Bachelorarbeit, 2016
33 Seiten, Note: 2,0
Diese Bachelorarbeit untersucht die eiablagevermittelte, fraßinduzierte Verteidigung der Feldulme (Ulmus minor) gegen herbivore Insekten im Halbfreilandversuch. Dabei wird der Einfluss der Anwesenheit von Siebenpunktmarienkäferlarven (Coccinella septempunctata) auf die Verteidigungsmechanismen der Feldulme untersucht.
Die Zusammenfassung fasst die Ergebnisse der Bachelorarbeit zusammen, die sich mit dem eiablagevermittelten Priming der Verteidigung der Feldulme gegen herbivore Insekten beschäftigt. Es wird festgestellt, dass die Feldulme ihre Abwehrmechanismen durch die Eiablage von Ulmenblattkäfern verstärkt. Der Einfluss der Anwesenheit von Siebenpunktmarienkäferlarven auf dieses Priming wird untersucht und es wird gezeigt, dass das Abfressen der Eigelege durch die Marienkäferlarven die Priming-Reaktion der Feldulme reduziert.
Die Einleitung gibt einen Überblick über die verschiedenen Abwehrmechanismen von Pflanzen gegen Herbivoren und beleuchtet dabei die Unterscheidung zwischen konstitutiver und induzierter Verteidigung. Die Bedeutung des Priming der Abwehr, d.h. der Voraktivierung der Verteidigung durch einen vorherigen Stimulus, wird erläutert. Die Arbeit fokussiert auf die Feldulme (Ulmus minor) und deren Abwehrstrategien gegen den Ulmenblattkäfer (Xanthogaleruca luteola).
Dieses Kapitel beschreibt die verwendeten Versuchsorganismen, ihre Haltung und Zucht sowie die Versuchsdurchführung und die statistische Auswertung der Daten.
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Feldulme (Ulmus minor), Ulmenblattkäfer (Xanthogaleruca luteola), Siebenpunktmarienkäfer (Coccinella septempunctata), Eiablage, fraßinduzierte Verteidigung, Priming, Herbivorie, Larvalmortalität, Halbfreilandversuch, Trophieebenen, Volatile Organic Compounds (VOC), Eiparasitoide.
Priming bedeutet, dass die Feldulme durch die Eiablage von Insekten (wie dem Ulmenblattkäfer) vorgewarnt wird. Sie ändert ihre Inhaltsstoffe so, dass schlüpfende Larven später eine höhere Mortalität aufweisen.
Durch das Priming nimmt die Konzentration von Robinin in den Blättern zu. Wenn Larven diese Substanz fressen, führt dies zu einer erhöhten Larvalmortalität.
Wenn Siebenpunktmarienkäferlarven die Eigelege des Ulmenblattkäfers abfressen, fährt die Ulme ihre Priming-Reaktion wieder herunter, da kein Fraßschaden mehr zu erwarten ist.
Im Gegensatz zum Abfressen durch Fressfeinde bleibt der Priming-Effekt bei einer rein mechanischen Entfernung (z. B. mit einem Skalpell) bestehen. Die Pflanze erkennt dies nicht als "Entwarnung".
Ja, die Bachelorarbeit konnte nachweisen, dass die zuvor unter Laborbedingungen beobachteten Effekte des eiablagevermittelten Primings auch im Halbfreilandversuch gültig sind.
Die Trophieebenen umfassen die Pflanze (Feldulme), den Herbivoren (Ulmenblattkäfer) und den Prädator (Siebenpunktmarienkäfer).
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