Masterarbeit, 2018
168 Seiten, Note: 1,8
1. Hinführung zum Thema
1.1. Forschungsstand
1.2. Methodisches Vorgehen
2. Theoretische Überlegungen
2.1. Begriffserklärung
2.1.1. Identität
2.1.2. Afrodeutsche, Schwarze Deutsche, People of Color
2.2. Drei Konzepte der Identität nach Stuart Hall
2.2.1. Kulturelle Repräsentation
2.2.2. Nation und kulturelle Nation
2.3. Die Identitätskonstruktion „Schwarz"
2.4. Wir (und) die Anderen: Schwarzsein und Deutschsein
2.5. Critical Whiteness und Identitätskonstruktion
3. Hip‐Hop
3.1. Geschichte des Hip‐Hops
3.2. Hip‐Hop, Identität und Identitätskonstruktionen
3.3. Performative Identifikationsmöglichkeiten
3.4. Konzepte als Werkzeuge zur Identitätsbildung
3.5. Repräsentation
3.6. Differenzierung
4. Hip‐Hop in Deutschland
4.1. Geschichte des Hip‐Hops in Deutschland– 1980 bis 1990
4.2. Das sozial‐politisches Klima und die Bedeutung des Hip‐Hops für PoCs in Deutschland
4.3. Advanced Chemistry „Fremd im eigenem Land“
4.4. Brothers‐ und Sisters Keepers
5. Women of Color ‐ Identitäten in der deutschen Medienkultur
5.1. Women of Color ‐ Identitäten und Frauenbewegung in Deutschland
5.2. Schwarze (WoC‐)Identitäten in der Popmusik
5.3. Die Musikgruppe „Tic Tac Toe“
5.4. Die postmoderne Entertainment Medienkultur
6. Empirischer Teil
6.1. Die „Qualitative Inhaltsanalyse“ nach Philip Mayring
6.2. Die „Kritische Diskursanalyse“ nach Siegfried Jäger
6.3. Die Feinanalyse
7. Durchführung: Qualitative Inhaltsanalyse
7.1. Methodisches Vorgehen
7.2. Biografie „Leila Akinyi“
7.3. Biografie „Sisters Keepers“
7.4. Darstellung der Ergebnisse: Das Kategoriensystems
7.5. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
7.5.1. Afro Spartana (weil ich schwarz bin)
7.5.2. Mit Liebe und Verstand Sisters Keepers
7.6. Gegenüberstellung und Interpretation der Ergebnisse
8. Die Einzelfallanalyse
8.1. Falldefinition und Fragestellung
8.2. Materialaufbereitung
8.3. Festlegung der Methoden und konkrete Vorgehensweise
8.4. Vorstellung des Kategoriensystems
8.5. Interpretation der Ergebnisse
9. Fazit und weiterführende Überlegungen
Die Arbeit untersucht, wie Künstlerinnen der „Women of Color“ (WoC) in Deutschland durch Hip-Hop ihre Identität konstruieren und ihre Erfahrungen mit Rassismus sowie Diskriminierung in der Mehrheitsgesellschaft verarbeiten. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf den Wandel in Inhalt und Sprache von Songtexten über einen Zeitraum von 15 Jahren, am Beispiel von Leila Akinyi im Vergleich zur Gruppe Sisters Keepers.
4.3. Advanced Chemistry „Fremd im eigenem Land“
Im August 1992 kam es in Deutschland zum schwersten rassistischen Anschlag jener Zeit. Hunderte Rechtsextreme griffen unter dem Beifall von 2000 Anwohnern über mehrere Tage die zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber in Mecklenburg-Vorpommern an. Nur weil sich die Eingesperrten selbst befreien konnten, wurde niemand getötet. In Mecklenburg-Vorpommern, wie auch in anderen Teilen Deutschlands, überließen die Polizei, die Stadt, das Land und die Bundesregierung Rechtsextremisten die Straßen (YPA, 2008).
