Magisterarbeit, 2005
138 Seiten, Note: 2,0
2. VORWORT
3. EINLEITUNG
3. QUELLENLAGE
4. GEOGRAPHISCHE UND TOPOGRAPHISCHE ANALYSE
4.1. Zur antiken Beschreibung Kappadokiens
4.2. Die Topographie und ihre historische Bedeutung
4.3. Verkehrsgeographie
5. HISTORISCHE ENTWICKLUNG KAPPADOKIENS VON DER SPÄTEN ACHÄMENIDEN- BIS IN DIE FRÜHE RÖMISCHE KAISERZEIT
5.1. Kappadokien unter achämenidisch-persischer Herrschaft
5.2. Der Feldzug Alexanders des Großen und seine Auswirkungen auf Kappadokien
5.3. Diadochen- und Epigonenzeit
5.4. Die Dynastie der Ariarathiden und das hellenistische Königreich Kappadokien
5.4.1. Ariaramnes und die Unabhängigkeit von den Seleukiden
5.4.2. Ariarathes III., der erste König Kappadokiens
5.4.3. Ariarathes IV. Eusebes, ein Herrscher zwischen den Seleukiden, Pergamon und Rom
5.4.4. Ariarathes V. Eusebes Philopator, ein Philhellene und großer Förderer der Hellenisierung Kappadokiens
5.4.4.1. Ariarathes V. und Orophernes. Kappadokien zwischen Seleukiden, Attaliden, Pontos und Rom
5.4.4.2. Ariarathes V. und die Hellenisierung
5.4.5. Ariarathes VI. Epiphanes und der beginnende pontische Einfluß auf Kappadokien
5.4.6. Ariarathes VII. und der Kampf mit Mithridates VI. Eupator von Pontos um die Vorherrschaft in Kappadokien
5.4.7. Ariarathes VIII. und das Ende der Ariarathidendynastie
5.5. Die Dynastie der Ariobarzaniden
5.5.1. Ariobarzanes I. und Ariarathes IX.
5.5.1.1. Kappadokien und die Mithridatischen Kriege
5.5.2. Ariobarzanes II. Philopator
5.5.3. Ariobarzanes III. Eusebes Philorhomaios. Kappadokien zwischen Rom und Parthien
5.5.4. Ariarathes X. Eusebes Philadelphos und das Ende der Dynastie der Ariobarzaniden
5.6. Archelaos I. Philopatris Ktistes, ein späthellenistischer Herrscher und Römerfreund
Diese Arbeit untersucht die historische und politische Entwicklung des Königreiches Kappadokien in hellenistischer Zeit. Im Zentrum steht dabei die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der kontrovers diskutierten Frage der Hellenisierung der Region sowie die Einordnung Kappadokiens in das politisch-militärische Spannungsfeld zwischen den großen hellenistischen Mächten und der aufkommenden römischen Vorherrschaft.
4.2. Die Topographie und ihre historische Bedeutung
Kappadokien gehörte zum inneranatolischen Hochland und bildet dessen mittleren Abschnitt. Das Land bildete aber keine geologische Einheit, sondern wies eine außerordentliche Mannigfaltigkeit im Erscheinungsbild auf. Berge und Täler prägten von je her das Landschaftsbild. Im Norden und Osten dominierten die beiden großen Flußsysteme von Halys und Euphrat. Auch die Täler von Tauros und Antitauros bildeten abgeschiedene Lebensräume. Auch die beiden großen Flüsse im Südosten, Saros und Pyramos, waren sicher schon früh auch wichtige Handelswege von ihrem Mündungsgebiet an der Mittelmeerküste bis ins Hochgebirge des Tauros.
Die Gebirge Kappadokiens sind durch eine Reihe größerer geologischer Veränderungen entstanden. Die älteste noch faßbare Veränderung ist in jener Gebirgskette zu finden, die in hellenistischer Zeit die Grenze zwischen Kappadokien und Pontos bilden sollte. Dennoch überrascht es ein wenig, daß gerade dieser Gebirgszug, etwa auf der Linie von Sivas nach Yozgat, die Grenze nach Norden bildete und nicht etwa das weiter südlich liegende Flußbett des Halys oder das noch weiter im Norden liegende Pontische Gebirge.
