Doktorarbeit / Dissertation, 2019
151 Seiten, Note: 1,0
Einleitung............................................................................................................................. 15
1. Stand der Forschung .................................................................................................... 18
1.1. Gesundheitsproblem Adipositas in den DACH-Ländern......................................18
1.2. Stellenwert von Public Health...............................................................................22
1.3. Der Stellenwert von Public Health im Bereich Adipositas...................................22
1.4. Stellenwert von Health Literacy............................................................................24
1.5. Stellenwert von Health Literacy in Europa...........................................................27
1.6. Stellenwert von Health Literacy in Deutschland ..................................................28
1.7. Stellenwert von Health Literacy bei Adipositas....................................................30
1.8. Stellenwert von Compassion in Healthcare ..........................................................32
1.9. Compassion in Healthcare und Adipositas ...........................................................33
1.10. Offizielle Leitlinien für die Therapie von Adipositas .......................................33
2. Ziel der Arbeit.............................................................................................................. 36
3. Material und Methoden der Forschung........................................................................ 37
3.1. Drei Forschungsfragen und Überprüfung der drei Hypothesenpaare ...................40
3.2. Erhebungsinstrumente...........................................................................................43
3.2.1. Stichprobe ......................................................................................................43
3.2.2. Strukturierte Telefon-Interviews....................................................................44
4. Ergebnisse der Arbeit................................................................................................... 46
4.1. Ergebnisse der eigenen Forschung........................................................................46
4.2. Auswertung der Fragebögen .................................................................................46
4.3. Überprüfung der drei Hypothesenpaare und weitere statistische Auswertungen .76
4.4. Limitationen und zukünftiger Forschungsbedarf..................................................87
5. Diskussion.................................................................................................................... 89
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Stellenwert von Health Literacy (Gesundheitskompetenz) und Compassion in Healthcare (Mitgefühl im Gesundheitswesen) als Lösungsansätze für die Adipositastherapie bei Erwachsenen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu untersuchen. Im Zentrum der Forschungsfrage steht die Evaluierung, ob diese Konzepte eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden, oft als unzureichend betrachteten Therapiekonzepten darstellen und inwieweit sie die Behandlung sowie das Patientenwohlbefinden positiv beeinflussen können.
1.8. Stellenwert von Compassion in Healthcare
In der deutschsprachigen Literatur taucht Compassion in Healthcare als Begriff nach einer internetgestützten Recherche für die vorliegende Arbeit nicht in gehäuftem Maße auf. Der Suchbegriff „Mitgefühl im Gesundheitswesen“ ergibt bei Google Scholar nur verhältnismäßig wenige deutschsprachige Resultate.
Compassion in Healthcare ist gemäß internationaler Publikationen das Mitgefühl im Gesundheitswesen, das medizinisches Personal als empathische Reaktion auf Krankheiten oder Leiden gegenüber einem Individuum (beispielsweise Patienten) zeigt. Compassion in Healthcare stellt einen rapid wachsenden Ansatz im Bereich der Gesundheitsförderung dar (BioMed Central, 2019). Compassion in Healthcare fördert das Wohlbefinden durch Maßnahmen und Handlungen, die eine Lösungsfindung für das Problem, das Leiden oder die Krankheit sind.
Experten definieren Compassion in Healthcare als eine vom Therapeuten oder Berater gezeigte Sensibilität. Sie zeigt Verständnis für das Individuum und seine Problemstellung und zeigt auch die Bereitschaft, ihm zu helfen, um sein Wohlbefinden zu fördern. Compassion in Healthcare und speziell das Mitgefühl werden oftmals sowohl von Patienten, als auch von Leistungserbringern und anderen Personen im Gesundheitswesen als Merkmal der Qualität der Gesundheitsfürsorge bezeichnet. Anhand einer qualitativen Analyse von Interviews mit 53 Krebspatienten im fortgeschrittenen Stadium entwickelten die Autoren das erste empirisch fundierte klinische Modell des Mitgefühls. Dieses Modell definiert Compassion als eine tugendhafte Reaktion, die versucht, das Leiden zu mindern und die Bedürfnisse eines Individuums durch rationales Verständnis und Handeln zu befriedigen (Sinclair, 2015 S. 193-203).
