Fachbuch, 2021
170 Seiten
1 Einleitung
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Demokratietheorie
2.1.1 Typen moderner Demokratietheorien
2.1.2 Konzepte von modernen Demokratien
2.1.3 Konzept und Kriterien der modernen Demokratie
2.1.3.1 Wahlen
2.1.3.2 Politische Partizipationsrechte
2.1.3.3 Bürgerliche Freiheitsrechte
2.1.3.4 Gewaltenteilung und Horizontale Verantwortlichkeit
2.1.3.5 Effektive Regierungsgewalt
2.1.4 Defekte Demokratien
2.1.5 Demokratien in Abgrenzung zu Autokratien
2.2 Transformationstheorien
2.2.1 Modernisierungstheorien
2.2.2 Strukturtheorie
2.2.3 Kulturtheorie
2.2.4 Akteurstheorie
2.2.5 Zusammenfassung
2.3 Rückentwicklung von Demokratien
3 Empirie
3.1 Die Geschichte der Türkei
3.1.1 Das Osmanische Reich
3.1.2 Die Gründung der Republik Türkei
3.1.3 Die kemalistische Republik
3.1.4 Die Türkei seit Ende des Zweiten Weltkriegs bis in das Jahr 2002
3.2 Die Einordnung der Republik Türkei in die Demokratietheorie
3.2.1 Wahlen
3.2.2 Politische Partizipationsrechte und bürgerliche Freiheitsrechte
3.2.3 Gewaltenteilung und horizontale Verantwortlichkeit
3.2.4 Effektive Regierungsgewalt
3.2.5 Zwischenfazit
3.3 Die rückgewandte Transformation der Republik Türkei
3.3.1 Wirtschaftliche Entwicklung und soziale Gerechtigkeit
3.3.2 Politische Partizipation
3.3.3 Strukturelle Differenzierung von Institutionen
3.3.4 Kulturkreis der Türkei
3.3.5 Der Akteur Recep Tayyip Erdogan
3.3.6 Zwischenfazit
4 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die demokratische Rückentwicklung der Republik Türkei wissenschaftlich zu untersuchen und die Gründe sowie den Prozess dieses Wandels zu erklären. Die Forschungsfrage lautet: Warum und wie hat sich die Türkei zurückentwickelt?
3.1 Die Geschichte der Türkei
Die Türkei beziehungsweise die Türken an sich sehen sich nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Staaten des Westens immer wieder mit Vorurteilen konfrontiert. Auch in den Köpfen vieler Politiker, Wissenschaftler und Intellektueller hat sich dieses Denken über Jahrzehnte hinweg festgesetzt. Die Türkei, ein Land zwischen West und Ost, zwischen Religion und Säkularismus, zwischen Aufbruch und Stagnation sowie zwischen Moderne und Tradition, ist komplexer als es die einfachen Stereotypen glauben machen wollen. (vgl. Deniz 2016: 7 f.) Geographisch, kulturell und historisch liegt die heutige Türkei auf der Schwelle zwischen Europa und Asien. Genau diese Lage ist in vielfacherer Hinsicht ein zentrales Element der türkischen Politik. (vgl. Steinbach 2003) Aus diesem Grund ist es essentiell sich zunächst tiefer mit der Entstehungsgeschichte und der weiteren Entwicklung der Türkei auseinanderzusetzen. Der Fokus liegt dabei speziell auf den Veränderungen der kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen innerhalb des Landes und deren Akteure. Trotzdem ist es unerlässlich auch Teile der Außenpolitik miteinzubeziehen, da diese ebenso Einflüsse auf innenpolitische Bereiche haben können. Schließlich ist das Land auch ein Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen (UN), des Nordatlantikpakts (NATO) und des Europarats. Auch wenn ein derzeitiger Beitritt zur EU aufgrund aktueller Geschehnisse kein Thema ist, so ist es doch immer noch ein mögliches Szenario der Zukunft.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der demokratischen Rückentwicklung der Türkei ein und definiert die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen.
2 Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretische Grundlage durch Demokratietheorien, Transformationsmodelle und Ansätze zur Analyse von Autokratien.
3 Empirie: Der empirische Teil analysiert die historische Entwicklung der Türkei, ordnet das Land in Demokratietheorien ein und untersucht den Prozess der rückgewandten Transformation.
4 Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und fasst die Ergebnisse der Untersuchung im Kontext der historischen und politischen Entwicklung der Türkei zusammen.
Türkei, Demokratie, Transformation, AKP, Erdogan, Regimewechsel, Autokratisierung, Modernisierung, Machtverteilung, Politische Partizipation, Rechtsstaatlichkeit, Islamismus, Laizismus, Transformationstheorie, Politische Entwicklung
Die Arbeit befasst sich mit der demokratischen Rückentwicklung der Republik Türkei unter Berücksichtigung der historischen und soziopolitischen Rahmenbedingungen.
Zentrale Themen sind die Transformation politischer Systeme, die Rolle von Religion und Kultur im politischen Prozess sowie der Einfluss ökonomischer Entwicklungen auf die Demokratiequalität.
Die Forschungsfrage konzentriert sich auf die Ursachen und den Prozess der demokratischen Rückentwicklung der Türkei.
Die Arbeit nutzt eine Einzelfallstudie, wobei der theoretische Rahmen auf normativen Demokratietheorien und Transformationstheorien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Definition von Demokratie und Transformation sowie einen empirischen Teil, der die türkische Geschichte und die Einordnung in das entwickelte Demokratiemodell vornimmt.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Demokratie, Transformation, AKP, Erdogan, Modernisierung und Rechtsstaatlichkeit.
Das Militär wird als eine Konstante beschrieben, die sich historisch als Garant kemalistischer Prinzipien verstand, was regelmäßig zu politischen Interventionen führte.
Erdogan wird als eine Persönlichkeit beschrieben, die sich von einem gemäßigten Reformer zu einem autokratischen Staatspräsidenten gewandelt hat, der staatliche Institutionen unter seiner Kontrolle zentralisiert hat.
Aufgrund der systematischen Einschränkung von Freiheitsrechten, der Kontrolle der Judikative durch die Exekutive und der Manipulation des politischen Wettbewerbs wird die Türkei als defekte Demokratie klassifiziert.
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