Masterarbeit, 2018
70 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Hörschädigung
2.1.1 Arten von Hörschädigungen
2.1.2 Hörschädigungsgrade
2.1.3 Hörhilfen
2.2 Jugendalter
2.2.1 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
2.3 Selbstkonzept
2.3.1 Die Struktur des Selbstkonzeptes
2.3.2 Die Entwicklung des Selbstkonzeptes im Kindesalter
2.3.3 Die Entwicklung des Selbstkonzeptes im Jugendalter
2.3.4 Schule und Selbstkonzept
2.3.5 Selbstkonzept und Hörschädigung
3. Empirischer Teil
3.1 Fragestellung
3.2 Methode
3.2.1 Die Frankfurter Selbstkonzeptskalen
3.3 Rekrutierung und Stichprobe
3.4 Durchführung
3.5 Auswertung
3.6 Ergebnis und Interpretation
3.7 Diskussion
3.7.1 Eignung und Einschränkungen des Fragebogens
3.7.2 Exkurs: Wortschatz hörgeschädigter Schüler
3.7.3 Förderansätze zur Förderung des Selbstkonzeptes hörgeschädigter Jugendlicher
4. Fazit und Ausblick
Diese Masterarbeit untersucht das Selbstkonzept von lautsprachlich kommunizierenden hörgeschädigten Jugendlichen an einer Förderschule in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, durch eine empirische Erhebung mittels der „Frankfurter Selbstkonzeptskalen“ herauszufinden, ob sich die Hörschädigung sowie der Besuch einer Förderschule auf das Selbstkonzept auswirken und ob sich die Jugendlichen durch ihr soziales Umfeld gestärkt fühlen.
3.2 Methode
In der aktuellen Studienlandschaft wurden meist Fragebögen genutzt, um das Selbstkonzept hörgeschädigter Jugendlicher zu testen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass ein Fragebogen von Probanden als anonym empfunden wird und man daher von einer ehrlicheren Beantwortung ausgeht als bei Interviews (vgl. Schnell et al. 2005, S. 359). Außerdem sind Fragebögen ökonomisch in der Durchführung. Sie eignen sich um schnell viele Probanden zu befragen. Ein geschlossenes Antwortformat schränkt jedoch die freie spontane Entfaltungsmöglichkeit der Probanden ein und Antworten können nicht konkretisiert werden. Vorgegebene Items erfordern außerdem eine gewisse Lesekompetenz und ausreichendes Vokabular und Wissen, um die Items zu verstehen und richtig zu interpretieren (vgl. Deusinger 1986, S. 19). Jedoch gleichen sie unterschiedliche verbale und textliche Fähigkeiten der Schüler aus (vgl. ebd.), was bei hörgeschädigten Schülern sinnvoll ist. Die unterschiedlichen Fähigkeiten das Selbstkonzept frei zu äußern oder zu verschriftlichen würden das Ergebnis beeinflussen (vgl. ebd.). Die Beantwortung offener Fragen ist zeitaufwändiger und die Schüler würden mehr Unterrichtszeit verlieren. Hinzu kommt, dass vorgegebene Items in Form von Aussagen zur eigenen Person es ermöglichen verschiedene Testpersonen miteinander zu vergleichen und objektiver sind (vgl. ebd.).
Von den meisten Fragebögen, die in den aktuellen Studien genutzt wurden, gibt es keine deutschsprachige normierte Fassung. Mejstadt et al. (2009) untersuchten das subjektiv empfundene Selbstbewusstsein hörgeschädigter Jugendlicher mit dem schwedischen „I think I am“-Fragebogen (Ouvinen-Birgerstam 1985). Dieser Fragebogen erfasst Werte über das Wohlbefinden, soziale Beziehungen, Talente und das Aussehen (vgl. Mejstad et al. 2009, S. 154).
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung sprachlicher Interaktion für die Selbstbildentwicklung bei hörgeschädigten Jugendlichen dar und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses von Förderschulbesuch und Hörschädigung auf das Selbstkonzept.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die medizinischen und pädagogischen Aspekte der Hörschädigung, die Entwicklungsphasen des Jugendalters sowie fundierte psychologische Theorien zur Struktur und Entstehung des Selbstkonzepts.
3. Empirischer Teil: Hier wird das methodische Design der Untersuchung dargelegt, die Stichprobe beschrieben und eine detaillierte Auswertung der erhobenen Daten mittels der Frankfurter Selbstkonzeptskalen (FSKN) vorgenommen.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der empirischen Studie zusammen, reflektiert die Limitationen der Untersuchung und gibt Empfehlungen für zukünftige Forschungsansätze und pädagogische Förderstrategien.
Hörschädigung, Selbstkonzept, Jugendalter, Förderschule, Frankfurter Selbstkonzeptskalen, Identitätsbildung, Kommunikation, Soziale Integration, Empowerment, Ressourcenorientierung, Hörhilfen, Lautsprache, Selbstwertgefühl, Peer-Beziehungen, Pädagogik.
Die Arbeit untersucht das Selbstkonzept von lautsprachlich kommunizierenden Jugendlichen mit Hörschädigung, die eine Förderschule besuchen.
Zentrale Themen sind die Entwicklung des Selbstkonzepts im Kontext einer Hörschädigung, der Einfluss von Schule und Familie sowie Möglichkeiten der Identitätsstärkung.
Ziel ist es zu ermitteln, ob die Hörschädigung und das Förderschulumfeld das Selbstkonzept der untersuchten Jugendlichen positiv beeinflussen.
Es wird eine quantitative Querschnittsstudie durchgeführt, bei der die „Frankfurter Selbstkonzeptskalen“ zur Datenerhebung genutzt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Selbstkonzept und Hörschädigung sowie einen empirischen Teil mit Auswertung und Diskussion der Testergebnisse.
Wichtige Schlagworte sind Selbstkonzept, Hörschädigung, Jugendalter, Empowerment und Identitätsarbeit.
Diese Altersgruppe ist durch eine Phase erhöhter Selbstreflexion und Identitätsfindung geprägt, was sie für die Untersuchung des Selbstkonzepts besonders relevant macht.
Während die meisten Schüler ein neutrales bis positives Selbstkonzept aufwiesen, zeigte Schülerin D in sieben von zehn Skalen negative Ergebnisse, was eine differenzierte pädagogische Betrachtung erfordert.
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