Zusammenhang von Affekt und Kreativität am Arbeitsplatz aussieht und welche Schlüsse daraus für die Förderung von Kreativität durch Spaß am Arbeitsplatz gezogen werden können.
Es wird eine systematische Literaturanalyse durchgeführt, bei der ausschließlich empirische Feldstudien der letzten 13 Jahre ausgewertet wurden, um den Forschungsstand aufzuarbeiten.
Der Hauptteil präsentiert die Ergebnisse der Literaturrecherche, unterteilt in den Einfluss von positivem Affekt, negativem Affekt, die wechselseitige Beziehung zwischen Kreativität und Affekt sowie dynamische Modelle des Zusammenspiels beider Affektarten.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Affekt, Kreativität am Arbeitsplatz, positiver/negativer Affekt, Dynamik, systematische Literaturanalyse und Innovationsförderung.
Neuere Forschungen zeigen, dass nicht nur ein einzelner Affektzustand entscheidend ist, sondern dass besonders das Zusammenspiel und der Wechsel zwischen positivem und negativem Affekt über den Tag hinweg Kreativität signifikant fördern können.
Die Arbeit zeigt unter Einbezug der Forschung von Volmer et al. (2018), dass das Alter als Moderator fungiert und der förderliche Effekt von positivem Affekt auf Kreativität bei älteren Arbeitnehmern besonders signifikant ausgeprägt sein kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

