Diplomarbeit, 2000
160 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Vorgehensweise
3 Die Volksrepublik China
3.1 Allgemeine Daten
3.2 Die kulturelle Entwicklung der VR China
3.3 Das politische System der VR China
3.4 Die Wirtschaftspolitik der VR China
3.5 Binnenwirtschaftliche Entwicklung
3.6 Außenwirtschaftliche Entwicklung
4 Gesetzliche Regelungen für den Wirtschaftsstandort VR China
4.1 Die VR China als Operationsgebiet für ausländische Investoren
4.2 Steuerliche Regelungen in der VR China – Steuerverwaltung
4.3 Zollbestimmungen
4.2 Das Rechnungslegungsgesetz der VR China
4.3 Rechnungslegungsvorschriften der VR China für Unternehmen mit ausländischen Kapital
4.4 Rechnungslegungsstandards für Unternehmen
4.5 Industriekontenrahmen und Buchhaltungsberichte von Industrieunterneh men mit ausländischem Kapital
4.6 Finanzverwaltungsregeln
4.7 Das Unternehmensgesetz der VR China
5 Rechnungslegung in der VR China
5.1 Regelungen zur Rechnungslegung der VR China für Unternehmen mit aus-ländischem Kapital
5.2 Bilanzierungsperiode/Rechnungsjahr
5.3 Aufbewahrungsfristen
5.4 Gliederung der chinesischen Bilanz
5.5 Zulässige Transaktionen
5.6 Abschreibungen
5.7 Einnahmen & Ausgaben
5.8 Kosten & Ausgaben
5.9 Aufwand
5.10 Investitionsaufwendungen versus Aufwendungen zum Erreichen der Umsatzerlöse
5.11 Transaktionen in Fremdwährungen/Devisentransaktionen
5.12 Umsatz, Gewinn und Gewinnverwendung
5.13 Bücher und Dokumente der Rechnungslegung
5.14 Bilanz und Bilanzbericht
5.15 Rechnungsprüfung
6 Das Praxisunternehmen
6.1 Einordnung der Unternehmensstruktur in das chinesische Rechtssystem
6.2 IKEA in der VR China
6.3 Rechnungslegung bei IKEA China
6.4 Bilanzierung auf der Grundlage der Accounting Standards for Foreign Investment Enterprises
6.5 Bilanzierung auf der Grundlage des Financial Manual
7 Rechnungslegungssysteme im Vergleich (Jahresabschlußanalyse)
7.1 Bestandteile des Jahresabschlusses auf der Basis verschiedener Rechnungslegungssysteme
7.2 Vergleich einzelner Bilanzpositionen nach unterschiedlichen Rechnungslegungsgesichtspunkten
8 Der kulturelle Einfluss auf die Rechnungslegung in der VR China
8.1 Allgemeine Herleitung und Betrachtungsansätze
8.2 Fünftausend Jahre chinesische Geschichte
8.3 China auf dem Weg zur sozialistischen Großmacht
8.4 China nach dem Tode Maos
8.5 China heute
8.6 Die Rechnungslegung in der VR China und ihr Entwicklungsprozess
9 Zusammenfassung
10 Fazit
11 Adressen
12 Literatur
12.1 Quellen im Internet
12.2 Literaturquellen
13 Anhang
Anlage 1: Formblatt - Bilanz der chinesischen Rechnungslegung
Die Arbeit untersucht den Einfluss kultureller und historischer Faktoren auf die Wirtschaft und insbesondere auf die Rechnungslegung in der Volksrepublik China. Ziel ist es, ausländische Investoren über die komplexen gesetzlichen Rahmenbedingungen, die spezifischen Anforderungen an die Rechnungslegung für Unternehmen mit ausländischem Kapital sowie die praktischen Herausforderungen bei der Erstellung von Jahresabschlüssen unter Berücksichtigung kultureller Einflüsse zu informieren.
3.3 Das politische System der VR China
Die VR China wurde am 01. Oktober 1949 durch die Kommunistische Partei Chinas ins Leben gerufen. Das Staats- und Regierungssystem ist geprägt vom Einparteiensystem und den personellen Verflechtungen von Partei und Staat. Die Organisationsstrukturen entsprachen den Strukturen der ehemaligen Sowjetunion (siehe Anhang).
