Masterarbeit, 2018
136 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Komplexität von IT-Projekten
2.2. Vorgehensmodelle
2.2.1. Historische Entwicklung der Softwareentwicklung
2.2.1.1. Sequentielle Softwareentwicklung
2.2.1.2. Inkrementelle Softwareentwicklung
2.2.1.3. Iterative Softwareentwicklung
2.2.1.4. Iterativ-Inkrementelle Softwareentwicklung
2.3. Agile Softwareentwicklung
2.3.1. Prinzipien und Werte
2.3.2. Definitionen agiler Softwareentwicklung
2.3.3. Frameworks und Methoden
2.3.4. Praktiken
2.4. Vorgehensmodelle im Vergleich
2.5. Zusammenfassung
3. Fragestellungen
4. Literaturanalyse
4.1. Methode
4.2. Ergebnisse
4.2.1. Analyse der Merkmale
4.2.2. Theorie abgeleitete Definition
4.2.3. Alleinstellungsmerkmale der agilen Softwareentwicklung
4.3. Zusammenfassung
5. Interviews
5.1. Methode
5.1.1. Rekrutierung der Teilnehmer
5.1.2. Stichprobe
5.1.3. Material
5.1.4. Durchführung
5.1.5. Kontrolle von Störfaktoren
5.1.6. Beurteilung der Gütekriterien
5.1.7. Auswertung
5.2. Ergebnisse
5.2.1. Kenntnisse, Wissen, Erfahrungen und Modelle in der Softwareentwicklung
5.2.2. Einsatz, Abschluss und Verträge agiler Softwareentwicklung
5.2.3. Komplexität
5.2.4. Abschluss und Erfolg von Projekten agiler Softwareentwicklung
5.2.5. Persönliche Einstellung zu agiler Softwareentwicklung
5.2.6. Definition agiler Softwareentwicklung
5.2.7. Praxis abgeleitete Definition
5.2.8. Alleinstellungsmerkmale der agilen Softwareentwicklung
5.2.9. Vergleich der Merkmale
5.2.10. Arbeitsdefinition: Agile Softwareentwicklung
5.3. Zusammenfassung
6. Diskussion
6.1. Diskussion der Ergebnisse
6.2. Theoretische und Praktische Implikationen
6.3. Kritische Würdigung und Limitationen
7. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, ein tieferes Verständnis für agile Softwareentwicklung sowohl aus theoretischer Literaturperspektive als auch aus der praktischen Anwendung in Unternehmen zu erlangen, um daraus eine umfassende, einheitliche Arbeitsdefinition zu entwickeln, die das Konstrukt trennscharf von anderen Vorgehensmodellen abgrenzt.
2.1. Komplexität von IT-Projekten
Die Entwicklung der IT-Technik führte vor allem in den Anfängen der Softwareentwicklung auch zu einer steigenden Komplexität von Softwareprojekten. Dies beschrieb Edsger Dijkstra nach den 70er Jahren: „when we had a few weak computers, programming became a mild problem, and now we have gigantic computers, programming has become an equally gigantic problem.“ (Dijkstra, 1972, S.20). Da die bisherigen Projekte mit vorhandenen Vorgehensmodellen erfolgreich bearbeitet werden konnten, gab es zunächst keine adäquaten Vorgehensmodelle für die immer häufiger gewordenen IT-Projekte höherer Komplexität. In der Praxis führte dies zu der notgedrungenen Verwendung der bisher bekannten aber ungeeigneten Vorgehensmodelle, was zur Folge hatte, dass sehr viele IT-Projekte scheiterten (vgl. Jarzombek, 1999). Dieses Phänomen trat Mitte der 70er Jahre auf und wurde als Softwarekrise bezeichnet (Mcllroy, Buxton, Naur, & Randell, 1968).