Im Osten stellte das Flußbett des Euphrat eine natürliche Grenze dar. Hinzu kommt, daß der Oberlauf des Euphrat vielfach durch sehr enge Schluchten und Täler gekennzeichnet ist und erst das Becken von Melitene/Malatya einen günstigeren Lebensraum und einen guten Übergang über den Fluß bietet. Anschließend folgen im Flußverlauf noch einmal etwa 150 Kilometer wilde Schluchten und enge Täler und erst bei Samosata in der Kommagene ließ sich der Fluß in der Antike erneut gut überqueren.
Die Grenze nach Südosten, zur Kommagene, wurde durch die Tauroskette gebildet, die in ihrem Verlauf von Kilikien im Westen bis an den Euphrat im Osten die gesamte Südgrenze Kappadokiens bildete. Diese natürliche Grenze scheint schon in der Hethiterzeit von Bedeutung gewesen zu sein und war das auch in späteren Zeiten.
2. VORWORT: Einleitende Bemerkungen zur Geographie und Geschichte der Region sowie Danksagung an die beteiligten Lehrkräfte und Unterstützer.
3. EINLEITUNG: Darstellung der Forschungslage und Definition der zentralen Fragestellung bezüglich der Hellenisierung Kappadokiens.
3. QUELLENLAGE: Kritische Untersuchung der antiken literarischen, epigraphischen und numismatischen Quellen zur Geschichte Kappadokiens.
4. GEOGRAPHISCHE UND TOPOGRAPHISCHE ANALYSE: Analyse der antiken geografischen Beschreibungen, der naturräumlichen Gliederung und der Bedeutung der Topographie für die Geschichte.
5. HISTORISCHE ENTWICKLUNG KAPPADOKIENS VON DER SPÄTEN ACHÄMENIDEN- BIS IN DIE FRÜHE RÖMISCHE KAISERZEIT: Umfassende Untersuchung der politischen Geschichte, der dynastischen Entwicklungen und der administrativen Einbindung des Landes.
6. ZUSAMMENFASSUNG: Abschlussbetrachtung der Entwicklung Kappadokiens von der persischen Verwaltungsregion zum eigenständigen, hellenistisch geprägten Königreich und dessen Eingliederung in das römische Reich.
Kappadokien, Hellenismus, Achämeniden, Ariarathiden, Ariobarzaniden, Kleinasien, römische Klientelpolitik, Mithridates, Geographie, Topographie, Antike, Geschichte, Dynastien, Handel, Verwaltung.
Die Arbeit behandelt die Geschichte Kappadokiens in hellenistischer Zeit, insbesondere die politische Entwicklung sowie die Frage nach der kulturellen Hellenisierung der Region.
Zentral sind die dynastische Entwicklung der Ariarathiden und Ariobarzaniden, die geographische Einbettung, die Abhängigkeit von größeren Mächten (Perser, Seleukiden, Römer) und der Prozess der Hellenisierung.
Das Ziel ist die Untersuchung der politischen Geschichte Kappadokiens und die Überprüfung, ob und in welchem Ausmaß das Königreich tatsächlich eine Randerscheinung war oder ob eine stärkere Integration in den hellenistischen Kontext stattfand.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die verschiedene Quellengattungen wie antike Historiographie, Epigraphik und Numismatik miteinander verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine geographische Analyse und eine detaillierte chronologische Aufarbeitung der Herrscherhäuser vom Achämenidenreich bis in die frühe römische Kaiserzeit.
Wichtige Begriffe sind Kappadokien, Hellenismus, Ariarathiden, Ariobarzaniden, Kleinasien, römische Klientelpolitik und die geopolitische Bedeutung der Region.
Münzprägungen dienen als entscheidende Belege für Herrschaftszeiten, dynastische Kontinuität und zeigen durch Ikonographie und Beiworte wie "Philhellene" den Grad der Hellenisierung der kappadokischen Herrscher an.
Sie stellte eine der wenigen passierbaren Routen durch den Tauros dar und verband Kappadokien mit den fruchtbaren Gebieten in Kilikien und Syrien, was sowohl für den Handel als auch für militärische Aufmärsche essenziell war.
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