Durch die Wahl Zhu Rongjis zum Ministerpräsidenten im März 1998 wurde der Weg für eine durchgreifende Reform des Staatsapparates der VR China geebnet. Einer der ersten Schritte war die Verringerung der 41 Staatsministerien und Kommissionen auf nun 29 und die Bündelung der Kernbereiche Wissenschaft, Technologie & Rüstung, Informationswesen, Arbeit & Soziales, Landwirtschaft & Bodenschätze in vier große Ministerien. Die Ministerien für Kohle, Energie, Maschinenbau, Metallurgie, Binnenwirtschaft & Chemische Industrie sowie die Wirtschaftsräte (National Councils) für die Leicht- & Textilindustrie wurden aufgelöst und unter der Staatskommission für Handel und Wirtschaft zusammengefasst. Hauptsächliches Ziel der Kommission ist der Abbau der engen Verflechtungen zwischen Staat und Wirtschaft.
1 Einleitung: Beschreibt das enorme Marktpotenzial der VR China und unterstreicht die Wichtigkeit, kulturelle sowie gesetzliche Besonderheiten bei Investitionen zu berücksichtigen.
2 Vorgehensweise: Erläutert den methodischen Aufbau der Arbeit, von der historischen Analyse über die gesetzlichen Grundlagen bis hin zur praxisorientierten Fallstudie.
3 Die Volksrepublik China: Bietet einen Überblick über allgemeine Daten, das politische System, die Wirtschaftspolitik sowie die binnen- und außenwirtschaftliche Entwicklung des Landes.
4 Gesetzliche Regelungen für den Wirtschaftsstandort VR China: Detaillierte Darstellung der Unternehmensformen, steuerlicher Regelungen und der relevanten Gesetze zur Rechnungslegung.
5 Rechnungslegung in der VR China: Erläutert spezifische Vorschriften, Bilanzierungsregeln, Aufbewahrungsfristen und die Struktur des chinesischen Bilanzschemas.
6 Das Praxisunternehmen: Analysiert die Rechnungslegungspraxis von IKEA in der VR China unter Berücksichtigung von sowohl chinesischen Standards als auch internen IKEA-Regelungen.
7 Rechnungslegungssysteme im Vergleich (Jahresabschlußanalyse): Vergleicht die chinesischen Rechnungslegungssysteme mit internationalen Standards wie HGB, US-GAAP und IAS.
8 Der kulturelle Einfluss auf die Rechnungslegung in der VR China: Untersucht die historischen und psychologischen Wurzeln chinesischen Denkens und deren Auswirkungen auf die moderne Wirtschaftsgesetzgebung.
9 Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse über den schwierigen, aber fortschreitenden Prozess der Integration internationaler Rechnungslegungsstandards zusammen.
10 Fazit: Resümiert die Komplexität des Themas und weist auf die Notwendigkeit weiterführender Forschung hin.
VR China, Rechnungslegung, Jahresabschluss, Investitionen, Joint Venture, Handelsrecht, Steuerverwaltung, Bilanzierung, Unternehmenskultur, Reformpolitik, Wirtschaftspolitik, IKEA, Accounting Standards, Volksrepublik, Gesetzgebung.
Die Arbeit analysiert den Einfluss der chinesischen Kultur und Geschichte auf die Entwicklung des Wirtschaftssystems und der Rechnungslegung in der Volksrepublik China.
Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung Chinas, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für ausländische Investoren, die speziellen Rechnungslegungsvorschriften für Joint Ventures sowie einen Vergleich der Rechnungslegungssysteme mit internationalen Standards.
Das Ziel ist es, ausländischen Investoren ein tieferes Verständnis für die Komplexität und die Besonderheiten der chinesischen Rechnungslegung zu vermitteln, um den Markteintritt und die operative Tätigkeit zu erleichtern.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zur historischen und gesetzlichen Einordnung sowie eine praxisbezogene Fallstudie am Beispiel von IKEA in Beijing, um die Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften zu veranschaulichen.
Der Hauptteil behandelt detailliert die verschiedenen Investitionsformen (wie Equity Joint Ventures), das Rechnungslegungsgesetz, die Finanzverwaltungsregeln und vergleicht diese mit HGB, US-GAAP und IAS.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind VR China, Rechnungslegung, Joint Venture, Wirtschaftspolitik, Bilanzierung, Steuerrecht und Unternehmenskultur.
IKEA dient als Praxisbeispiel, da das Unternehmen als weltweit operierender Möbeleinzelhändler mit zwei Häusern in China aktiv ist und parallel sowohl nach internen IKEA-Standards als auch nach den chinesischen gesetzlichen Anforderungen bilanziert.
Die historische Philosophie, in der traditionell zwischen „Gerechtigkeit“ (Yi) und „Gewinn“ (Li) unterschieden wurde, hat über Jahrhunderte hinweg eine eher skeptische Haltung gegenüber profitorientierter Buchführung geprägt, was die langsame Akzeptanz moderner internationaler Rechnungslegungsstandards erklärt.
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