Masterarbeit, 2020
230 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Motivation
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des Gestaltungs- und Betrachtungsbereichs
2.1 Auftragsabwicklung
2.1.1 Definition Auftragsabwicklung
2.1.2 Prozessperformanceindikatoren der Auftragsabwicklung
2.1.3 Unterschiedliche Prozesse der Auftragsabwicklung
2.1.4 Auftragsabwicklungstypen
2.1.5 Herausforderungen der Auftragsabwicklung
2.2 Datenanalyse
2.2.1 Process-Mining
2.2.2 Einordnung der IT-Systeminfrastruktur in den Kontext von Process-Mining
2.2.3 Prozessuale Vorgehensweise zur Datenanalyse
2.2.4 Datenvorverarbeitung
2.3 Prozessoptimierung
2.3.1 Prozessverbesserung
2.3.2 Prozesserneuerung
2.4 Zusammenfassung und Zwischenfazit
3 Vorstellung und Bewertung der bestehenden Ansätze
3.1 Anforderung an ein Konzept zur Anwendung von Process-Mining in der Auftragsabwicklung
3.1.1 Auftragsabwicklungsprozessspezifische Anforderungen
3.1.2 Methodische Anforderungen
3.1.3 Datenanalytische Anforderungen
3.1.4 Zusammenfassung
3.2 Vorstellung bestehender Ansätze
3.2.1 Application of Process-Mining in Healthcare - A Case Study in a Dutch (2008)
3.2.2 Process-Mining Applied to the Test Process of WaferScanners in ASML (2009)
3.2.3 Process Diagnostics: A Method based on Process-Mining (2009)
3.2.4 New Methodology for Modeling Large Scale Manufacturing Process: Using Process-Mining Methods and Experts’ Knowledge (2011)
3.2.5 Understanding Process Behaviours in a Large Insurance Company in Australia: A Case Study (2013)
3.2.6 Process-Mining for Manufacturing Process Analysis: A Case Study (2014)
3.2.7 A System Architecture for Manufacturing Process Analysis based on Big Data and Process-Mining Techniques (2014)
3.2.8 Fallstudie Stadt Lausanne: Prozessanalyse in Kombination mit Process-Mining (2018)
3.3 Bewertung und Zusammenfassung
4 Entwicklung einer Methodik zur Optimierung der Auftragsabwicklung
4.1 Anforderungen an die Methodik
4.1.1 Praxisbezogene Anforderungen
4.1.2 Methodenspezifische Anforderungen
4.2 Grobkonzept der Methodik
4.2.1 Referenzprozess
4.2.2 Vorgehensweise der Methodik
5 Detaillierung der Methodik zur Optimierung der Auftragsabwicklung
5.1 Zieldefinition und Geschäftsverständnis
5.1.1 Identifizierung der Forschungsfrage
5.1.2 Eingrenzung der Geschäftsprozesse
5.1.3 Zusammenstellung des Projektteams
5.2 Datenauswahl und Datenextraktion
5.2.1 Datenauswahl
5.2.2 Datenextraktion
5.3 Datenvorverarbeitung
5.3.1 Datentransformation
5.3.2 Datenvervollständigung, -bereinigung und -filterung
5.3.3 Erstellung einer durchgehenden Case-ID für eine end-to-end Prozessbetrachtung
5.4 Process-Mining und Prozessmodellanalyse
5.4.1 Erstellung des Prozessmodells
5.4.2 Berechnung vordefinierter PPIs
5.5 Interpretation und Prozessverbesserung
6 Anwendung und Reflexion der Methodik
6.1 Anwendung der Methodik
6.2 Kritische Reflexion der Methodik
7 Zusammenfassung und Ausblick
7.1 Zusammenfassung der Forschungsarbeit
7.2 Weiterführender Forschungsbedarf
Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, eine Methodik zur Anwendung von Process-Mining in der gesamten Auftragsabwicklung produzierender Unternehmen zu entwickeln, um durch datenbasierte Prozessoptimierung die Prozessperformance zu steigern und einen nachhaltigen Unternehmenserfolg zu sichern.
2.1.1 Definition Auftragsabwicklung
Die Auftragsabwicklung lässt sich in der Literatur nicht einheitlich definieren. Aufgrund der Tatsache, dass Auftragsabwicklungsprozesse in hohem Maße vom Umfang, Produkt, Branche und Fertigungstyp des Auftrags beeinflusst werden und damit verbunden unterschiedliche Sichtweisen auf den Auftragsabwicklungsprozess herrschen, variieren die Definitionen von Wissenschaftlern und Autoren. Es gibt folglich keine allgegenwärtigen Prozessabläufe in der Auftragsabwicklung, die für jedes Unternehmen, jedes Produkt oder jeden Bestellvorgang in gleicher Weise maßgeblich wären. Konsens besteht jedoch darüber, dass die Auftragsabwicklung sämtliche Prozesse zur Erfüllung von Kundenaufträgen umfasst, d.h. sich vom Zeitpunkt der Auftragsübermittlung des Kunden bis hin zum Zahlungseingang des Leistungsentgeltes beim Lieferanten erstreckt. Dissens herrscht insbesondere darüber, was die einzelnen Funktionen innerhalb der Auftragsabwicklung sind und welche konkreten Ausprägungen die unternehmerischen Kernprozesse haben, da diese in hohem Maße vom Auftragsabwicklungstyp und den unternehmensinternen Prozessabläufen abhängig ist.
