Masterarbeit, 2009
191 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung und Mission Statement
2. Systematik der Vorgehensweise bei der Erhaltung tief zerstörter Zähne
2.1 Die Notfalltherapie
2.1.1 Anästhesie
2.1.2 Möglichkeiten der Entzündungshemmung und Schmerzbeseitigung bei akuter reversibler Pulpitis
2.1.3 bei akuter irreversibler Pulpitis
2.1.4 bei akuter infizierter Pulpanekrose
2.1.5 bei akuter infizierter Pulpanekrose mit eitriger Einschmelzung und /oder Abszessbildung
2.1.6 Bei Frakturen
2.2 Prüfung der Erhaltungsfähigkeit unter besonderer Berücksichtigung möglicher, die Erhaltung limitierender Faktoren
2.2.1 schwierige Kanalanatomien
2.2.2 Akzessorische Kanäle und Obliterationen
2.2.3 Revisionsnotwendigkeit von Wurzelkanalbehandlungen
2.2.4 Blockierung durch Stifte
2.2.5 Blockierung durch frakturierte Instrumente
2.2.6 Längstfrakturen
2.2.7 Perforationen
2.2.8 Notwendigkeit der chirurgischen Kronenverlängerung
2.3 das Therapiegespräch
2.3.1 Erläuterung der therapeutischen Alternativen
2.3.2 Erläuterung des Abrechnungsmodus
2.3.3 Marketingaspekte
2.4 Praeendodontische Maßnahmen
2.4.1 Die chirurgische Kronenverlängerung
2.4.2 Der Praeendodontische Aufbau
2.5 Die endodontische Therapie
2.5.1 Grundlagen neuzeitlicher endodontischer Therapie
2.5.2 Präparation der Zugangskavität und Bestimmung der korrekten Arbeitslänge
2.5.3 Maschinelle Aufbereitung
2.5.4 Techniken zur Wurzelfüllung
2.5.5 Management von Wurzelperforationen unter besonderer Berücksichtigung von MTA
2.5.6 Periradikuläre Chirurgie/Wurzelspitzenresktion
2.5.7 Interradikuläre Chirurgie/Hemisektion
2.5.8 Probleme bei endodontischen Behandlungen und Ihre Lösungsansätze
2.6 Die postendodontische Therapie
2.6.1 die adhäsive Kernrestauration mit oder ohne Stiftaufbau
2.6.2 Die Rekonstruktion
3. Fallbeschreibungen
3.1 ausführliche Darstellungen von Behandlungsfällen
3.1.1 Endodontische Revision 26 nach 5 Jahren unter einer VMK-Krone mit Verschluss einer Furkationsperforation
3.1.2 Last-Minute-Behandlung von stark zerstörten Molaren und Praemolaren
3.1.3 Zahnerhaltung bei einem unter Gingivaniveau kariösem Praemolaren
3.1.4 Revisionsbehandlung eines tief zerstörten 46
3.1.5 Endodontische Revision 37 nach 30 Jahren unter einer konfektionierten Krone im Rahmen eines Gesamtsanierungsanliegens
3.2 Kurzdarstellungen von Behandlungsfällen
3.2.1 Aufbau und Versorgung mit Einzelkronen bei tief zerstörten Molaren
3.2.2 Zahnerhaltung unter Praemolarisierung
3.2.3 Wiederherstellung nach massiver Karies durch Kronenlockerung
3.2.4 Frontzahnkronen auf stark dezimierten Wurzeln
3.2.5 Behandlung einer Längstfraktur als Experiment
4. Diskussion: Zahnerhaltung tief zerstörter Zähne im Zeitalter der Implantologie
5. Zusammenfassung
Das primäre Ziel dieser Masterthesis ist es, systematische Behandlungsstrategien für die Erhaltung tief zerstörter Zähne aufzuzeigen, um eine evidenzbasierte Alternative zur Extraktion und anschließenden Implantation darzustellen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch ein standardisiertes endodontisches und restauratives Protokoll die Prognose solcher Zähne optimiert werden kann.
1. Einleitung und Mission Statement
Die Diskussion um immer zeit- und kostenaufwändigeren Zahnersatz dominiert die Zahnmedizin. Auch der gegenläufige Trend, hin zur „Null-Zuzahlung“ unter Nutzung „asiatischer Ressourcen“ ist zu verzeichnen. Zahnerhaltung dagegen ist offensichtlich nicht „en vogue“.
Schaut man sich die Anzahl der Treffer bei Internetsuchmaschinen wie „Google“ einmal an, so erhält man für das Stichwort „Zahnersatz“ über 2 Millionen Einträge, über das Stichwort „Zahnerhaltung“ lassen sich lediglich 96000 Seiten aus, bei in den letzten 2 Jahren rückläufiger Tendenz (eigene Recherche).
