Diplomarbeit, 2005
93 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Traditionelle Bewertungskennziffern
2.1 Periodengewinn
2.2 Gewinn pro Aktie (EPS)
2.3 Return on Investment (ROI)
2.4 Return on Equity (ROE)
3. Wertorientierte Methode und Verfahren
3.1 Unternehmenswert als Performancemaß
3.2 Planungshorizont, Cash Flow als zentrale Größe und Unternehmenswert
3.2.1 Planungshorizont
3.2.2 DCF und Unternehmungswertberechnung
3.2.3 EVA- Economic Value Added
3.2.4 Schätzung zusätzlich geschaffenen Shareholder Value
3.3 Werttreiber
3.3.1 Gewinnmarge
3.3.2 Zusatzinvestitionen in das Anlagevermögen (AV)
3.3.3 Zusatzinvestitionen ins Umlaufvermögen (UV)
3.3.4 Schätzung Kapitalkosten
3.3.5 Cash-Gewinnsteuersatz
3.3.6 Wachstumsrate des Umsatzes
4. Anwendung im Strategischen Management
4.1 Strategische Planung der Ziele
4.2 Strategische Analyse
4.3 Strategieformulierung- und Bewertung
4.3.1 Strategieformulierung Gesamtunternehmung
4.3.2 Strategieformulierung auf Geschäftsbreichsebene
4.3.3 Prognose und Bewertung der Strategien
4.4 Strategieimplementierung
5. Diskussion und kritische Auseinandersetzung
5.1 Monistische Zielausrichtung
5.2 Vernachlässigung anderer Anspruchsgruppen und Handlungsmöglichkeiten
5.2.1 Bewertung
5.2.2 Globaler Ursprung
5.2.3 Wertorientierte Beurteilung
5.2.4 Handlungsmöglichkeiten
5.2.4.1 Handlungsmöglichkeit Strategische Kernkompetenzen Ansatz (SKK)
5.2.4.2 Handlungsmöglichkeit Balance Scorecard (BSC)
5.3 Probleme bei der rechnerischen Ermittlung des Unternehmenswert & Handlungsmöglichkeiten
5.3.1 Annahme konstantes Umsatzwachstum, Gewinnmarge & Problem der Restwertermittlung
5.3.2 Kapitalkosten
5.3.3. Handlungsmöglichkeit beim Cashflow
5.3.4 Handlungsmöglichkeiten bei den Kapitalkosten
5.4 Problem Vergütungssysteme
5.4.1 Orientierung an die Eigentümerrendite
5.4.2 Orientierung an Unternehmenswertsteigerung
5.4.3 Handlungsmöglichkeiten
6. Empirische Evidenz
6.1 Anwendung in der Praxis
6.2 Traditionelle Kennziffern als Erfolgsmaßstab in der Empirie
6.3 Wertorientierte Kennziffern als Erfolgmaßstab
7. Fazit
Die Arbeit untersucht kritisch die Shareholder-Value-Ansätze und prüft deren Relevanz sowie Anwendbarkeit im heutigen wirtschaftlichen Umfeld, insbesondere unter Berücksichtigung der Unternehmenswertsteigerung gegenüber traditionellen Kennzahlen und der Integration verschiedener Anspruchsgruppen.
