Masterarbeit, 2019
84 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1. Der „Arabische Frühling“ und seine diversen Folgen
1.2 Forschungsfrage und Untersuchungsgegenstand
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Zwischen Internationalen Beziehungen und Policy-Analyse
2.2 Außenpolitik als Policy-Forschung
2.3 Theorien der Internationalen Beziehungen und der Mittlere Osten
2.4 Theoretischer Ansatz der Arbeit: Budget Security
3. Operationalisierung und Methodik
3.1 Hypothesen
3.2 Fallauswahl und Begründung
3.3 Prozessanalytische Fallstudie: Inhaltsanalyse als Erhebungsmethode
4. Empirische Untersuchung
4.1 Überblick über Geschichte, Staatsaufbau und Ökonomie Jordaniens
4.2 Jordaniens Ökonomie im Syrienkrieg 2011-2017
4.3 H1: Strategiewahl
4.4 H2: Externalisierung
4.5 H3: Öffentlicher Diskurs
4.6 H4: Politikergebnisse
5. Fazit
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Beantwortung der Forschungsfrage und kritische Würdigung
5.3 Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie es dem Staat Jordanien gelang, sich trotz seiner geografischen Randlage zum syrischen Bürgerkrieg zwischen 2011 und 2017 politisch zu behaupten und seine Existenz zu sichern. Im Fokus steht dabei die politökonomische Analyse, ob das Regime seine Außenpolitik gezielt als Instrument zur Sicherung eigener finanzieller Stabilität („Budget Security“) eingesetzt hat.
2.4 Theoretischer Ansatz der Arbeit: Budget Security
Die Wissenschaftlerin Laurie A. Brand versuchte in ihren Publikationen die Schwächen der Theorie des Realismus nach Stephen Walt und der des Rentenstaates von Beblawi und Luciani aufzugreifen. Am Fall des Königreichs Jordanien, das ihr als empirischer Untersuchungsgegenstand diente, entwickelte sie in den frühen 1990er Jahren in ihrer Veröffentlichung „Jordan’s Inter-Arab Relations: The Political Economy of Alliance-Making“ das Konzept der „Budget Security“. Dieses theoretische Modell wird zur Gruppe der Theorien gezählt, die mit der Logik des Rent-Seeking argumentieren.
Für diese Masterarbeit, die sich genauer der Zeit des Syrischen Bürgerkriegs und der Rolle der Jordanischen Außenpolitik während dieses Zeitraums widmet, soll diese Theorie dazu dienen, Hypothesen zu generieren, als auch die Analyseschritte zu strukturieren.
Im Laufe ihrer Studien gewann Brand den Eindruck, dass nicht das balancing von Bedrohungen die Schlüsselvariable von außenpolitischem Verhalten sein könnte, sondern die inländische Volkswirtschaft und deren Einnahmequellen den Ausschlag dafür geben, wie sich ein Staat auf internationaler Ebene Akteuren annähert oder Allianzen bildet. Darüber hinaus fügt sie an, dass ihre Theorie externe Faktoren zur Erklärung von Jordaniens außenpolitischen Verhalten nicht ausschließt, sondern diese die Handlungsoptionen des Landes ebenfalls bedingen oder beschränken.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik des Arabischen Frühlings und die spezifische Situation Jordaniens sowie Formulierung der Forschungsfrage.
2. Theoretische Grundlagen: Erörterung der Begriffe Außenpolitik und Internationale Beziehungen sowie Einführung des theoretischen Rahmens der "Budget Security".
3. Operationalisierung und Methodik: Ableitung der Hypothesen sowie Begründung des gewählten Small-N-Forschungsdesigns und der inhaltsanalytischen Methode.
4. Empirische Untersuchung: Detaillierte Analyse der jordanischen Geschichte, Ökonomie, Strategiewahl, Externalisierung, öffentlicher Diskurse und politischer Ergebnisse.
5. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse, Beantwortung der Forschungsfrage sowie eine kritische Würdigung und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Jordanien, Außenpolitik, Syrienkrieg, Budget Security, Politische Ökonomie, Internationale Beziehungen, Regime-Stabilität, Flüchtlingskrise, Rentierstaat, Jordan Response Plan, Externalisierung, Sicherheit, Finanzhilfe, Allianzpolitik, Nahostpolitik.
Die Arbeit analysiert, wie Jordanien auf die wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen des Syrienkrieges (2011-2017) reagiert hat, um die Stabilität des Regimes zu wahren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen Außenpolitik, ökonomischer Abhängigkeit (Budget Security) und internationaler Allianzbildung.
Die zentrale Frage ist, warum der Staat Jordanien sich trotz seiner Randlage zum syrischen Bürgerkrieg behaupten und seine Existenz sichern konnte.
Es wird eine prozessanalytische Fallstudie angewandt, die durch eine Inhaltsanalyse von Daten, Dokumenten und Reden gestützt wird.
Der Hauptteil untersucht die historische und ökonomische Ausgangslage Jordaniens und prüft anhand von vier Hypothesen, wie das Land durch Außenpolitik auf den externen Schock des Syrienkriegs reagiert hat.
Zentrale Begriffe sind Budget Security, Außenpolitik, Jordanien, Syrienkrieg, Externalisierung und Rentierstaat.
Es dient als theoretischer Rahmen, um zu erklären, dass außenpolitisches Handeln Jordaniens maßgeblich durch das Ziel bestimmt ist, finanzielle Einnahmen zur Sicherung der Regierungsfähigkeit zu erzielen.
Beide sind laut Analyse zentrale Akteure, die Jordanien bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Kosten der Flüchtlingskrise durch direkte Finanzhilfen und Handelsabkommen unterstützt haben.
Die Außenpolitik fungierte im Untersuchungszeitraum als Mittel zur kurzfristigen Konsolidierung, wobei das Regime durch geschicktes Agenda-Setting und Externalisierung von Kosten die Stabilität wahren konnte, wenngleich der inländische Druck weiterhin hoch bleibt.
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