Masterarbeit, 2020
99 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Kreativität
2.1 Modell der vier P
2.1.1 Kreative Person
2.1.2 Kreativer Prozess
2.1.3 Kreatives Produkt
2.1.4 Kreatives Umfeld
2.2 Modell der organisationalen Kreativität
2.3 Einflussfaktoren auf die Kreativität
3 Typologie der Büroraumkonzepte
3.1 Zellenbüros
3.2 Großraumbüro
3.3 Open-Space-Office
4 Digitalisierung
4.1 Digitale Technologien
4.2 Digitaler Arbeitsplatz
5 Digitalisierung als Einflussfaktor auf die Kreativität
6 Arbeitsmotivation
6.1 Intrinsische Motivation
6.2 Extrinsische Motivation
6.3 Messverfahren von Motivation
6.4 Einfluss der Arbeitsmotivation auf die Kreativität
7 Methodisches Vorgehen
7.1 Hypothesen und Fragestellungen
7.2 Untersuchungsdesign
7.3 Beobachtungsstudie
7.3.1 Fragebogenkonstruktion
7.3.2 Versuchsablauf und Teilnehmerrekrutierung
7.4 Online-Befragung
7.4.1 Fragebogenkonstruktion
7.4.2 Datenerhebung und Teilnehmerrekrutierung
7.5 Datenauswertung
7.6 Stichprobe
7.6.1 Stichprobenbeschreibung
8 Ergebnisse
8.1 Deskriptive Statistik
8.2 Hypothesenprüfende Statistik
9 Diskussion
9.1 Kritische Auseinandersetzung der Ergebnisse
9.2 Methodisches Vorgehen und Gütekriterien
10 Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Digitalisierung – insbesondere durch neue Bürokonzepte wie das Open-Space-Office sowie den Einsatz digitaler Technologien – auf die Kreativität von Mitarbeitern in deutschen Unternehmen. Ziel ist es, zu klären, ob das physische und technologische Arbeitsumfeld oder die individuelle Kreativität der Person den entscheidenden Einflussfaktor darstellt, und dabei auch die Rolle der Arbeitsmotivation zu beleuchten.
2.1.2 Kreativer Prozess
Der kreative Prozess zur Ideenfindung und der Verarbeitung kreativer Gedanken, kann in verschiedene Phasen unterteilt werden. Das bekannteste Phasenmodell geht auf Wallas (1926, zitiert nach Funke, 2000, S. 288) zurück. Er unterteilt sie in fünf Phasen, die Vorbereitung, die Inkubation, die Illumination, die Bewertung und die Ausarbeitung. Für die Vorbereitung muss das Problem im ersten Schritt identifiziert werden. Um eine Lösung für das Problem zu erarbeiten, muss die Person sich mit dem Thema und dem Sachgebiet des Problems intensiv auseinandersetzen und es analysieren. Ohne das entsprechende Wissen und der dazugehörigen Literatur kann keine neue Idee entstehen. Bei der Inkubation werden die gesammelten Informationen zu dem entsprechenden Fachgebiet und der Idee in Relation gesetzt. Um eine sinnvolle Idee hervorzubringen, ist es ratsam den Überlegungen sowie Gedanken eine aktive Pause zu geben. In der Inkubationsphase arbeitet das Gehirn selbstständig weiter. Nach der Vorbereitung und der Inkubationsphase beschreibt die Illumination das Bewusstwerden und den plötzlichen Einfall einer Idee, wie „aus heiterem Himmel“. Die Idee ist noch sehr schemenhaft und die Person hat eine vage Vorstellung von der Lösung. Die Beurteilung und Einschätzung, ob die kreative Idee wirklich nützlich ist, wird durch die Bewertungsphase beschrieben. Die Entscheidung, ob eine Idee in der Realität wirklich Bestand halten wird, kann durch Richtlinien und Werte beurteilt werden. Ein wichtiger Anteil, ob eine Idee umgesetzt wird, ist auch die fünfte Phase, die Ausarbeitung. Die Person schreibt ein Konzept zu ihrer Idee, welche eine Beurteilung standhalten muss (Funke, 2000).
1 Einleitung: Stellt das Thema Digitalisierung als Megatrend vor und leitet zur Forschungsfrage über, ob Bürokonzepte und neue Technologien die Kreativität der Mitarbeiter beeinflussen können.