3.1 Unternehmenswert als Performancemaß
Der Unternehmenswert gibt Aufschluss über den finanziellen Nutzen einer Unternehmung für bestehende und potentielle Eigentümer. Innerhalb der Forschung werden verschiedene Verfahren zur Unternehmensbewertung diskutiert. Bei der Bewertung wird zwischen dem Marktwertverfahren, Substanzwertverfahren und dem Ertragswertverfahren unterschieden. Der Substanzwert wird durch die einzelne Ermittlung der Vermögensgegenstände abzüglich der Einzelwerte der Verbindlichkeiten gebildet. Das Marktwertverfahren stellt auf die Veränderung der Marktkapitalisierung der Unternehmung ab. Auf das Substanz –und Marktwertverfahren wird innerhalb der Arbeit nicht näher eingegangen. Das Ertragswertverfahren wird in der Forschung verschieden definiert. Diese Arbeit orientiert sich an der Definition von Düsterloh, Mellerowisz, Helbing und Peemöller, die den Wert des Unternehmens, den Ertragswert, abgeleitet aus den zukünftigen abgezinsten Erträgen sehen. Das Ertragswertverfahren dient dabei als Oberbegriff und subsumiert alle Verfahren, bei denen die zukünftigen Ergebnisse auf den Bewertungszeitpunkt abgezinst werden. Bellinger/Vahl und Ballwieser setzen bei Ertragswertverfahren beim vergangenheitsorientierten Gewinn und nicht bei den zukünftigen Einzahlungen an und unterscheiden zwischen dem Ertragswertverfahren und dem DCF-Verfahren. Innerhalb dieser Arbeit wird die Definition des Ertragswerts im Sinne von Düsterloh, Mellerowisz, Helbing und Peemöller als Oberbegriff für die verschiedenen wertorientierten Verfahren verwandt. Der Ertragswert wird als Barwert zukünftiger Einzahlungsüberschüsse ermittelt, der zur Ausschüttung an die Eigentümer zur Verfügung steht. Der Ertragswert ist demnach der Ausgangspunkt der Shareholder Value Ansätze, weil dieser die erwartete Verzinsung der Kapitalgeber in den Mittelpunkt setzt.
1. Einleitung: Die Arbeit hinterfragt den aktuellen Status des Shareholder-Value-Konzepts angesichts der Kritik an kurzfristiger Orientierung und Bilanzskandalen.
2. Traditionelle Bewertungskennziffern: Untersuchung der Schwächen klassischer Kennzahlen wie Periodengewinn, EPS und ROI hinsichtlich ihrer Zukunfts- und Wertorientierung.
3. Wertorientierte Methode und Verfahren: Vorstellung moderner Verfahren zur Unternehmenswertbestimmung, die auf diskontierten Cashflows und identifizierten Werttreibern basieren.
4. Anwendung im Strategischen Management: Implementierung der Wertorientierung in strategische Prozesse, von der Zielplanung bis zur operativen Umsetzung mittels Szenario- und Sensitivitätsanalysen.
5. Diskussion und kritische Auseinandersetzung: Auseinandersetzung mit der Kritik am Shareholder-Value-Ansatz, insbesondere hinsichtlich der Stakeholder-Vernachlässigung, und Vorstellung integrativer Konzepte wie BSC.
6. Empirische Evidenz: Analyse der tatsächlichen Verbreitung und Wirkung wertorientierter Ansätze in der Unternehmenspraxis sowie deren Korrelation mit Unternehmenserfolgen.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, die den Wertorientierungs-Ansatz als theoretisch überlegen, aber in der praktischen Umsetzung und Interpretation als korrekturbedürftig einstuft.
Shareholder Value, Unternehmenswert, Wertorientiertes Management, Cashflow, Kapitalkosten, Strategisches Management, Balanced Scorecard, Stakeholder, Wettbewerbsvorteil, Werttreiber, Unternehmenssteuerung, Performance, Rendite, Strategieimplementierung, Eigenkapitalkosten.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Relevanz und Kritik am Shareholder-Value-Konzept im modernen strategischen Management.
Im Mittelpunkt stehen die Unternehmenswertsteigerung, wertorientierte Kennziffern, strategische Planung, Stakeholder-Einbindung und die Kopplung an Vergütungssysteme.
Das Ziel ist es zu untersuchen, ob Shareholder-Value-Ansätze obsolet sind oder ob ihre Probleme eher in einer falschen Interpretation und Implementierung liegen.
Es erfolgt eine theoretische Herleitung der Konzepte sowie eine Analyse durch den Vergleich von Literatur und empirischen Studien zur Unternehmenspraxis.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung wertorientierter Verfahren, deren Anwendung im Management, die kritische Diskussion sowie die empirische Evidenz.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Shareholder Value, Werttreiber, Unternehmenswert, Stakeholder und Strategisches Management geprägt.
Die Balance Scorecard wird als integratives Instrument gelobt, da sie finanzielle mit nicht-finanziellen Zielen verknüpft und Stakeholder-Interessen berücksichtigt.
Sie sind vergangenheitsorientiert, leicht manipulierbar und bilden die zukünftigen Wertsteigerungspotenziale eines Unternehmens nur unzureichend ab.
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