Einleitung: Diese Sektion bietet einen Überblick über das Adipositas-Problem, definiert die Adipositas-Epidemie sowie die Klassifizierung des Body Mass Index und stellt die Relevanz der Arbeit aus Public-Health-Perspektive dar.
1. Stand der Forschung: Hier wird der aktuelle Kenntnisstand zu Adipositas, Health Literacy und Compassion in Healthcare sowie deren Verknüpfung in der therapeutischen Praxis anhand der existierenden Literatur und Leitlinien aufgearbeitet.
2. Ziel der Arbeit: Dieses Kapitel definiert das Hauptziel sowie zwei Unterziele der explorativen Rigorosumsarbeit, welche die Bedeutung von Gesundheitskompetenz und Mitgefühl in der Adipositastherapie beleuchten.
3. Material und Methoden der Forschung: Es wird das Forschungsdesign beschrieben, das eine Kombination aus quantitativer Umfrage bei Fachleuten (Fragebögen) und qualitativer Sozialforschung (Experteninterviews) umfasst.
4. Ergebnisse der Arbeit: Dieser Abschnitt präsentiert die erhobenen Daten aus den Fragebögen und Experteninterviews, einschließlich der statistischen Auswertung der drei Hypothesenpaare.
5. Diskussion: Im Schlussteil werden die Ergebnisse der Befragung im Kontext der nationalen und internationalen Literatur diskutiert, Limitationen aufgezeigt und Ansätze für zukünftige Forschung sowie Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet.
Adipositas, Adipositas-Epidemie, Health Literacy, Gesundheitskompetenz, Compassion in Healthcare, Mitgefühl, Public Health, Adipositastherapie, Präventionskonzepte, Patientenbetreuung, interdisziplinäre Teams, Adipositas-Prävalenz, Gesundheitsförderung, Patienten-Zentrierung.
Die Arbeit untersucht die Relevanz von zwei spezifischen Ansätzen – Health Literacy (Gesundheitskompetenz) und Compassion in Healthcare (Mitgefühl im Gesundheitswesen) – als strategische Lösungsansätze zur Verbesserung der Adipositasbehandlung bei Erwachsenen.
Die Themenfelder umfassen die globale Adipositas-Epidemie, die Limitationen aktueller Therapieansätze, die Notwendigkeit von Public-Health-Strategien sowie die Rolle von empathischer Kommunikation und Patientenaufklärung.
Das primäre Ziel ist zu evaluieren, ob und wie Health Literacy und Compassion in Healthcare als Lösungsansätze in zukünftige Therapiekonzepte für adipöse Patienten in Deutschland und Österreich integriert werden können.
Der Autor nutzte eine explorative Methodik, bestehend aus einer quantitativen Fragebogenstudie (N=97) unter Fachkräften sowie einer qualitativen Untersuchung mittels standardisierter Experteninterviews und einer umfangreichen Literaturrecherche.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Bestandsaufnahme, die detaillierte Darstellung des Forschungsdesigns (Material & Methoden) sowie die Auswertung der Umfrageergebnisse und der Expertenmeinungen, die kritisch statistisch und inhaltlich bewertet werden.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Adipositas, Health Literacy, Compassion in Healthcare, Public Health und Therapiekonzepte aus, da diese die methodische und inhaltliche Ausrichtung präzise beschreiben.
Die Studie zeigt auf, dass Fachleute in Österreich die Bedeutung dieser neuen Ansätze teilweise höher einschätzen als ihre Kollegen in Deutschland, was auf Unterschiede im nationalen Gesundheitswesen und in der Ausbildung zurückgeführt wird.
Die Studie belegt statistisch, dass Fachleute, die „Gegenseitige Wertschätzung“ als bedeutsam erachten, auch eine stärkere Einbindung von Health Literacy und Compassion befürworten, da diese Faktoren zusammen ein effektives therapeutisches Klima fördern.
Nein, die Arbeit plädiert für einen Paradigmenwechsel: Adipositas soll nicht mehr nur als rein biologisches oder verhaltensbasiertes Defizit begriffen werden, sondern als hochkomplexes Problem, das psychologische und menschliche Faktoren (Compassion) erfordert.
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