2 Kreativität: Definiert den Begriff Kreativität anhand verschiedener Modelle, insbesondere dem Modell der vier P (Person, Prozess, Produkt, Umfeld), und beleuchtet Einflussfaktoren sowie die Bedeutung des kreativen Umfelds.
3 Typologie der Büroraumkonzepte: Erläutert verschiedene Büroformen wie Zellen-, Großraum- und Open-Space-Offices und diskutiert deren Vor- und Nachteile hinsichtlich Kommunikation, Konzentration und Zufriedenheit.
4 Digitalisierung: Analysiert den Wandel der Arbeitswelt durch digitale Technologien und die Anforderungen an einen digitalen Arbeitsplatz der Zukunft.
5 Digitalisierung als Einflussfaktor auf die Kreativität: Verknüpft die vorherigen Kapitel und diskutiert den aktuellen Forschungsstand dazu, ob und wie Digitalisierung und Bürogestaltung die Kreativität tatsächlich steuern können.
6 Arbeitsmotivation: Differenziert zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation, stellt Messverfahren wie das Motivation Source Inventory vor und diskutiert deren Relevanz für kreatives Verhalten.
7 Methodisches Vorgehen: Beschreibt das Forschungsdesign, inklusive der Beobachtungsstudie in einem Wirtschaftsunternehmen und der ergänzenden Online-Befragung zur empirischen Hypothesenprüfung.
8 Ergebnisse: Präsentiert die statistische Auswertung der Daten aus der Beobachtungsstudie und der Online-Umfrage, wobei die Hypothesen deskriptiv und mittels Varianzanalysen geprüft werden.
9 Diskussion: Reflektiert die Ergebnisse kritisch, hinterfragt die methodischen Annahmen und setzt die Befunde in den Kontext der bestehenden Literatur.
10 Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass primär die Person und weniger das Umfeld den entscheidenden Faktor für kreative Leistungen darstellt.
Digitalisierung, Kreativität, Open-Space-Office, Arbeitsmotivation, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, digitale Technologien, Bürokonzepte, Innovationsmanagement, kreative Person, kreatives Umfeld, Beobachtungsstudie, Arbeitsplatzgestaltung, Innovationsprozess, Mitarbeiterzufriedenheit.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der fortschreitenden Digitalisierung, konkret der Bürogestaltung (Büroraumkonzepte) und der technischen Ausstattung, auf die kreative Leistung von Mitarbeitern.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition und Messung von Kreativität, die Typologie von Büroräumen, verschiedene Aspekte der Digitalisierung sowie die Bedeutung von Arbeitsmotivation für kreative Prozesse.
Das primäre Ziel ist zu klären, ob äußere Faktoren wie Bürokonzepte oder digitale Hilfsmittel die Kreativität steigern oder ob die individuelle Veranlagung der "kreativen Person" der entscheidende Faktor ist.
Es wird ein quantitativer Ansatz verfolgt, bestehend aus einer Beobachtungsstudie mit 30 Probanden unter verschiedenen Raumbedingungen und einer breit angelegten Online-Befragung mit 182 Teilnehmern.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bereich zur Kreativitäts-, Büro- und Motivationsforschung sowie einen empirischen Teil, in dem die aufgestellten Hypothesen statistisch geprüft und diskutiert werden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Digitalisierung, Kreativität, Open-Space-Office, Arbeitsmotivation, Innovationsmanagement und Arbeitsplatzgestaltung charakterisiert.
Die empirischen Ergebnisse dieser Studie konnten keinen signifikanten positiven Einfluss des Open-Space-Office auf die Kreativität belegen, was den Erwartungen aus der Literatur teilweise widerspricht.
Die Studie konnte keinen direkten Einfluss der neuen digitalen Technologien auf die extrinsische Arbeitsmotivation der befragten Teilnehmer nachweisen.
Ein zentrales Ergebnis ist, dass die individuelle Veranlagung der Person einen signifikant größeren Einfluss auf die Kreativität hat als die Gestaltung des physischen Umfelds oder der Zugriff auf digitale Tools.
Die Analyse zeigt, dass intrinsische Motivation zwar einen Zusammenhang mit Kreativität aufweist, jedoch kein signifikanter Unterschied in der Wirksamkeit zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation festgestellt werden konnte.
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