Bachelorarbeit, 2016
47 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Unternehmenskooperationen
2.2 Transaktionskostentheorie als Instrument der Institutionsökonomik
3 Bestandsaufnahme des deutschen Carsharing-Marktes
4 Transaktionskostentheoretische Analyse ausgewählter Beispiele
4.1 BMW und Sixt
4.1.1 Kooperationspartner und -ausgestaltung
4.1.2 Transaktionsdimensionen
4.1.3 Beurteilung der Kooperationsentscheidung
4.2 Daimler und Deutsche Bahn
4.2.1 Kooperationspartner und -ausgestaltung
4.2.2 Transaktionsdimensionen
4.2.3 Beurteilung der Kooperationsentscheidung
4.3 Gegenüberstellung und Vergleich
5 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit unterschiedliche Kooperationsstrategien im Carsharing-Markt durch die Transaktionskostentheorie erklärt werden können. Ziel ist es, die Wahl der Organisationsform (Joint Venture vs. Unternehmensnetzwerk) anhand von Transaktionsdimensionen zu analysieren und deren Optimalität zu bewerten.
4.1.1 Kooperationspartner und -ausgestaltung
Die BMW Group ist mit ihren Marken BMW, MINI und Rolls-Royce der weltweit führende Premium-Hersteller von Automobilen und Motorrädern und Anbieter von Premium-Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen. Das Unternehmen wurde 1916 gegründet und kann somit auf 100 Jahre Erfahrung in der Produktion von Automobilen zurückgreifen.
Sixt SE ist ein international führender Anbieter hochwertiger Mobilitätsdienstleistungen für Geschäfts- und Firmenkunden sowie Privatreisende. Das 1912 gegründete Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern weltweit vertreten und weitet seine Präsenz kontinuierlich aus. In Deutschland ist Sixt der größte Autovermieter und einer der führenden hersteller- und bankenunabhängigen Anbieter von Full-Service-Leasing- und Fuhrparkmanagement-Dienstleistungen. Das deutsche Stationsnetz umfasst fast 500 Stationen in allen größeren Städten.
Im Mai 2011 gründeten die BMW Group und Sixt SE die Plattform DriveNow. DriveNow ist ein Premium-Carsharing-Produkt für den kurzfristigen Mobilitätsbedarf in Großstädten. Beide Unternehmen sind zu jeweils 50 Prozent an dem Joint Venture beteiligt. Auch die Geschäftsführung von DriveNow wird je zur Hälfte von einem Manager aus dem Hause von BMW und einem Geschäftsführer von Sixt übernommen. Während sich Sebastian Hofelich von BMW um das Marketing und die Finanzen kümmert, hat Nico Gabriel von Sixt die Aufgaben im Bereich des Operations und Business Developments inne. Es handelt sich demnach um eine bilaterale Kooperation.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Mobilität hin zum Carsharing und stellt die zentrale Problemstellung sowie die Forschungsfrage der Arbeit vor.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Unternehmenskooperation und erläutert die Transaktionskostentheorie als Analyseinstrument.
3 Bestandsaufnahme des deutschen Carsharing-Marktes: Hier werden die verschiedenen Formen des Carsharings sowie die Marktentwicklung in Deutschland anhand aktueller Daten dargestellt.
4 Transaktionskostentheoretische Analyse ausgewählter Beispiele: Das Hauptkapitel analysiert die Kooperationen zwischen BMW und Sixt sowie Daimler und der Deutschen Bahn mittels der Transaktionskostentheorie.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der kooperationstheoretischen Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Mobilitätsmarkt.
Carsharing, Unternehmenskooperation, Transaktionskostentheorie, Institutionenökonomik, BMW, Sixt, Daimler, Deutsche Bahn, DriveNow, car2go, Joint Venture, Unternehmensnetzwerk, Transaktionskosten, Mobilitätsdienstleistungen, Strategische Allianz.
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Automobilhersteller durch Unternehmenskooperationen auf den Wandel der Mobilitätswelt und den Trend zum Carsharing reagieren.
Zentrale Themen sind die Transaktionskostentheorie, verschiedene Organisationsformen der Kooperation (Joint Venture vs. Unternehmensnetzwerk) und die praktische Anwendung auf den Carsharing-Markt.
Das Ziel besteht darin, die gewählten Organisationsformen der untersuchten Kooperationen mittels der Transaktionskostentheorie auf ihre Optimalität hin zu bewerten.
Die Arbeit nutzt die Transaktionskostentheorie der neuen Institutionenökonomik, um anhand von Transaktionsdimensionen wie Spezifität, Unsicherheit und Häufigkeit die Kooperationsentscheidungen zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Marktübersicht und die detaillierte Analyse zweier Fallbeispiele: das Joint Venture DriveNow (BMW/Sixt) und das Unternehmensnetzwerk zwischen Daimler und der Deutschen Bahn.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Carsharing, Unternehmenskooperation, Transaktionskostentheorie, Joint Venture und Mobilitätsdienstleistungen geprägt.
Aufgrund hoher spezifischer Investitionen und der strategischen Bedeutung sichert das Joint Venture durch einen hohen Institutionalisierungsgrad die Stabilität und mindert das Risiko opportunistischen Verhaltens.
Im Gegensatz zum Joint Venture wurde hier ein geringerer Institutionalisierungsgrad in Form eines Kooperationsvertrags gewählt, um die Flexibilität für die beteiligten, rechtlich selbstständigen Partner zu wahren.
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