Masterarbeit, 2020
78 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Stand der Technik
2.1 Presshärten
2.1.1 Verfahrensvarianten des Presshärteprozesses
2.1.2 Werkzeuge und Halbzeuge
2.1.3 Umwandlungshärtung
2.2 Tribologie
2.2.1 Tribologisches System
2.2.2 Reibung
2.2.3 Verschleiß
2.3 Oberflächen- und Rauheitsmessung
2.4 Werkzeugoberflächenmodifizierung
2.4.1 Beschichtung durch Gasabscheidung
2.4.2 Laserimplantationsverfahren
3 Aufgabenstellung
4 Eingesetzte Anlagen, Werkstoffe, Beschichtungssysteme und Hartstoffe
4.1 Werkzeugwerkstoff
4.2 Blechhalbzeug
4.3 Eingesetzte Hartstoffe
4.3.1 Niobdiborid (NbB2):
4.3.2 Nibobcarbid (NbC):
4.3.3 Titandiborid (TiB2):
4.3.4 Titancarbid (TiC):
4.3.5 Titannitrid (TiN):
4.4 Eingesetzte Werkzeugmodifikationen
4.4.1 PVD- Beschichtung
4.4.2 Laserimplantation
4.5 Versuchsanlagen und Analysegeräte
4.5.1 Tribotester
4.5.2 Keyence Laserscanning Mikroskop
4.5.3 Perthometer
4.5.4 Mikroerodiermaschine
4.5.5 Metallographische Probenpräparation
5 Versuchsdurchführung
5.1 Tribotester
5.2 Ermittlung der Oberflächeneigenschaften
5.2.1 Reibzahlauswertung
5.2.2 Verschleißmessungen
5.2.3 Verschleißspurmessung – taktil
5.2.4 Verschleißspurmessung – optisch
5.2.5 Querschliffbilder
6 Auswertung
6.1 Implantathöhen
6.2 Querschliffbilder
6.3 Verschleißspurmessung - Perthometer
6.4 Verschleißspurmessung – LSM
6.5 Verschleißmessung
6.6 Reibzahlen
7 Diskussion und Gegenüberstellung der Ergebnisse
7.1 Interpretation der Ergebnisse
7.1.1 Implantathöhe
7.1.2 Querschliffbilder
7.1.3 Verschleißspurmesswerte – Oberflächenkennwerte
7.1.4 Verschleißmessung
7.1.5 Reibzahlen
7.2 Gegenüberstellung der Oberflächenmodifikationen
8 Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung des tribologischen Einsatzverhaltens von mittels Laserimplantation modifizierten Werkzeugoberflächen im Kontext des industriellen Presshärteprozesses, um die Werkzeugstandzeit durch die Reduzierung von adhäsivem Verschleiß nachhaltig zu erhöhen.
2.4.2 Laserimplantationsverfahren
Als Laserimplantierung oder Laserimplantation wird das Verfahren bezeichnet, bei dem mittels eines gepulsten Laserstrahls, lokal keramische Hartstoffpartikel in die Oberfläche einer metallischen Grundmatrix eingebracht werden und wodurch eine Metall-Hartstoff-Matrix entsteht, was eine Weiterentwicklung eines Metall-Matrix Komposite (engl. MMC) darstellt [42].
Bei der Herstellung von MMCs werden hauptsächlich kontinuierliche Lasersysteme verwendet und dabei versucht eine homogene Beschichtung auf der gesamten Oberfläche oder den stark beanspruchten Bereichen des Werkstücks/Werkzeug zu erreichen. Diese Technik wird angewendet, um die Eigenschaften des Substratwerkstoffs mit den Eigenschaften der eingebrachten Keramikpartikel zu kombinieren, wodurch es möglich ist, in einen duktilen Werkstoff Hartstoffpartikel einzubetten [42]. Durch die Verwendung von MMCs konnte bereits eine signifikante Verbesserung der Verschleißeigenschaften von Aluminium [43], Kalt-, und Warmarbeitsstähle erzielt und nachgewiesen werden [44].
Beim Laserimplantationsverfahren wird im Gegensatz zum Herstellungsverfahren eines MMCs eine diskontinuierliche und nur lokal stattfindende Laserstrahleinwirkung verwendet, wodurch sich sowohl ein vor Verschleiß schützender Materialmix als auch eine geometrische Form erzielen lässt. In Abbildung 11 ist der schematische Ablauf des Laserimplantationsverfahrens darstellt. Während des Prozesses wird in einem ersten Schritt zunächst der Grundwerkstoff, dessen mechanische Eigenschaften verändert werden sollen, durch eine 40 bis 180 μm dicke mit Keramikpartikeln angereicherte Schicht benetzt. Anschließend wird die präparierte Oberfläche dann ca. 6 h an der Luft getrocknet, wodurch die Schichtdicke um ±5 % schrumpf. In einem zweiten Schritt wird nun die Oberfläche mit einem beispielsweise gepulsten Nd:YAG Laser belichtet, wodurch die Oberfläche des Substrats lokal aufgeschmolzen wird [42]. Durch das Aufschmelzen des Werkstoffes ist es möglich, dass die in der Beschichtung enthaltenen Karbide sich mit dem Trägerwerkstoff verbinden und diese in der erstarrten Schmelze gebunden werden [45].
