Diplomarbeit, 2006
71 Seiten, Note: 2,0
1 Problemstellung
2 Grundlagen der Bilanztheorie
2.1 Erscheinungsformen von Theorien
2.2 Begriff und Wesen der Bilanz
2.3 Begriff und Gegenstand der Bilanztheorie
2.4 Entwicklungsphasen der Bilanztheorie
2.5 Systematik der Bilanztheorie
3 Klassische Bilanztheorie
3.1 Statische Bilanztheorie
3.1.1 Statischer Bilanzzweck
3.1.2 Statischer Bilanzinhalt
3.1.3 Statische Bilanzbewertung
3.2 Dynamische Bilanztheorie
3.2.1 Dynamischer Bilanzzweck
3.2.2 Dynamischer Bilanzinhalt
3.2.3 Dynamische Bilanzbewertung
3.3 Organische Bilanztheorie
3.3.1 Organischer Bilanzzweck
3.3.2 Organischer Bilanzinhalt
3.3.3 Organische Bilanzbewertung
4 International Financial Reporting Standards (IFRS) und Klassische Bilanztheorie – Ein Vergleich
4.1 Begriff und System der IFRS
4.2 Konzeptionelle Grundlagen der IFRS
4.2.1 Bilanzzweck der IFRS
4.2.2 Bilanzinhalt der IFRS
4.2.3 Bilanzbewertung der IFRS
4.3 Bilanzierung von Vorräten
4.3.1 Bilanzansatz und Bewertung nach IAS 2
4.3.2 Der Niederstwerttest als Ausdruck dynamischer Bilanzierung?
4.4 Bilanzierung von Sachanlagen
4.4.1 Bilanzansatz und Bewertung nach IAS 16
4.4.2 Die Neubewertungsmethode als Ausdruck organischer Bilanzierung?
4.5 Bilanzierung von Rückstellungen
4.5.1 Bilanzansatz und Bewertung nach IAS 37
4.5.2 Geplante Änderungen von IAS 37
4.5.3 Der Rückstellungsansatz als Ausdruck statischer Bilanzierung?
4.6 Kritische Würdigung und Ausblick
5 Thesenförmige Zusammenfassung
Diese Diplomarbeit untersucht den Einfluss klassischer bilanztheoretischer Ansätze (Statik, Dynamik, Organik) auf das moderne Regelwerk der International Financial Reporting Standards (IFRS). Das primäre Ziel ist es, die konzeptionellen Grundlagen der IFRS im Kontext historischer Bilanzlehren kritisch zu vergleichen und aufzuzeigen, inwieweit klassische Bilanzgedanken in den aktuellen internationalen Rechnungslegungsnormen fortbestehen.
3.1.2 Statischer Bilanzinhalt
Die entscheidende Bilanzaufgabe sieht Simon darin, den Stand des Vermögens am Bilanzstichtag darzustellen. Zu diesem Zweck müssen vor allem die einzelnen Vermögensobjekte in der Bilanz aufgeführt werden. Simon will das Reinvermögen, dass sich als Summe aus den einzeln bewerteten Vermögensobjekten vermindert um die Schulden zusammensetzt, bilanziell ermitteln. Das Fortführungsvermögen drückt sich dabei im Ertragswert des Unternehmens aus, der den Wert des ganzen Unternehmens darstellt. Zu den Vermögensgegenständen zählen damit generell alle Objekte des Fortführungsvermögens, die einen positiven Ertragswertbeitrag leisten, während die Schulden prinzipiell als negative Ertragswertkomponenten zu interpretieren sind.
Simon zufolge gehören zum Vermögen die beweglichen und unbeweglichen körperlichen Gegenstände, die Forderungen und die unkörperlichen Gegenstände, welche Rechte, sofern sie gegen Aufwendungen erworben wurden, und Nichtrechte, sofern sie gegen Entgelt von Dritten erworben wurden, umfassen. Er bezeichnet freilich nicht alle Objekte, die der Fortführung des Unternehmens dienen, als Vermögen, sondern gesteht ein, dass die Aktivierung von Ausgaben für Reklamefeldzüge oder von selbsterstellten immateriellen Wirtschaftsgütern wie z. B. ein selbst erfundenes Fabrikgeheimnis in der Bilanz nicht zulässig ist.
1 Problemstellung: Einleitung in die Globalisierung der Märkte und die daraus resultierende Notwendigkeit der Harmonisierung der Rechnungslegung durch IFRS.
2 Grundlagen der Bilanztheorie: Definition und Systematik der Bilanztheorie unter besonderer Berücksichtigung ihrer geschichtlichen Entwicklung.
3 Klassische Bilanztheorie: Detaillierte Darstellung der statischen, dynamischen und organischen Bilanztheorie und deren Vertreter.
4 International Financial Reporting Standards (IFRS) und Klassische Bilanztheorie – Ein Vergleich: Systematischer Vergleich der IFRS mit den klassischen Ansätzen anhand von Bilanzzweck, Bilanzinhalt und spezifischen Einzelnormen.
5 Thesenförmige Zusammenfassung: Komprimierte Darstellung der wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse der Arbeit in Form von Thesen.
Bilanztheorie, IFRS, Statische Bilanztheorie, Dynamische Bilanztheorie, Organische Bilanztheorie, Schmalenbach, Simon, Fritz Schmidt, Jahresabschluss, Bilanzierung, Bewertung, Rückstellungen, Vorräte, Sachanlagen, Rahmenkonzept.
Die Arbeit analysiert die theoretischen Fundamente der klassischen Bilanztheorien und setzt diese in Bezug zu den modernen International Financial Reporting Standards (IFRS).
Die zentralen Themen sind der Vergleich der Statik, Dynamik und Organik mit den Regelungen des IFRS-Rahmenkonzepts sowie die Bilanzierung von Vorräten, Sachanlagen und Rückstellungen.
Ziel ist es, den Einfluss klassischer bilanztheoretischer Ansätze auf das Regelwerk der IFRS aufzuzeigen und die bilanztheoretische Ausgestaltung dieser Normen zu analysieren.
Es handelt sich um eine dogmengeschichtliche und vergleichende Analyse bilanztheoretischer Ansätze, untermauert durch Beispiele aus der Praxis und Literaturquellen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Vorstellung der klassischen Bilanztheorien und deren anschließenden Vergleich mit spezifischen IFRS-Normen (IAS 2, IAS 16, IAS 37).
Schlüsselbegriffe sind Bilanztheorie, IFRS, Statik, Dynamik, Organik, Bewertungsmaßstäbe, Kapitalerhaltung und Rechnungslegung.
Die Arbeit stellt fest, dass die IFRS in ihrer Orientierung an der periodengerechten Gewinnermittlung und dem Framework-Konzept maßgeblich von dynamischem Gedankengut im Sinne Schmalenbachs beeinflusst sind.
Obwohl beide Ansätze den Zeitwert als Kriterium nutzen, lehnt die organische Theorie im Gegensatz zu den IFRS (Neubewertungsrücklage) eine Trennung zwischen Bilanzposten und Gewinnwirksamkeit ab, um eine reine Substanzerhaltung zu gewährleisten.
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