Masterarbeit, 2018
90 Seiten, Note: 1,3
1. Potenziale des Musiklernens durch Gruppenimprovisation
1.1 Einfluss auf außermusikalische Entwicklungsprozesse
1.2 Einfluss auf musikalische Lernprozesse
2. Instrumentale Gruppenimprovisation im Kontext des Musikunterrichts
2.1 Ziele der instrumentalen Gruppenimprovisation im Musikunterricht
2.2 Exkurs: Inhalte für metrisch-tonal gebundene Gruppenimprovisationen
2.3 Methodische Herausforderungen
3. Auswahl von Konzepten zur Vorbereitung und Durchführung von metrisch-tonal gebundenen Gruppenimprovisationsprozessen im Musikunterricht
3.1 Improvisationsübungen von Wolfgang Wünsch
3.1.1 Ziele
3.1.2 Inhalte
3.1.3 Methodisches Vorgehen
3.2 Musiklernen durch Gruppenimprovisation im Kontext der Music Learning Theory von E.E.Gordon
3.2.1 Improvisation im Kontext der Music Learning Theory von E.E.Gordon
3.2.2 Developing Musicianship through Improvisation als Beispiel für instrumentale Gruppenimprovisation im Kontext der Music Learning Theory
3.2.2.1 Ziele
3.2.2.2 Inhalte
3.2.2.3 Methodisches Vorgehen
4. Vergleich der Improvisationsübungen von W. Wünsch mit den Improvisationsaktivitäten im Kontext der Music Learning Theory von E.E. Gordon anhand ihrer Potenziale für die praktische Anwendung im Musikunterricht
4.1 Ziele
4.2 Voraussetzungen
4.3 Inhaltlicher Aufbau
4.4 Unterrichtsmethoden
4.5 Interaktion
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das pädagogische Potenzial von instrumentaler Gruppenimprovisation im Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen. Ziel ist es, methodische Konzepte zu analysieren, die sowohl die musikalische als auch die soziale Interaktion der Lernenden fördern, und dabei metrisch-tonal gebundene Improvisationsformen in den Fokus zu rücken.
1.1 Einfluss auf außermusikalische Entwicklungsprozesse
Grundsätzlich erscheint (vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung für den allgemeinbildenden Musikunterricht) eine Trennung der Lernziele von Gruppenimprovisationen in musikalische und nichtmusikalische Kompetenzen wenig praxisnah. Dies hängt damit zusammen, dass hier neben speziell fachlichen Kompetenzen auch allgemeine Bildungs- und Erziehungsziele berührt werden. So heißt es z.B. im allgemeinen Vorwort des sächsischen Lehrplans: „Das Gymnasium bereitet junge Menschen darauf vor, selbstbestimmt zu leben, sich selbst zu verwirklichen und in sozialer Verantwortung zu handeln“ (Sächsisches Staatsministerium für Kultus 2004 S.VIII).
In den Zielen und Aufgaben des Faches Musik werden z.B. „Kreativität, Spontanität, Wahrnehmungsfähigkeiten, differenzierte Kommunikationskompetenzen“ (ebd., S.2.) erwähnt. Darüber hinaus lässt sich nicht leugnen, dass im Musikunterricht gerade der sozialen Interaktion eine viel größere Rolle zukommt als in anderen Fächern. Gagel (2010) bezeichnet Improvisation daher nicht umsonst als „soziale Kunst“ und erwähnt sogar einen „Paradigmenwechsel in der Musik und der Gesellschaft weg von rein könnensbezogenen (und damit fachbezogenen) zu seinsbezogenen (und damit auf soziale Beziehung und Handlung bezogenen) Tätigkeiten“ (Gagel 2010, S.197). In diesem Zusammenhang darf die Kategorisierung „außermusikalisch“ nicht als „außerhalb des Musikunterrichts erwerbbar“ missverstanden werden. Sie stellt lediglich eine Unterteilung in fachspezifische und in persönlichkeitsbildende Ziele im Rahmen von Musikunterricht dar.
1. Potenziale des Musiklernens durch Gruppenimprovisation: Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung der Gruppenimprovisation für die Persönlichkeitsentfaltung und untersucht sowohl außermusikalische als auch musikalische Lernprozesse.
2. Instrumentale Gruppenimprovisation im Kontext des Musikunterrichts: Hier wird der Fokus auf metrisch-tonal gebundene Improvisationen innerhalb des schulischen Musikunterrichts gelegt und es werden didaktische sowie methodische Herausforderungen diskutiert.
3. Auswahl von Konzepten zur Vorbereitung und Durchführung von metrisch-tonal gebundenen Gruppenimprovisationsprozessen im Musikunterricht: Dieses Kapitel stellt detailliert die Improvisationsübungen von Wolfgang Wünsch sowie die Ansätze der Music Learning Theory von E.E. Gordon vor.
4. Vergleich der Improvisationsübungen von W. Wünsch mit den Improvisationsaktivitäten im Kontext der Music Learning Theory von E.E. Gordon anhand ihrer Potenziale für die praktische Anwendung im Musikunterricht: Hier erfolgt eine kritische Gegenüberstellung beider Konzepte hinsichtlich ihrer Ziele, Voraussetzungen, ihres Aufbaus, ihrer Lehrmethoden und der Interaktionsformen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Potenzial der untersuchten Konzepte für die schulische Praxis.
Gruppenimprovisation, Musikunterricht, Instrumentalspiel, Music Learning Theory, Wolfgang Wünsch, Audiation, Sozialkompetenz, Kreativität, Improvisationskonzepte, Klassenmusizieren, Pädagogik, Metrisch-tonal gebunden, Unterrichtsmethodik, Persönlichkeitsentwicklung, Musikdidaktik
Die Arbeit untersucht das Potenzial von metrisch-tonal gebundener instrumentaler Gruppenimprovisation für den Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen.
Die Themenfelder umfassen die musikpädagogische Bedeutung von Improvisation, die methodische Umsetzung in Großgruppen sowie einen Vergleich zweier spezifischer Konzepte.
Die Forschungsfrage lautet, welches Potenzial metrisch-tonal gebundene Gruppenimprovisationsprozesse auf Instrumenten bieten und welche Konzepte sich für den schulischen Musikunterricht dafür eignen.
Die Arbeit basiert auf der Auswertung wissenschaftlicher Beiträge, praxisorientierter Materialsammlungen und der Analyse von Unterrichtswerken.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen erläutert, gefolgt von einer detaillierten Vorstellung der Konzepte von Wolfgang Wünsch und der Music Learning Theory, die anschließend in einem Vergleich gegenübergestellt werden.
Gruppenimprovisation, Musikunterricht, Audiation, Klassenmusizieren und Musikdidaktik.
Während der Ansatz von Wünsch stark aus der waldorfpädagogischen Praxis und einem eher intuitiven Verständnis entspringt, basiert die MLT auf einem umfassenden, stufenweisen Theoriewerk und der expliziten Schulung der "Audiation".
Die Herausforderungen liegen in der Heterogenität der Lernenden, den organisatorischen Rahmenbedingungen sowie dem hohen Bedarf an Vorbereitung und methodischer Lenkung durch die Lehrkraft.
Die Audiation, also das innere Hören und Verstehen von Musik, ist laut Gordon die unverzichtbare Grundlage für jegliches kompetente Improvisieren und Musizieren.
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