Fachbuch, 2021
109 Seiten
1 EINLEITUNG
1.1 Ausganspunkt
1.2 Stress – was ist das eigentlich?
1.3 Stressorformen
1.4 Kinder- und Jugendalter
1.5 Stressentstehung
1.6 Ursachen von kindlichem Stress
1.7 Gesundheitsförderliche Maßnahmen
1.8 Notwendigkeit einer multimodalen Maßnahme
1.9 Fragestellungen und Hypothesen
2 METHODE
2.1 Die Stichprobe
2.2 Versuchsaufbau und Zielsetzung
2.3 Messinstrument
2.4 Durchführung der Datenerhebung
2.5 Auswertung der Daten
2.6 Gütekriterien
3 ERGEBNISSE
3.1 Physische und psychische Stresssymptomatik
3.2 Stressbewältigungsstrategien
3.3 Bewertung der Klassenlehrer*innen
4 DISKUSSION
4.2 Kritische Betrachtung der Studie
4.3 Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Belastungen von Kindern in der Volksschulstufe (1.-4. Schulstufe) zu untersuchen und zu erforschen, inwiefern sie von einer gezielten Förderung durch Stressbewältigungstrainings im Unterricht profitieren können, um langfristig besser mit Alltagssituationen und Übergangsphasen umgehen zu können.
1.2 Stress – was ist das eigentlich?
Der Begriff Stress stammt aus dem Englischen und bedeutet in seiner ursprünglichen Form das Testen von Metallen und Glas auf deren Belastbarkeit. Der österreichisch-kanadische Arzt und Biochemiker Hans Selye (1907 – 1982) führte erstmals in den 1940er Jahren den Stressbegriff in der Medizin ein. Bezeichnet werden damit ganz allgemein die Auswirkungen von Belastungen auf lebende Körper. Er machte bereits frühzeitig darauf aufmerksam, dass Stress unser Immunsystem schwächt und verschiedene Krankheiten auslösen kann. Der Begriff ist die verkürzte Form von „distress“ und leitet sich von dem lateinischen „distringere“ ab, was „einengen“ bedeutet. Unterschieden werden dabei der positive „Eustress“, der Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit fördert und der negative „Distress“, welcher zu chronischer Anspannung im Körper und zu dauerhaft erhöhter Ausschüttung von Adrenalin und anderen Hormonen führt (vgl. Gatterburg, 2011). Dauern körperliche und seelische Belastungen über einen längeren Zeitraum an, stellen sie für unseren Organismus ernsthafte Bedrohungen dar. Heute besteht kein Zweifel, dass Stress zu den zentralsten gesundheitlichen Risikofaktoren in unserer Gesellschaft zählt (vgl. Kaluza, 2018). Angela Gatterburg (2011) schreibt, dass Stress als Geisel der Industrienationen gilt.
Der Begriff „Stress“ wird sowohl umgangssprachlich als auch wissenschaftlich divergierend verwendet. In der wissenschaftlichen Literatur lässt sich keine eindeutige und allgemein gültige Begriffsbestimmung zu Stress finden. Es gibt diverse Theorien, Modelle und unterschiedliche Möglichkeiten, Stress zu definieren und zu verstehen. Steinmann (2005) beschreibt den Begriff Stress als Phänomen, das die komplexen Zusammenhänge und das vielfältige Wechselspiel zwischen Körper, Psyche, Umfeld und Umwelt offenbart. Je nach Fachrichtung (Biologie, Medizin, Psychologie, Soziologie) beschreibt Stress Faktoren oder Quellen des Stresses, die Gesamtheit der inneren Reaktion des Körpers, die Verhaltensreaktion der Person in Bezug auf die Belastung oder die Stressfolgen (vgl. Steinmann, 2005).
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel definiert den Stressbegriff, erläutert Stressmodelle (Selye, Lazarus, Hobfoll), beschreibt Stressoren im Kindesalter sowie die Notwendigkeit von Präventionsprogrammen im schulischen Kontext.
2 METHODE: Dieser Abschnitt beschreibt das Studiendesign, die Stichprobe von 70 Volksschulkindern, die verwendeten Messinstrumente (SSKJ 3-8, SVF-KJ) sowie die Durchführung des Anti-Stress-Trainings und die Auswertung der Daten.
3 ERGEBNISSE: Hier werden die Resultate der Pre- und Post-Tests präsentiert, die eine signifikante Verringerung der Stresssymptomatik und eine Verbesserung der Stressbewältigungskompetenz durch die Intervention belegen.
4 DISKUSSION: Das letzte Kapitel interpretiert die Ergebnisse, reflektiert die Stärken und Schwächen der Studie, diskutiert geschlechts- und altersbedingte Effekte und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der Stressprävention in der Volksschule.
Stress, Stressbewältigung, Coping, Kinder, Volksschule, Anti-Stress-Training, Stresssymptomatik, Stressprävention, Selbstwirksamkeit, Stressmodelle, Stressor, Stressreaktion, Schulsetting, Intervention, Kindesalter.
Die Arbeit untersucht, wie sich gezielte Förderung durch ein "Anti-Stress-Training" auf das Stressverhalten und die Copingfähigkeiten von Volksschulkindern auswirkt.
Die Themen umfassen die Definition von Stress, die Belastungssituationen im Volksschulalter, verschiedene Stressbewältigungsstrategien und die psychischen sowie physischen Auswirkungen von Stress.
Das primäre Ziel ist es zu erforschen, ob durch ein strukturiertes Training die Stressverarbeitungskompetenz von Kindern im Alter von 6 bis 11 Jahren verbessert werden kann.
Es wurde eine qualitative Forschungsstudie mit einem Pre-Post-Test-Design durchgeführt, unter Einsatz standardisierter Fragebögen (SSKJ 3-8) zur Erhebung der Stresssymptomatik und Copingstrategien.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen über Stressmodelle, die detaillierte Methodenbeschreibung der Intervention (Anti-Stress-Training für Kinder) und die statistische Auswertung der erzielten Ergebnisse.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Stressbewältigung, Coping, Prävention, Schulsetting und Resilienz charakterisieren.
Die Studie bestätigte, dass Mädchen im Vergleich zu Jungen eine höhere psychische Stressreaktivität aufweisen, während Jungen tendenziell ein höheres Aggressionspotential zeigen.
Da der Übergang in weiterführende Schulen eine große Belastung darstellt, dient das Training als frühzeitige Primärprävention, um langfristig gesunde Bewältigungsstrategien zu etablieren.
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