Bachelorarbeit, 2018
37 Seiten, Note: 1,7
2. Viva con Agua
2.1 Die Organisation
2.2 Bezug der finanziellen Mittel
2.3 Zahlen und Entwicklung des Mineralwasserverkaufs
3. Social Business Modell
3.1 Begriffzusammensetzung
3.2 Identifikation eines Social Business Modells anhand der „Five lessons“
3.3 Bestimmung Viva con Agua als Social Business Modell
3.3.1. Herausforderung konventioneller Weisheiten und grundlegender Annahmen
3.3.2. Komplementäre Partner finden
3.3.3. Durchgängige experimentelle Prozesse
3.3.4 Das Einbeziehen von sozial orientierten Shareholdern
3.3.5. Klare Spezifikation der Objekte des sozialen Ziels
3.3.6 Konklusion
4. Soziale Konsumgüter und bewusste Konsumenten
4.1 Von CSR zu nachhaltigem Konsum
4.2 Nachhaltiger Konsum als Teil des bewussten Konsums
4.3 Umfrage zu bewussten Konsumenten und sozialen Konsumgütern
4.3.1 Ziele
4.3.2 Aufbau
4.3.3 Beschreibung der Stichprobe
4.3.4 Identifikation des bewussten Konsumenten
4.3.5 Vergleich der bewussten Konsumenten mit den restlichen Teilnehmern
4.3.6 Vergleich der Millennials mit älteren Teilnehmern
5. Diskussion
5.1 Wesentliche Erkenntnisse
5.2 Ausblick und Konklusion
Die Arbeit untersucht, ob "Social Business"-Modelle eine effektive Methode für gemeinnützige Organisationen darstellen, um alternative, nachhaltige Finanzierungsquellen zur Kompensation sinkender Spendeneinnahmen zu erschließen, wobei das Modell von "Viva con Agua" als Fallbeispiel dient.
3.3.1. Herausforderung konventioneller Weisheiten und grundlegender Annahmen
192 Mineralbrunnen füllten im Jahr 2017 für insgesamt 827 deutsche Mineralwassermarken 11 Milliarden Liter Mineralwasser ab. Der Gesamtabsatz der Mineralbrunnenbranche ist mit über 14 Milliarden Liter (neben Mineralwasser kommen noch Heilwasser, Tafelwasser und Limonaden dazu) und einem Umsatz von 3,4 Milliarden Euro so hoch wie noch nie (VDM-e.V., 2017). Während 1970 bundesweit 12 Liter Mineralwasser pro Kopf getrunken wurde, sind es aktuell ca. 149 Liter (Informationszentrale-Deutsches-Mineralwasser, 2018).
Die hohe Dichte an Mineralwasseranbietern erfordert rational wirtschaftliche Entscheidungen, welche mit der Kostenminimierung bei der Wahl des Abfüllbrunnens (gilt nur für Flaschenmarken ohne eigenen Mineralbrunnen) anfangen, zur Wahl des kostengünstigsten Materials für Flaschen übergehen und bei der Wahl des Vertriebsstandorts enden. Ein profitmaximierendes Unternehmen geht dabei nach konventionellen Entscheidungsprozessen vor.
