Fachbuch, 2020
114 Seiten
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau und Vorgehensweise
Theoretischer Teil
2 Grundlagen, Begriffsdefinitionen und Modelle
2.1 Veränderungen der Arbeitswelt
2.2 Arbeitsgestaltung in der heutigen Zeit
2.3 Psychische Belastung und Beanspruchung an der Arbeit
2.4 Belastungs-Beanspruchungsmodell
2.5 Mögliche Auswirkungen psychischer Belastungen
2.6 Kompetenzen & Ressourcen
2.7 Resilienz
2.8 Risiko- und Schutzfaktoren
2.8.1 Resilienzfaktoren
2.8.2 Resilienzmodelle
2.8.3 Abzugrenzende Konzepte
3 Forschungsentwicklung und Einordnung von Resilienz
3.1 Entwicklung der Resilienzforschung und wichtige empirische Studien
3.2 Einordnung in die Positive Psychologie
3.3 Einordnung in die Organisationspsychologie
4 Resilienz im beruflichen Kontext
4.1 Aktueller Forschungsstand
4.2 Resilienzmodell für die Arbeit
4.3 Differenzierung auf verschiedenen Wirkebenen
4.4 Messinstrumente
4.5 Förderungsmöglichkeiten und Handlungsempfehlungen
4.5.1 Organisationsebene
4.5.2 Führungsebene
4.5.3 Teamebene
4.5.4 Individualebene
Empirischer Teil
5 Die qualitativen Interviews
5.1 Präzisierung der Fragestellung
5.2 Forschungsmethode und Untersuchungsdesign
5.3 Datenaufbereitung und -analyse
5.4 Untersuchungsergebnisse nach Antwortkategorien
6 Anpassung des Mehrebenenmodells und Diskussion
7 Zusammenfassung
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie Resilienz als zentraler Faktor zur Bewältigung der Anforderungen der modernen Arbeitswelt gefördert werden kann, um Gesundheit, Motivation und Arbeitsfähigkeit von Mitarbeitern zu erhalten. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Identifikation von Prozessen resilienten Verhaltens sowie Einflussfaktoren auf den Ebenen Individuum, Team und Organisation.
2.4 Belastungs-Beanspruchungsmodell
Den Zusammenhang zwischen psychischer Belastung und Beanspruchung verdeutlicht das Belastungs-Beanspruchungsmodell der DIN EN ISO 10075-1 übersichtlich. Es hat sich in der Arbeitsmedizin weit verbreitet (Neuner, 2019). Die Anfänge dieses Modells machte 1975 das Belastungs-Beanspruchungs-Konzept nach Rohmert, welches Belastung und Beanspruchung als Ursache-Wirkungs-Beziehung versteht. Mit der Zeit wurde das Konzept weiterentwickelt und die persönlichen Ressourcen als Moderator hinzugefügt (siehe Abb.1).
Die äußeren Bedingungen an einem Arbeitsplatz stellen die Belastung dar und die daraus resultierenden individuellen Auswirkungen, die Beanspruchung. Auftretende Belastungen und Beanspruchungen sind an sich nicht schädlich. Die Gesamtheit der äußeren Einflüsse ergeben ein individuelles Beanspruchungsprofil (Neuner, 2019). Die resultierende Beanspruchung hängt stark von den persönlichen Ressourcen des Individuums ab, weil Menschen unterschiedliche Bewältigungsstrategien und Ressourcen im Umgang mit Herausforderungen haben (Neuner, 2019). Für den einen ist die Beanspruchung aufgrund seiner persönlichen Voraussetzungen gering und für den anderen unter Umständen hoch, obwohl die Belastung gleich stark ist. Zudem ist die Beanspruchung abhängig von der Dauer und dem Zeitpunkt des Auftretens der Belastung (Faller, 2012). Wenn die persönlichen Ressourcen einer Person durch die Belastung zu gering oder auch zu stark beansprucht werden, kommt es zu einer Fehlbeanspruchung (Neuner, 2019). Problematisch ist, dass hier die Begriffe „Belastung“, „Beanspruchung“ und „persönliche Ressourcen“ relativ unspezifisch sind (Neuner, 2019).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt vor und begründet die Relevanz von Resilienz als zentrales Forschungsfeld.
2 Grundlagen, Begriffsdefinitionen und Modelle: In diesem Kapitel werden die theoretischen Fundamente, inklusive des Belastungs-Beanspruchungsmodells und der Differenzierung von Schutzfaktoren, gelegt.
3 Forschungsentwicklung und Einordnung von Resilienz: Hier erfolgt eine historische Einordnung der Resilienzforschung sowie ihre Verortung in der Positiven Psychologie und Organisationspsychologie.
4 Resilienz im beruflichen Kontext: Dieses Kapitel behandelt den aktuellen Forschungsstand zu arbeitsbezogener Resilienz sowie Handlungsfelder für Organisation, Team und Individuum.
5 Die qualitativen Interviews: Dieser Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise und das Forschungsdesign der empirischen Untersuchung.
6 Anpassung des Mehrebenenmodells und Diskussion: Das Kapitel verknüpft die empirischen Ergebnisse mit den theoretischen Modellen und diskutiert die gewonnenen Erkenntnisse.
7 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Resilienz, Arbeitswelt, Psychische Belastung, Beanspruchung, Positive Psychologie, Ressourcen, Schutzfaktoren, Organisationspsychologie, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Führung, Teamresilienz, Individuelle Resilienz, Arbeitsgestaltung, Coping, Qualitative Inhaltsanalyse
Die Arbeit analysiert Resilienz im Arbeitsleben, um Empfehlungen für die Bewältigung von Herausforderungen der modernen Arbeitswelt zu geben.
Die Arbeit beleuchtet die psychische Belastung am Arbeitsplatz, das Resilienzkonzept in der Organisationspsychologie sowie konkrete Förderungsmöglichkeiten auf individueller, Team- und Organisationsebene.
Das Ziel ist es, Faktoren und Prozesse zu identifizieren, die Resilienz im Arbeitskontext stärken, und daraus abgeleitet ein erweitertes Mehrebenenmodell der Wirkmechanismen zu erstellen.
Es kommt die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring zum Einsatz, basierend auf fünf leitfadengestützten Experteninterviews mit Arbeitnehmern.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, eine historische Einordnung der Forschung, ein Modell zur Resilienz im Arbeitskontext sowie einen umfassenden empirischen Analyseteil.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Resilienz, Arbeitswelt, Ressourcen, Schutzfaktoren, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Führung und psychische Beanspruchung.
Führungskräfte fungieren als Vorbilder und Gestalter eines förderlichen Umfelds, indem sie Orientierung bieten, Kommunikation fördern und Arbeitsbedingungen anpassen.
Das Modell ermöglicht es Unternehmen, Resilienz nicht nur individuell zu betrachten, sondern ganzheitlich auf Team- und Organisationsebene anzusetzen.
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