Wie ist das zu erklären? Da offensichtlich in einer freien Marktwirtschaft Gesetze von Angebot und Nachfrage den Markt und damit auch den Gesundheitsmarkt regeln darf man annehmen, dass einfach mehr Menschen in unserer Bevölkerung sich für das Thema „Ersatz“ interessieren oder gar der Versorgungsbedarf höher ist als die Nachfrage nach professioneller Zahnerhaltung.
Die andere gedankliche Variante wäre jene, dass sich eine Vielzahl der deutschen Behandler in der „freien“ Praxis nicht mit dem Thema beschäftigen oder sich mit dem Thema beschäftigen, es aber in nur geringem Ausmaß publik machen. Da das „aktive Anbieten“ also bewerben zahnärztlicher Therapieformen immer etwas auch mit den wirtschaftlichen Interessen eines Praxisinhabers zu tun hat (und auch zu tun haben muss) könnte man weiter folgern, dass das sich ausführliche Beschäftigen mit der Zahnerhaltung mit allem was dazu gehört von geringerem wirtschaftlichen Interesse ist. Schaut man sich einmal für den Bereich der Endodontologie die GOZ auf der Basis von 1988 sowie den BEMA an, so sieht man sich bestätigt. Eine endodontische Behandlung, die sich nach dem wissenschaftlichen „State of the Art“ ausrichtet (DGZMK 2006, wissenschaftliche Stellungnahme) und dementsprechenden Aufwand macht ist weder nach den Regelsätzen der GOZ und schon gar nicht nach den Vergütungsvorstellungen des BEMA zu realisieren.
1. Einleitung und Mission Statement: Dieses Kapitel thematisiert den gesellschaftlichen Trend zum Zahnersatz gegenüber der professionellen Zahnerhaltung und analysiert die wirtschaftlichen sowie praktischen Gründe für diese Entwicklung in der Zahnmedizin.
2. Systematik der Vorgehensweise bei der Erhaltung tief zerstörter Zähne: Dieser Teil beschreibt detailliert die notwendigen Schritte einer standardisierten Therapie, von der Notfallbehandlung über die diagnostische Prüfung der Erhaltungsfähigkeit bis hin zu endodontischen und postendodontischen Maßnahmen.
3. Fallbeschreibungen: In diesem Kapitel werden fünf konkrete Patientenbehandlungen aus der Praxis detailliert dargestellt, um die Anwendung des beschriebenen Behandlungsprotokolls bei tief zerstörten Zähnen zu verdeutlichen.
4. Diskussion: Zahnerhaltung tief zerstörter Zähne im Zeitalter der Implantologie: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Entscheidung zwischen Zahnerhaltung und Implantation unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erfolgsquoten.
5. Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel fasst die wissenschaftlichen Erkenntnisse und die klinischen Schlussfolgerungen zur Erhaltung natürlicher Dentition zusammen.
Endodontie, Zahnerhaltung, Wurzelkanalbehandlung, Revision, MTA, Perforation, Stiftaufbau, Adhäsivtechnik, Implantologie, Kronenverlängerung, Wurzelspitzenresektion, Hemisektion, GOZ, Prognose, Klinische Fallstudie.
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Erhaltung von tief zerstörten Zähnen, die aufgrund ihrer fortgeschrittenen Schädigung häufig vor der Extraktion stehen.
Zentral sind die endodontische Notfalltherapie, die Revision endodontischer Behandlungen, das Management von Komplikationen wie Perforationen sowie moderne restaurative Konzepte.
Das Ziel ist die Etablierung eines standardisierten Protokolls, um die Prognose von Zähnen mit hohem Zerstörungsgrad zu verbessern und eine Alternative zum Implantat zu bieten.
Es handelt sich um eine Literaturübersicht in Kombination mit der klinischen Fallbeschreibung (Evidenzbasierte Endodontie).
Der Hauptteil erstreckt sich von der Notfalltherapie über anatomische Faktoren, die die Erhaltung limitieren, bis hin zu spezifischen endodontischen und prothetischen Versorgungsmethoden.
Wichtige Begriffe sind Endodontie, Zahnerhaltung, MTA, Revision, Adhäsivtechnik und Prognose.
Die Prognose wird in "gut" (bei frischen, kleinen Perforationen) und "schlecht" (bei alten, großen oder epikrestal liegenden Defekten) unterteilt.
Es wird als stabilisierendes Konstruktionsprinzip beschrieben, das die langfristige Widerstandsfähigkeit von endodontisch behandelten Zähnen, die mit einer Krone versorgt werden, wesentlich verbessert.
MTA wird als "Goldstandard" bei der Perforationsdeckung und in der Mikrochirurgie bewertet, da es exzellente Heilungsverläufe ermöglicht.
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