Die Herausforderung für die VcA Wasser GmbH, in den Flaschenwassermarkt einzusteigen und sich langfristig zu halten, bestand vor allem darin, die Vereinsziele mit den Vorhaben der GmbH in Einklang zu bringen, d. h., konventionelle Entscheidungsprozesse systematisch auszuschließen bzw. zu vermeiden und durch geeignete Entscheidungsprozesse zu ersetzen. Wenn es zu Widersprüchen zwischen Aktivitäten oder Entscheidungen mit der Vereinsmoral kommt, so kann das zu einer Schwächung der Integrität der Organisation führen. VcA hat für das Handeln der GmbH Leitfäden in Form der „Unternehmensleitplanken“ aufgestellt, die sich öffentlich zugänglich auf der Webseite befinden (VcA, 2018) und die im Folgenden zu zitiert werden:
1. „Wir werden Viva con Agua Wasser nie in Ländern mit Wasserknappheit abfüllen.“
2. „Wir wollen die Umwelt achten und versuchen, unser Handeln so ökologisch wie möglich zu gestalten.“
3. „Es ist uns wichtig, dass unsere Produkte eine hohe Qualität besitzen.“
4. „Wir verzichten auf den Vertrieb von Viva con Agua in PET-Flaschen in Ländern ohne Recyclingsystem.“
5. „Wir achten auf die Menschen! Soziale Arbeitsbedingungen sind für uns Grundlage für unsere eigene Arbeit und Bewertungsmaßstab für Kooperationspartner.“
6. „Wir zahlen keine Listinggebühren und keine Werbekostenzuschüsse, wir verschenken keine Freiware und treten nicht als Sponsor auf. Unsere Mittel fließen lieber in die Gemeinnützigkeit.“
7. „Wir verlangen nicht aktiv, dass unser Produkt Exklusivität genießt.“
2. Viva con Agua: Dieses Kapitel stellt die Organisation Viva con Agua vor, beschreibt deren Entstehung aus einer Initiative der Welthungerhilfe und analysiert die verschiedenen Finanzierungsstränge, insbesondere durch Spenden und das Social Business Modell der VcA Wasser GmbH.
3. Social Business Modell: Hier wird der theoretische Rahmen für Social Business Modelle definiert und anhand der fünf Lektionen von Yunus et al. auf das konkrete Fallbeispiel von Viva con Agua angewendet, um die Vereinbarkeit von Wirtschaftlichkeit und sozialem Ziel zu prüfen.
4. Soziale Konsumgüter und bewusste Konsumenten: Dieser Abschnitt analysiert das Kaufverhalten von Konsumenten, die ökologische und soziale Kriterien priorisieren, und wertet eine eigens durchgeführte Umfrage aus, um die Zahlungsbereitschaft für soziale Konsumgüter zu erforschen.
5. Diskussion: Das abschließende Kapitel führt die Erkenntnisse aus der Theorie und der Umfrage zusammen, reflektiert kritisch die Herausforderungen bei der Umsetzung von Social Business Ansätzen und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Social Business, Viva con Agua, Soziale Konsumgüter, Bewusster Konsum, Gemeinnützige Organisationen, Nachhaltigkeit, Finanzierung, Unternehmensleitplanken, Wirtschaftliche Effizienz, CSR, Spendeneinnahmen, Millennials, Kaufbereitschaft, Grameen Bank, Impact
Die Arbeit untersucht, inwieweit "Social Business"-Modelle als stabile und nachhaltige Finanzierungsquelle für gemeinnützige Organisationen dienen können, um langfristig von reinen Spendeneinnahmen unabhängiger zu werden.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Social Business Modellen, die praktische Umsetzung am Beispiel von Viva con Agua sowie das Kaufverhalten und die Einstellung bewusster Konsumenten gegenüber sozialen Produkten.
Das Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob ein Social Business Modell ein tragfähiges "zweites Standbein" für Hilfsorganisationen darstellt, um den Kampf um schwindende Spenden abzufedern.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Analyse von Business-Modellen mit einer empirischen quantitativen Studie in Form einer Umfrage unter 87 Teilnehmern zur Identifikation bewusster Konsumenten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Organisation Viva con Agua, die Anwendung der "Five Lessons" nach Yunus zur Bestimmung als Social Business sowie eine detaillierte Analyse der Zielgruppe bewusster Konsumenten.
Wesentliche Begriffe sind Social Business, Soziale Konsumgüter, Bewusster Konsum, Viva con Agua, Nachhaltigkeit und Gemeinnützigkeit.
Die Organisation thematisiert diesen Widerspruch offen und betont, dass Leitungswasser die nachhaltigste Variante ist; das verkaufte Flaschenwasser wird lediglich als Alternative für Situationen angeboten, in denen kein Leitungswasser verfügbar ist.
Die "Five Lessons" nach Yunus dienen als systematisches Analyseraster, um zu belegen, dass Viva con Agua durch Kriterien wie soziale Zielsetzung und investierte Gewinne tatsächlich als Social Business klassifiziert werden kann.
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