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Untersuchung durch den wachsenden Bedarf an Leichtbaulösungen in der Automobilindustrie und die damit verbundenen Herausforderungen an die Standzeit von Presshärtewerkzeugen.
2 Stand der Technik: Hier werden die Grundlagen des Presshärteprozesses, der Tribologie, relevanter Messverfahren sowie bestehender Oberflächenmodifikations- und Beschichtungstechnologien erörtert.
3 Aufgabenstellung: Dieser Abschnitt definiert das Ziel der Arbeit: die Untersuchung des tribologischen Einsatzverhaltens laserimplantierter Werkzeuge mittels einer systematischen Methodik.
4 Eingesetzte Anlagen, Werkstoffe, Beschichtungssysteme und Hartstoffe: Dieses Kapitel spezifiziert die verwendeten Materialien, wie den Werkzeugstahl 1.2367 und diverse Hartstoffe, sowie die für die Versuche und Analysen genutzten Anlagen und Geräte.
5 Versuchsdurchführung: Das Kapitel beschreibt den Versuchsaufbau des Tribotesters, die Parameter der Versuchsdurchführung sowie die angewandten optischen und taktilen Analyse- und Messverfahren.
6 Auswertung: Hier werden die experimentellen Ergebnisse, insbesondere Implantathöhen, Querschliffbilder, Rauheitswerte, Verschleißvolumina und Reibzahlen, detailliert vorgestellt und gegenübergestellt.
7 Diskussion und Gegenüberstellung der Ergebnisse: Dieser Teil analysiert die gewonnenen Daten kritisch, interpretiert die Wirkzusammenhänge und bewertet die Eignung der verschiedenen Oberflächenmodifikationen für den Presshärteprozess.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt Empfehlungen für weiterführende Untersuchungen zur Prozessoptimierung.
Presshärten, Tribologie, Laserimplantation, Hartstoffe, Werkzeugverschleiß, Adhäsion, Oberflächenmodifikation, 22MnB5, Werkzeugstandzeit, PVD-Beschichtung, Verschleißvolumen, Reibzahl, Verschleißmechanismen, Metall-Matrix-Verbundwerkstoff.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verbesserung der Werkzeugstandzeit beim Presshärten durch den gezielten Einsatz eines innovativen Laserimplantationsverfahrens zur Oberflächenmodifikation.
Die zentralen Themen umfassen die industrielle Blechumformung (speziell Presshärten), tribologische Verschleißmechanismen, moderne Beschichtungs- und Implantationsverfahren sowie die experimentelle Werkstoffanalyse.
Das Ziel ist die Erforschung des tribologischen Einsatzverhaltens von laserimplantierten Werkzeugoberflächen, um das Verständnis für Verschleißvorgänge zu vertiefen und geeignete Hartstoff-Kombinationen für die industrielle Praxis zu identifizieren.
Es wird eine experimentelle Methodik angewandt, die einen modifizierten Pin-on-Disc-Versuch auf einem Knickarmroboter nutzt, um industrielle Prozessbedingungen zu simulieren, gefolgt von einer tiefgehenden optischen und taktilen Analyse der Verschleißspuren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Versuchsparameter, die detaillierte Beschreibung der Messmethoden (u.a. Laserscanningmikroskopie und Perthometer) und die umfassende quantitative sowie qualitative Auswertung der verschiedenen Hartstoff-Implantate.
Wichtige Begriffe sind Presshärten, Laserimplantation, adhäsiver Verschleiß, Werkzeugstandzeit, Oberflächenrauheit und Hartstoffpartikel wie TiB2, TiC oder TiN.
Die Untersuchungen ergaben, dass insbesondere Hartstoffe auf Titanbasis (wie TiB2, TiC und TiN) ein sehr gutes Einsatzverhalten zeigen, da sie gleichmäßige Geometrien bilden und das Adhäsionsvolumen im Vergleich zur Referenz signifikant reduzieren.
Es konnte eine Abhängigkeit zwischen der Schmelztemperatur des verwendeten Hartstoffes und der ausgebildeten Strukturhöhe festgestellt werden: Je niedriger die Schmelztemperatur, desto kleiner fielen die Geometrien bei gleichbleibenden Fertigungsparametern aus.
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