Bei einem Brandanschlag, zwei Monate nach den Anschlägen in Rostock, töteten Neonazis in Mölln ein zehn- und ein vierzehnjähriges Mädchen, sowie ihre Großmutter. Am 6. Dezember 1992 beschloss der Deutsche Bundestag mit den Stimmen von CDU, FDP und SPD, trotz der Proteste von 200.000 Menschen, die Abschaffung des individuellen Grundrechts auf Asyl (ebd.).
1. Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel verortet die Arbeit im Kontext der afrodeutschen Bewegung und des Identitätsdiskurses und definiert die zentralen Forschungsfragen.
2. Theoretische Überlegungen: Hier werden zentrale Begriffe wie Identität, Rassismus und "othering" basierend auf den Theorien von Stuart Hall diskutiert.
3. Hip-Hop: Dieses Kapitel beleuchtet Hip-Hop als soziokulturelles Phänomen und dessen Bedeutung für Identitätskonstruktionen durch Performativität.
4. Hip-Hop in Deutschland: Es wird die historische Entwicklung des Hip-Hops in Deutschland und dessen politische Bedeutung für PoCs nach der Wiedervereinigung nachgezeichnet.
5. Women of Color - Identitäten in der deutschen Medienkultur: Der Fokus liegt auf der Rolle von Schwarzer Frauen in der Medienkultur und ihrem Kampf gegen rassistische Stereotype.
6. Empirischer Teil: Die verwendeten wissenschaftlichen Methoden, namentlich die "Qualitative Inhaltsanalyse" nach Mayring und die "Kritische Diskursanalyse" nach Jäger, werden eingeführt.
7. Durchführung: Qualitative Inhaltsanalyse: Das methodische Vorgehen bei der Analyse der Songs von Leila Akinyi und Sisters Keepers wird dargelegt und die Ergebnisse interpretiert.
8. Die Einzelfallanalyse: Ergänzend zur Inhaltsanalyse wird hier eine Einzelfallanalyse der Künstlerin Leila Akinyi vorgenommen.
9. Fazit und weiterführende Überlegungen: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und verknüpft sie mit den theoretischen Grundlagen zum Thema Identität und Rassismus.
Hip-Hop, Identität, Rassismus, Women of Color, Diskriminierung, Afrodeutsche, Songtextanalyse, Qualitative Inhaltsanalyse, Leila Akinyi, Sisters Keepers, Othering, Performativität, Selbstbewusstsein, Deutschland, Empowerment.
Die Arbeit analysiert die Identitätskonstruktion von WoC-Künstlerinnen im deutschen Hip-Hop und untersucht, wie sie Rassismus und Diskriminierung in ihren Texten thematisieren.
Zentrale Themen sind die Rolle von WoC-Rapperinnen in der deutschen Popkultur, der Umgang mit dem "Schwarzsein" und die Performativität von Identität in der Musik.
Ziel ist es zu ergründen, wie WoC-Künstlerinnen ihr Selbstbewusstsein durch Hip-Hop stärken und mit Unterdrückungsprozessen in der Mehrheitsgesellschaft umgehen.
Es wurde ein Mehr-Methoden-Ansatz gewählt, bestehend aus einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Philip Mayring und einer ergänzenden Einzelfallanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (u.a. Stuart Hall), die historische Einordnung des Hip-Hops in Deutschland und die detaillierte Analyse der Songs von Leila Akinyi und Sisters Keepers.
Identität, Rassismus, Othering, Empowerment, Performativität und afro-deutsche Identitätsdiskurse bilden das begriffliche Fundament.
Während die Sisters Keepers einen direkteren Dialog mit der Mehrheitsgesellschaft suchen, arbeitet Leila Akinyi mit einer plakativeren Rhetorik und nutzt Klischees zur Dekonstruktion hegemonialer Bilder.
Die Feinanalyse dient dazu, Songtexte über die rein lexikalische Ebene hinaus zu interpretieren, um latente Sinnstrukturen und die ideologische Haltung der Künstlerinnen sichtbar zu machen.
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