Masterarbeit, 2019
48 Seiten, Note: 1,0
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1. Einleitung
2. Der Mensch im Naturzustand
2.1 Das Hobbessche Menschenbild
2.1.1 Die Konkurrenz
2.1.2 Das Misstrauen
2.1.3 Die Ruhmsucht
2.2. Das Lockesche Menschenbild
3. Der Begriff des Rechts
3.1 Der Begriff des Rechts bei Hobbes
3.2. Die natürlichen Gesetze bei Hobbes
3.3 Der Begriff des Rechts bei Locke
3.3.1. Der Begriff der Strafe und der Sanktion bei Locke
4. Der Kriegszustand
5. Das Eigentum
5.1. Vergleichende Diskussion des Eigentums bei Hobbes
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Naturzustandskonzeptionen von Thomas Hobbes und John Locke fundiert zu vergleichen, um die Motive und gedanklichen Ursprünge ihrer jeweiligen Auffassungen herauszuarbeiten und die wesentlichen Unterschiede in Bezug auf das Menschenbild, den Rechtsbegriff sowie das Eigentum präzise aufzuzeigen.
2.1 Das Hobbessche Menschenbild
Die Schilderung des Wesens des Menschen beginnt bei Hobbes mit einer Darstellung seiner Gleichheit, sowohl im Körper als auch im Geiste. Dies mag beim ersten Hören kontraintuitiv klingen, ist doch die Unterschiedlichkeit menschlicher Körper und deren Begabungen in Stärke, Ausdauer und Größe jedem ersichtlich. Zudem verteilen weitere Aspekte wie das Alter und die Gesundheit die Menschen breit auf dem Spektrum der körperlichen Verschiedenheit. Jedoch muss man sich hier vor Augen führen, unter welchem Gesichtspunkt und zu welchem Zweck Hobbes die Menschen für gleich hält, nämlich in der Fähigkeit einen anderen zu töten. Laut Hobbes besteht nämlich keinerlei Vor- oder Nachteil in der körperlichen Beschaffenheit eines Einzelnen, sollte dieser dem Leben eines anderen nachstellen.
Und erneut finden wir uns vor einer scheinbar kontraintuitiven Aussage wieder – lehrt uns doch Darwin, dass die Fitness eines Individuums es dazu befähigt, sich gegen seine Kontrahenten durchzusetzen. Der stärkere Wolf gewinnt gegen den schwächeren, und kann sich somit als Alpha-Männchen des Rudels behaupten, sowie der stärkere, größere und ausdauernde Mensch gegen den schwächeren gewinnt, sollte es zu einem Kampf kommen. Jedoch sieht Hobbes im Menschen nicht nur zwei Wölfe, die das Rudel leiten wollen, sondern zudem auch ein heimtückisches Wesen. „Denn was die Körperstärke betrifft, so ist der Schwächste stark genug, den Stärksten zu töten – entweder durch Hinterlist oder durch ein Bündnis mit anderen, die sich in der derselben Gefahr wie er selbst befinden.“
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Vertragstheorien von Hobbes und Locke ein und definiert den Vergleich des Naturzustands als zentralen Untersuchungsgegenstand der Arbeit.
2. Der Mensch im Naturzustand: Dieses Kapitel erörtert die anthropologischen Grundlagen bei Hobbes und Locke, wobei insbesondere die Gleichheit der Individuen und deren Motivationen beleuchtet werden.
3. Der Begriff des Rechts: Hier wird der Rechtsbegriff bei Hobbes und Locke kontrastiert, mit Fokus auf natürliche Gesetze und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Handlungsfreiheit.
4. Der Kriegszustand: Das Kapitel analysiert die verschiedenen Auffassungen von Kriegszustand und Naturzustand sowie deren fließende oder strikte Trennung bei den beiden Philosophen.
5. Das Eigentum: Diese Sektion untersucht die Entstehung und Bedeutung von Eigentum im Naturzustand, insbesondere wie Arbeit und das göttliche Gesetz bei Locke den Besitz legitimieren.
6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Parallelen und Unterschiede zusammen, indem es die divergierenden Lösungsansätze für die Herausforderungen des Naturzustandes durch die Gründung eines Staates gegenüberstellt.
Naturzustand, Thomas Hobbes, John Locke, Kontraktualismus, Vertragstheorie, Selbsterhaltung, Vernunft, Eigentum, Kriegszustand, Rechtsbegriff, Leviathan, Menschenbild, Souverän, Naturrecht, Gesellschaftsvertrag.
Die Arbeit vergleicht die Theorien über den Naturzustand bei Thomas Hobbes und John Locke, um die Unterschiede in ihren politischen Philosophien zu verdeutlichen.
Die zentralen Felder umfassen das jeweilige Menschenbild, das Verständnis von natürlichen Rechten und Gesetzen, das Eigentum und die Auslegung des Kriegszustands.
Ziel ist es, die Motive für die Naturzustandsauffassungen herauszuarbeiten und zu zeigen, warum beide Philosophen trotz gemeinsamer Basis zu unterschiedlichen politischen Schlussfolgerungen kommen.
Es handelt sich um eine textanalytische und komparative Untersuchung der Hauptwerke „Leviathan“ und „Zweite Abhandlung über die Regierung“ unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Menschenbilder, des Rechtsbegriffs, des Kriegszustands sowie der Eigentumstheorie im Vergleich der beiden Denker.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Naturzustand, Vertragstheorie, Selbsterhaltung, Eigentum und Rechtsbegriff charakterisieren.
Bei Locke ist Eigentum ein natürliches Recht, das durch Arbeit an der Schöpfung Gottes entsteht; bei Hobbes hingegen gibt es im Naturzustand kein Eigentum, da ohne Staatsmacht kein „mein“ existieren kann.
Weil Locke dem Menschen bereits im Naturzustand ein durch Vernunft erkennbares, verpflichtendes natürliches Gesetz zuschreibt, das auf die Erhaltung der Schöpfung und nicht nur auf Selbsterhaltung zielt.
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