Fachbuch, 2001
94 Seiten
Vorwort
Ein Tier, das nie gelebt hat / Seite 9
Es war nicht die Spur von Noahs Raben
Kuriose Irrtümer in der Geschichte der Paläontologie / Seite 11
Es war nie lebendig zu fangen
Die Mär vom sagenhaften Einhorn / Seite 27
Einhörner in Sagen und Mythos
Seite 71
Der Autor
Seite 91
Das vorliegende Werk untersucht die kulturhistorische Entstehung der Legende des Einhorns. Ziel ist es, die wissenschaftlichen Irrtümer und die phantastische Rezeption dieses Fabelwesens aufzuzeigen und das Einhorn als eine durch menschliche Phantasie und Fehlinterpretation von Fossilien erschaffene Kreatur zu demaskieren.
Es war nicht die Spur von Noahs Raben
Die Geschichte der Paläontologie, der Lehre vom Leben in der Urzeit, ist voller skurriler Irrtümer. Lange wollte niemand glauben, dass die Reste von prähistorischen Pflanzen und Tieren viele Millionen Jahre alt sind. Es vergingen etliche Jahrhunderte, bevor allerlei merkwürdige Erklärungen über die Entstehung von Fossilien als Unsinn erkannt wurden.
Eine der frühesten Fehldeutungen von Fossilien unterlief dem griechischen Philosophen Aristoteles im 4. Jahrhundert v. Chr. Er verkannte solche Urzeitfunde als „Figurensteine“, die durch schöpferische Kräfte im „Urschlamm“ entstanden seien.
Anhänger der Sintfluttheorie betrachteten im 17. Jahrhundert die Versteinerungen als bei dieser biblischen Naturkatastrophe ertrunkene Lebewesen. Der Rechtsprofessor Philipp Ernst Bertram (1726–1777) aus Halle/Saale meinte 1766, Gott habe Fossilien in den Boden gelegt – womöglich, um diejenigen zu prüfen, die an der göttlichen Schöpfung zweifelten. Und der Breslauer Mineraloge Karl Georg von Raumer (1783–1865) war 1819 felsenfest davon überzeugt, dass Fossilien verunglückte Probeschöpfungen der Natur seien.
Vorwort: Ein Tier, das nie gelebt hat: Das Einhorn wird als legendäres Fabelwesen eingeführt, dessen Horn einst als Wunderheilmittel galt, obwohl das Tier selbst nie existierte.
Es war nicht die Spur von Noahs Raben: Dieses Kapitel widmet sich den kuriosen wissenschaftlichen Fehlern der frühen Paläontologie, bei denen Fossilien als "Figurensteine" oder Überreste der Sintflut fehlgedeutet wurden.
Es war nie lebendig zu fangen: Hier wird die Entwicklung der Einhorn-Mär beleuchtet und dargelegt, wie reale Tiere wie das Nashorn oder der Narwal zu Mythen umgedeutet wurden.
Einhörner in Sagen und Mythos: Eine Übersicht über verschiedene Einhorn-Varianten in den Legenden unterschiedlicher Völker, von Bukephalos bis zum chinesischen Qilin.
Der Autor: Biographische Informationen zu Ernst Probst und seinem Wirken als Wissenschaftsjournalist und Autor.
Einhorn, Paläontologie, Fossilien, Mythologie, Mammut, Narwal, Sintflut, Fabelwesen, Kulturgeschichte, Qilin, Bukephalos, Aberglaube, Wissenschaftsgeschichte, Evolutionslehre, Zoologie.
Das Buch analysiert die Ursprünge und die Verbreitung des Einhorn-Mythos aus einer kritischen, naturwissenschaftlichen und kulturgeschichtlichen Perspektive.
Die Themen umfassen die Geschichte der Paläontologie, die Fehlinterpretation von Knochenfunden sowie die symbolische Bedeutung des Einhorns in Kunst, Religion und Literatur.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie aus der Fehlinterpretation von Fossilien – insbesondere von Mammutknochen und Narwalstoßzähnen – ein über Jahrtausende existierendes Fabelwesen entstehen konnte.
Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, indem er Quellen aus der Paläontologie, der Kunstgeschichte und der Mythologie vergleicht, um den Entstehungsprozess des Einhorn-Glaubens nachzuvollziehen.
Im Hauptteil steht die Entlarvung des Einhorns als Phantasieprodukt sowie die Dokumentation der verschiedenen "Einhorn-Funde" und deren reale Identifizierung als Tierknochen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Einhorn-Mythos, Irrtümer der Paläontologie, Fossiliendeutung und interkulturelle Symbolforschung charakterisieren.
Das "Einhorn von Quedlinburg" war ein spektakulärer Fund aus dem 17. Jahrhundert, der aus Mammutknochen falsch rekonstruiert wurde und für lange Zeit den Glauben an Einhörner in Deutschland befeuerte.
Narwalstoßzähne wurden als die "echten" Hörner von Einhörnern gehandelt, was dem Handel mit diesen Objekten als Wunderarznei im Mittelalter eine ökonomische Basis gab.
Das Qilin wird als "chinesisches Einhorn" vorgestellt, das eine völlig andere symbolische Bedeutung besitzt als das westliche Einhorn und als Glücksbringer für weise Regierungen steht.
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