Bachelorarbeit, 2019
50 Seiten, Note: 2,7
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
1. Einleitung
2. Identität – Begriffliche Annäherungen und Konzepte
2.1 Der Identitätsbegriff nach George H. Mead
2.2 Die Identitätstheorie nach Erik H. Erikson
2.3 Identitätsentwicklung im Grundschulalter und Zusammenführung der Erkenntnisse
3. Bilderbücher
3.1 Zum Begriff „Bilderbuch“
3.2 Problemorientierte Bilderbücher
3.3 „Ein fünfdimensionales Modell zur Bilderbuchanalyse“ nach Michael Staiger
3.3.1 „Narrative Dimension“
3.3.2 „Verbale Dimension“
3.3.3 „Bildliche Dimension“
3.3.4 „Intermodale Dimension“
3.3.5 „Paratextuelle & materielle Dimension“
4. Darstellung und Analyse der ausgewählten Bilderbücher
4.1 Bilderbuch 1 „Irgendwie Anders“
4.2 Bilderbuch 2 „Elmar“
4.3 Bilderbuch 3 „Das kleine Ich bin Ich“
5. Beurteilung der ausgewählten Bilderbücher in Hinblick auf Identitätsentwicklung
5.1 Bilderbuch 1 „Irgendwie Anders“
5.2 Bilderbuch 2 „Elmar“
5.3 Bilderbuch 3 „Das kleine Ich bin Ich“
5.4 Zusammenfassende und vergleichende Erkenntnisse
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern ausgewählte problemorientierte Bilderbücher die Identitätsentwicklung von Kindern im Grundschulalter unterstützen können, indem sie Konzepte der Identität und des Andersseins in fiktionalen Erzählungen thematisieren.
3.2 Problemorientierte Bilderbücher
Im Gegensatz zu den in hohen Auflagen erscheinenden Bilderbüchern über die heile Kinderwelt greifen problemorientierte Bilderbücher Themen und Konflikte aus der Welt der Kinder auf und stellen diese anhand einer fiktionalen Geschichte dar. Aufgrund des Realitätsbezuges zählen sie meist zur realistischen Kinderliteratur. Teilweise werden aber auch erfahrbare Geschichten in eine phantastische Welt übertragen und die Protagonisten treten als Fabelwesen oder Tiere auf. Die fiktiven Gestalten ermöglichen es dem Kind durch die Andersartigkeit sich von der Geschichte abzugrenzen, gleichzeitig werden ihnen aber auch Möglichkeiten zur Identifikation geboten und das Kind kann die Konflikte auf die eigene Welt zurückführen. Problemorientierte Bilderbücher können dem Kind zeigen, dass es mit seinen Problemen nicht alleine ist und auch andere Menschen oder Figuren ihre Konflikte haben. Durch die Identifikation mit den handelnden Personen erlernen sie auch, sich in andere hineinzuversetzen und Mitgefühl zu entwickeln. Außerdem können Lösungen für Konflikte gefunden werden, indem das Kind die Geschichte aktiv miterlebt und nachempfindet. Im Bezug zur Umwelt kann das problemorientierte Bilderbuch zudem eine Hilfe als Eingliederung in die Gesellschaft darstellen, da es auch immer verschiedene Werte und Normen vermittelt. Exemplarisch lassen sich als Themen Tod, Andersartigkeit oder Angst nennen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Identitätsentwicklung bei Kindern ein und skizziert das Ziel der Arbeit, diese anhand dreier ausgewählter Bilderbücher zu analysieren.
2. Identität – Begriffliche Annäherungen und Konzepte: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Identität durch die Theorien von George H. Mead und Erik H. Erikson sowie deren Bedeutung für das Grundschulalter.
3. Bilderbücher: Es erfolgt eine Definition des Begriffs Bilderbuch, eine Eingrenzung auf problemorientierte Werke und die Vorstellung des fünfdimensionalen Analysemodells von Michael Staiger.
4. Darstellung und Analyse der ausgewählten Bilderbücher: In diesem Kapitel werden die drei Bilderbücher „Irgendwie Anders“, „Elmar“ und „Das kleine Ich bin Ich“ einzeln mittels des Staiger-Modells analysiert.
5. Beurteilung der ausgewählten Bilderbücher in Hinblick auf Identitätsentwicklung: Die Ergebnisse der Einzelanalysen werden hier mit den theoretischen Modellen aus Kapitel 2 verknüpft und miteinander verglichen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass problemorientierte Bilderbücher ein wertvolles Medium zur Unterstützung der kindlichen Identitätsentwicklung darstellen.
Identitätsentwicklung, Bilderbuch, Grundschulalter, Identität, Anderssein, problemorientiertes Bilderbuch, George H. Mead, Erik H. Erikson, Michael Staiger, Selbstkonzept, Sozialisation, Rollenübernahme, Identifikation, Persönlichkeit, Pädagogik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Identitätsentwicklung von Kindern im Grundschulalter und untersucht, welchen Beitrag problemorientierte Bilderbücher zu diesem Prozess leisten können.
Die zentralen Themen sind Identität, Anderssein, soziale Eingliederung und Selbststärkung, eingebettet in entwicklungspsychologische und soziologische Theorien.
Das primäre Ziel ist es, in einer vergleichenden Betrachtung herauszufinden, inwiefern drei ausgewählte Bilderbücher die Identitätsentwicklung von Grundschulkindern thematisieren und fördern.
Die Autorin nutzt zur Analyse ein fünfdimensionales Modell nach Michael Staiger (narrative, verbale, bildliche, intermodale sowie paratextuelle Dimension), um die Bilderbücher systematisch zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Identitätskonzepte (Mead/Erikson), eine methodische Einführung in die Bilderbuchanalyse und die detaillierte Untersuchung der drei spezifischen Titel.
Wichtige Begriffe sind Identitätsentwicklung, Identitätskonzepte, problemorientierte Bilderbücher, Anderssein und die analytische Verknüpfung von Bild und Text.
Die Charaktere nutzen die Rollenübernahme (z. B. durch das Spiel), um sich selbst aus der Perspektive anderer zu sehen, Verhaltensweisen zu vergleichen und so ihr eigenes Selbstbild und ihre Identität zu reflektieren.
Eriksons Phasenmodell dient als theoretisches Gerüst, um die inneren Konflikte der Bilderbuchprotagonisten als notwendige Entwicklungsschritte zu deuten, die zur Ausbildung einer gesunden Persönlichkeit führen.
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