Bachelorarbeit, 2018
44 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen zur Integration
2.1 Begriffserklärung Integration
2.2 Sozialintegration nach Hartmut Esser
2.3 Deutschland als Einwanderungsland – Daten zur Einwanderung der letzten Jahre
3 Grundschulsport als „Integrationsmotor“
3.1 Integrationsmöglichkeiten durch den Grundschulsport
3.2 Grenzen der Integrationsmöglichkeiten durch den Grundschulsport
3.3 Zwischenfazit
4 Integration durch eine Unterrichtsreihe am Beispiel kooperativer Spiele im Grundschulsport
4.1 Die Rolle des Lehrers im kooperativen Sportunterricht
4.2 Rahmenbedingungen der Unterrichtsreihe
4.2.1 Lern- und Lehrvoraussetzung der Schülerinnen und Schüler
4.3 Ziele der Unterrichtsreihe
4.4 Vorstellung und Beobachtungen der Unterrichtsstunden
5 Fazit
Die Arbeit untersucht, inwiefern der Grundschulsport als „Integrationsmotor“ für Kinder mit Migrationshintergrund fungieren kann, wobei insbesondere das Potenzial und die Grenzen kooperativer Sportspiele im Fokus stehen, um ein positives Klassenklima zu fördern.
3.1 Integrationsmöglichkeiten durch den Grundschulsport
Neben dem Vereinssport stellt der Schulsport die „größte sportanbietende Instanz“ in Deutschland dar (vgl. Kuhlmann & Rump, 2014). Der Vorteil des Unterrichtsfaches ist dabei, dass es obligatorisch ist. Sofern der Schulsport Integrationsmöglichkeiten schafft, haben alle Kinder die Chance davon profitieren zu können. Der Schulsport muss von der ersten bis zur letzten Klasse verpflichtend besucht werden. Dabei bieten besonders die wöchentlichen Stunden in der Turnhalle
„[...] einen Schonraum, der für Lern- und Erfahrungsprozesse im zwischenmenschlichen Bereich und als Ort der kognitiven und sozial-emotionalen Auseinandersetzung mit Migrationserleben, Minderheitensituation und „anderen Kulturen“ [...] genutzt werden kann“ (Pühse & Roth, 1999, S. 14).
Der Sportunterricht schafft unweigerlich die Situation, sich mit Klassenkameraden anderer Kulturen zu umgeben, bzw. erleichtert Kindern mit Migrationshintergrund die Identifikation und Interaktion mit Kindern aus dem Aufnahmeland. Dieser Tatsache folgt die nach Esser als essenziell bewertete Auseinandersetzung von Ausländern mit der fremden Sprache (nach 2.2 Sozialintegration nach Hartmut Esser). Auch wenn Sport nicht auf die sprachliche Interaktion angewiesen ist, bieten gerade spielerische Bewegungsformen den Kindern die Möglichkeit, Sprachfrequenzen aufzugreifen und zu übernehmen. Ist der Schritt, die neue Sprache zu erlernen einmal gemacht, fällt das Knüpfen von gleichaltrigen Kontakten leichter. So ist das Fazit eines achtjährigen Projektes der Essener Sportjugend, dass durch den Sport als Integrationsmaßnahme „mehr Menschen aufeinander zugehen können und Berührungsängste abbauen konnten“ (Hanenberg, 1987, S. 52). Des Weiteren, und dieser Aspekt ist hauptsächlich für den guten Ruf des Sports als „Integrationsmotor“ verantwortlich, konfrontiert das Unterrichtsfach jede Schülerin und jeden Schüler mit sozialen Regeln. „Dabei kommt es darauf an, transparent werden zu lassen, daß viele Basisregeln von Kommunikation und Interaktion durchaus universell sind, in Ihrer Ausgestaltung jedoch unterschiedlich ausgeformt erscheinen“ (Pühse & Roth, 1999, S. 18).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung des Sportunterrichts für die Integration und definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise.
2 Theoretische Grundlagen zur Integration: Dieses Kapitel erläutert zentrale Integrationsbegriffe und das Modell der Sozialintegration von Hartmut Esser, ergänzt durch aktuelle Migrationsdaten für Deutschland.
3 Grundschulsport als „Integrationsmotor“: Es wird die Rolle des Schulsports als Integrationsinstanz kritisch diskutiert und sowohl die Potenziale für soziale Interaktionen als auch bestehende Grenzen aufgezeigt.
4 Integration durch eine Unterrichtsreihe am Beispiel kooperativer Spiele im Grundschulsport: Der praktische Teil beschreibt die Planung, Durchführung und Auswertung einer Unterrichtsreihe mit kooperativen Spielen zur Förderung des Sozialverhaltens.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet, inwiefern der Grundschulsport unter Einbeziehung kooperativer Elemente einen wirksamen Beitrag zur Integration leisten kann.
Integration, Grundschulsport, Migrationshintergrund, Kooperative Spiele, Sozialintegration, Sozialverhalten, Hartmut Esser, Sportpädagogik, Interkulturelles Lernen, Sprachförderung, Klassenklima, Teamfähigkeit, Grundschule, Integrationsmotor, Heterogenität
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund im Grundschulsport.
Die zentralen Themen umfassen Integrationstheorien nach Hartmut Esser, die Rolle des Schulsports, die Vorteile kooperativer Spielformen und die praktische Umsetzung in einer Fördergruppe.
Das primäre Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie ein zielgruppengerechter Sportunterricht die Integration ausländischer Schüler begünstigen und ein positiveres Klassenklima schaffen kann.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer praktischen Fallstudie, bestehend aus der Konzeption und Beobachtung einer Unterrichtsreihe.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Sozialintegration und einen praktischen Teil, der die Durchführung von kooperativen Spielen in einer Grundschul-Fördergruppe detailliert dokumentiert und reflektiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Integration, Kooperationsspiele, Sozialintegration, Grundschulsport und Integrationsmotor geprägt.
Die Lehrkraft fungiert als Helfer, Berater und Spielleiter, der aktiv Gruppendynamiken steuert, um Ausgrenzung zu verhindern und soziale Interaktion zu fördern.
Durch den Einsatz visueller Hilfsmittel, Vormachen von Aufgaben und gegenseitige Übersetzungshilfe durch Klassenkameraden werden Sprachhürden im kooperativen Sporttreiben aktiv überwunden.
Das Verhalten dieses Kindes diente als Beispiel für die desintegrierenden Folgen eines zu starken Leistungsgedankens („Einzelkämpfertum“), der die Arbeit im Team erschweren kann.
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