Die steigende Komplexität bewegte die Softwareentwicklung letztendlich dazu, adäquate Vorgehensmodelle zu entwickeln. Mittlerweile stehen der Softwareentwicklung zahlreiche Vorgehensmodelle zur Verfügung, die sich je nach Komplexität des Projektes mehr oder weniger eignen. Es existiert also kein universelles Vorgehensmodell (Sommerville, 2015), welches alle Komplexitätsstufen abdeckt. Allerdings kann die Identifikation der Komplexität dazu genutzt werden, ein passendes Vorgehensmodell für ein bestimmtes Projekt zu finden. Die Verwendung ungeeigneter Modelle kann andernfalls zum Scheitern von Projekten führen (vgl. Jarzombek, 1999; Porter, 2017). Deshalb ist es ratsam, die Komplexität vorher abzuschätzen, was über Instrumente, wie der Complexity-Matrix von Stacey (1996), möglich ist.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die steigende Komplexität von IT-Projekten und die daraus resultierende Notwendigkeit agiler Methoden, die jedoch oft unpräzise definiert sind.
2. Theoretischer Hintergrund: Es wird die historische Entwicklung von Vorgehensmodellen analysiert und die agile Softwareentwicklung im Kontext von Komplexität und Modellen eingeordnet.
3. Fragestellungen: Diese Kapitel definiert die Forschungsziele zur Identifikation charakteristischer Merkmale agiler Softwareentwicklung und deren Verständnis in der Praxis.
4. Literaturanalyse: Anhand einer systematischen Analyse von Definitionen und Manifesten werden Merkmale extrahiert und eine erste, theoriebasierte Arbeitsdefinition erarbeitet.
5. Interviews: Dieses Kapitel erläutert die methodische Durchführung qualitativer Experteninterviews und analysiert die gewonnenen Daten zur Ergänzung der Arbeitsdefinition.
6. Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, theoretische sowie praktische Implikationen abgeleitet und die Limitationen der Studie kritisch hinterfragt.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Vorschläge für zukünftige Forschungsansätze zur weiteren Schärfung des Begriffs der agilen Softwareentwicklung.
Agile Softwareentwicklung, IT-Projekte, Softwarekrise, Vorgehensmodelle, Agilität, Komplexität, Complexity-Matrix, Arbeitsdefinition, Projektmanagement, Softwaretechnik, Iterative Entwicklung, Inkrementelle Entwicklung, Experteninterviews, Stakeholder, Qualitätssicherung.
Die Arbeit untersucht das Verständnis und die praktische Umsetzung agiler Softwareentwicklung, um eine präzise Arbeitsdefinition zu entwickeln, da der Begriff bisher oft diffus verwendet wird.
Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung von Vorgehensmodellen, die theoretische Definition agiler Ansätze, die Analyse von Projektkomplexität sowie die empirische Untersuchung der praktischen Anwendung durch Experteninterviews.
Das Ziel ist es, agile Softwareentwicklung theoretisch und praxisnah zu charakterisieren, um eine einheitliche und allgemein akzeptierte Arbeitsdefinition vorzuschlagen, die das Modell trennscharf von anderen Vorgehensweisen abgrenzt.
Die Arbeit nutzt eine Methodentriangulation, bestehend aus einer fundierten Literaturanalyse zur Identifikation von Merkmalen und einer qualitativen Studie mittels strukturierter Experteninterviews mit IT-Fachkräften.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen und die Geschichte der Softwareentwicklung beleuchtet. Anschließend erfolgt die Analyse von Literaturquellen sowie die Auswertung der durchgeführten Interviews zur Entwicklung einer finalen Arbeitsdefinition.
Zu den Schlüsselwörtern gehören agile Softwareentwicklung, Agilität, Komplexität, Vorgehensmodelle, Arbeitsdefinition und Projektmanagement.
Die Complexity-Matrix dient als Instrument, um zu verdeutlichen, dass verschiedene Vorgehensmodelle je nach Komplexitätsgrad des Projektes unterschiedlich gut geeignet sind, wobei agile Methoden insbesondere für komplexe IT-Projekte positioniert werden.
Die Arbeit identifiziert den Fokus auf die beteiligten Individuen (Mitarbeiter, Entwickler, Auftraggeber) als zentrales Alleinstellungsmerkmal agiler Ansätze, das über die rein technischen Aspekte der Softwareentwicklung hinausgeht.
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