Infolgedessen sind verschiedene generische Grobabläufe der Aktivitäten für die Auftragsabwicklung in der wissenschaftlichen Literatur vorzufinden, auf die beispielhaft in Unterkapitel 2.1.3 genauer eingegangen wird.
So unterscheiden sich Auftragsabwicklungsprozesse in der Industrie, im Dienstleistungsbereich sowie im Onlinehandel erheblich voneinander. Innerhalb einer Branche herrschen in den meisten Unternehmen jedoch zumindest vergleichbare Auftragsabwicklungsprozesse.
In einem Handelsunternehmen bestehen die Kernaufgaben beispielsweise im Beschaffen, Lagern und anschließendem Verkaufen von Waren. Der Wertschöpfungsprozess eines Dienstleistungsunternehmens wie zum Beispiel einer Unternehmensberatung hingegen umfasst, anders als in Industrieunternehmen, immaterielle Güter. Charakteristisch sind in diesem Segment Menschen sowie ihr Sachverstand und ihre Erfahrungen. Industrieunternehmen hingegen zeichnen sich durch den Einsatz von Maschinen und Produktionsgütern aus, die durch einen Transformationsprozess in einem Endprodukt resultieren. Industrieunternehmen haben somit eine Schnittstelle zur Produktion, die bei Dienstleistungs- und Handelsunternehmen fehlt. Daher ist es für eine deckungsgleiche Auffassung essenziell, die Perspektive auf die Auftragsabwicklung näher zu spezifizieren.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik komplexer Auftragsabwicklungsprozesse und Darlegung des Forschungsziels zur Performancesteigerung durch Process-Mining.
2 Grundlagen des Gestaltungs- und Betrachtungsbereichs: Theoretische Fundierung der Auftragsabwicklung, Prozessperformance und Datenanalyse unter besonderer Berücksichtigung von Process-Mining.
3 Vorstellung und Bewertung der bestehenden Ansätze: Kritische Analyse existierender wissenschaftlicher Publikationen zu Process-Mining-Anwendungen in verschiedenen Industriezweigen hinsichtlich der definierten Anforderungen.
4 Entwicklung einer Methodik zur Optimierung der Auftragsabwicklung: Herleitung und Konzeption einer strukturierten Vorgehensweise zur end-to-end Process-Mining-Anwendung.
5 Detaillierung der Methodik zur Optimierung der Auftragsabwicklung: Operative Spezifikation der Methodik in fünf Phasen von der Zieldefinition bis zur Prozessverbesserung.
6 Anwendung und Reflexion der Methodik: Exemplarische Anwendung der entwickelten Methodik anhand von Beispieldaten sowie kritische Diskussion der Ergebnisse.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Forschungsergebnisse und Aufzeigen von Potenzialen für zukünftige Forschungsaktivitäten.
Auftragsabwicklung, Prozessperformance, Process-Mining, Prozessoptimierung, Datenauswahl, Datenextraktion, Datenvorverarbeitung, Prozessmodellierung, Produktionsunternehmen, Prozessintelligenz, Eventlogs, Prozesskennzahlen, end-to-end, Fertigungsprozess, Prozessmodellanalyse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung einer systematischen Methodik, um die Auftragsabwicklung in produzierenden Unternehmen mittels Process-Mining ganzheitlich (end-to-end) zu analysieren und zu optimieren.
Die zentralen Themen sind das Management von Auftragsabwicklungsprozessen, Methoden der Prozessperformance-Messung durch Prozesskennzahlen sowie der Einsatz moderner Data-Mining-Technologien (Process-Mining) zur Prozessanalyse.
Das Hauptziel ist die Steigerung der Prozessperformance und die Erzielung einer hohen Transparenz in der Auftragsabwicklung durch ein strukturiertes, faktenbasiertes Vorgehen, das die Schwachstellen traditioneller, heuristischer Analyseansätze überwindet.
Es wird eine designorientierte Forschungsmethode gewählt, die auf bestehenden Referenzprozessen (insbesondere dem PM²-Modell) aufbaut und diese für die spezifischen Anforderungen der technischen Auftragsabwicklung adaptiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse bestehender Forschungsansätze, die Herleitung eines eigenen methodischen Konzepts sowie deren detaillierte Ausarbeitung und Validierung in einer Fallstudienanwendung.
Wichtige Begriffe sind Prozessperformance, end-to-end-Betrachtung, Process-Mining, Eventlogs, Prozessmodellierung, Datenvorverarbeitung und die spezifischen Herausforderungen der Chargenfertigung.
Herkömmliche Optimierungsansätze konzentrieren sich oft zu stark auf einzelne Teilbereiche wie die Produktion. Ein end-to-end-Ansatz betrachtet hingegen den gesamten Fluss vom Kundenauftrag bis zur Auslieferung, um Optimierungspotenziale in indirekten Bereichen und Schnittstellen aufzudecken.
Im Gegensatz zu subjektiven Experten-Workshops nutzt Process-Mining reale Daten aus IT-Systemen, was eine faktenbasierte und transparente Sicht auf die tatsächlichen Ist-Prozesse ermöglicht.
Die Datenvorverarbeitung ist ein kritischer Schritt, da sie die Basis für die Modellqualität bildet. Herausforderungen wie Rauschen, Unvollständigkeit und die Homogenisierung unterschiedlicher Case-IDs sind essenziell, um ein verwertbares Prozessmodell zu erhalten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

