Bachelorarbeit, 2019
72 Seiten, Note: 1,1
1. Theorien zu Führung und Leitung
1.1 Begriffsklärung
1.1.1 Was verstehen wir unter Führung?
1.1.2 Historische Entwicklung von Führungsmodellen
1.2 Grundlagen der Führungsmodelle
1.2.1 Führungsstil nach Max Weber
1.2.2 Führungsstil nach Kurt Lewin
1.2.3 Vom Eigenschaftsmodell (Oswald Neuberger) zum Attributionsmodell der Führung
2. Führungsmodelle im systemischen Kontext
2.1 säkulare Führungsmodelle
2.1.1 Transaktionale und Transformationale Führung (James MacGregor Burns),
2.1.2 Das neue Sangt Gallener Führungsmodell
2.2 Führungsmodell des Benedict von Nursia
2.2.1 Kerngedanken der Regula Benedicti
2.2.1 Hierarchie und Teamgedanke in der Regula Benedicti
2.2.3 Ökonomische Arbeit in spiritueller Haltung
3. Dimensionen und Gestaltungsebenen diakonischer und caritativer Praxis
3.1 Vor welchen Herausforderungen stehen konfessionelle Unternehmen?
3.2 Identität vs. Diversität konfessioneller Unternehmen
3.3. Schwerpunktthemen aus der Praxis
3.3.2 Leitbild
3.3.3 Führung
3.3.4 Entscheidungsmanagement
4. Validierung des St. Gallener Managementmodells auf die christl. Führungskultur
4.1 Umweltsphären
4.2 Anspruchsgruppen
4.2.1 Strategisches Anspruchsgruppenkonzept
4.2.2 Theologisches Anspruchsgruppenkonzept
4.3 Managementebenen als reflexive Gestaltungspraxis
4.3.1 Prozesse (Managementprozesse, Geschäftsprozesse, Unterstützungsprozesse)
4.3.2 Ordnungsmomente (Strategie, Strukturen, Kultur)
4.3.3 Entwicklungsmodi (Erneuerung, Optimierung)
5. Zusammenfassung der Ergebnisse, Fazit der Erkenntnisse
Die Arbeit untersucht, wie diakonische und caritative Unternehmenskulturen als Managementkonzept dienen können, um spirituelle Traditionen durch organisationales Handeln zu verankern und dabei den wachsenden wirtschaftlichen Anforderungen im Personalmarkt zu begegnen.
1.2.1 Führungsstil nach Max Weber
Mit der Frage, warum sich Menschen beherrschen lassen, legte Max Weber (1864–1920) einen Grundstein für zukünftige Führungsmodelle. Sein Modell baut dabei auf drei Grundannahmen von Herrschaft (Machtverhältnissen) auf. Diese wären:
Der rationale Charakter, der Herrschaft auf „dem Glauben an die Legalität gesatzter Ordnungen und des Anweisungsrechts der durch sie zur Ausübung der Herrschaft Berufenen ruhen“ (Max Weber: Drei reine Typen legitimer Herrschaft, o.D.) lässt.
Der traditionale Charakter, der Herrschaft „auf dem Alltagsglauben an die Heiligkeit von jeher geltender Traditionen und die Legitimität der durch sie zur Autorität Berufenen ruhen (traditionale Herrschaft)“ (ebd.) lässt.
Der charismatische Charakter, dessen Herrschaft „auf der außeralltäglichen Hingabe an die Heiligkeit oder die Heldenkraft oder die Vorbildlichkeit einer Person und der durch sie offenbarten oder geschaffenen Ordnungen (charismatische Herrschaft)“ (ebd.) beruht.
1. Theorien zu Führung und Leitung: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Führung aus organisationswissenschaftlicher Sicht und beleuchtet die historische Entwicklung sowie klassische Ansätze wie die Modelle von Weber und Lewin.
2. Führungsmodelle im systemischen Kontext: Hier werden moderne säkulare Ansätze wie das transaktionale und transformationale Führungsmodell sowie das benediktinische Führungsmodell als spiritueller Gegenentwurf gegenübergestellt.
3. Dimensionen und Gestaltungsebenen diakonischer und caritativer Praxis: Das Kapitel widmet sich den praktischen Herausforderungen für konfessionelle Unternehmen, insbesondere der Spannung zwischen Identität und Diversität sowie der Integration von Theologie und Ökonomie.
4. Validierung des St. Gallener Managementmodells auf die christl. Führungskultur: Hier wird geprüft, wie das St. Gallener Managementmodell als reflexives Gerüst zur Gestaltung christlicher Führungskultur in Diakonie und Caritas dienen kann.
5. Zusammenfassung der Ergebnisse, Fazit der Erkenntnisse: Das abschließende Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, theologische Achsen als identitätsstiftende Elemente im Management zu erhalten.
Führung, Leitung, Diakonie, Caritas, Managementtheorien, St. Gallener Managementmodell, Regula Benedicti, Führungskultur, Unternehmenskultur, Personalmarkt, Identität, Diversität, Theologie, Ökonomie, Transformationale Führung
Die Arbeit analysiert, wie kirchliche Unternehmen wie Diakonie und Caritas in einem säkularer werdenden Umfeld ihre christliche Identität bewahren und gleichzeitig professionelle Managementprinzipien anwenden können.
Zentrale Themen sind die Theorie der Personalführung, das Management diakonischer Einrichtungen, die Rolle von Leitbildern sowie die Verknüpfung von spirituellen Werten mit ökonomischen Erfordernissen.
Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit eine diakonische Unternehmenskultur als spezifisches Managementkonzept dienen kann, das spirituelle Traditionen durch organisationales Handeln effektiv verortet.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse und die theoretische Validierung bestehender Managementmodelle (insbesondere des St. Gallener Modells) auf den spezifischen Kontext kirchlicher Organisationen.
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung von Führungsstilen, die Kontrastierung säkularer und benediktinischer Führungsmodelle sowie konkrete Gestaltungsebenen in der Praxis der Wohlfahrtsverbände.
Führung, Unternehmenskultur, Diakonie, Identität, St. Gallener Managementmodell und christliche Führungskultur sind prägende Begriffe.
Im Gegensatz zu rein ökonomischen oder rein hierarchischen Modellen setzt das benediktinische Modell den Menschen als Geschöpf Gottes in den Mittelpunkt und legt Wert auf Dienst, Gemeinschaft und ein transzendentes Ziel.
Da diese Organisationen zu großen Arbeitgebern gewachsen sind, müssen sie einerseits für eine pluralistische Gesellschaft offen bleiben (Diversität) und gleichzeitig ihren ursprünglichen kirchlichen Auftrag (Identität) glaubwürdig kommunizieren.
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