Fachbuch, 2021
60 Seiten
1 Einleitung
1.1 Persönliche Motivation
1.2 Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Die Bedeutung von Kohlendioxid
3 Allgemeine Funktionsweise eines Emissionshandels
4 Beschreibung des Europäischen Emissionshandels im Speziellen
4.1 Umsetzung des EU ETS
4.2 Teilnehmer am Emissionshandel
4.3 Einbindung der Luftverkehrs in den Emissionshandel
4.4 Phasen des Emissionshandels
4.5 Zertifikatstypen und preisliche Entwicklung
5 Gründe für das Scheitern des Emissionshandels
5.1 Zusätzliche JI/CDM-Zertifikate
5.2 Wirtschaftskrise
5.3 Weitere (nationale) Klimaschutzmaßnahmen
5.4 Zu hoch gewählte Obergrenze
5.5 Überausstattung mit Zertifikaten
5.6 Zu geringer Zertifikate-Preis
6 Wiederbelebung des Emissionshandelssystems
6.1 Die Marktstabilitätsreserve
6.2 2015/1814: Änderung der Richtlinie 2003/87/EG
6.3 Die Reform des Europäischen Emissionshandels
7 Auswirkungen der Reform auf die vierte Handelsperiode
7.1 Überschussentwicklung und Kohlendioxidpreise
7.2 Zusammenwirken von Emissionshandel und nationalen Klimaschutzmaßnahmen
8 Weitere Möglichkeiten zur Stärkung und Ergänzung des Emissionshandels
8.1 Klimapfand
8.2 Einführung einer unabhängigen Emissionsbank
8.3 Erweiterung des Emissionshandels auf weitere Sektoren
8.4 CO2-Bepreisung über eine Energiesteuerreform
9 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Funktionsweise des Europäischen Emissionshandels (EU ETS) zu beleuchten und deskriptiv zu ergründen, warum dieser trotz seiner ökologischen Konzeption in der Realität als Instrument bisher hinter seinen Erwartungen zurückgeblieben ist. Dabei wird untersucht, ob die eingeleiteten Reformen, insbesondere die Marktstabilitätsreserve, das System erfolgreich revitalisieren können.
4.4.1 Phase I (2005 – 2007)
Die erste Phase des Zertifikatehandels hatte eine Dauer von drei Jahren und kann in erster Linie als Initial- oder auch Testphase bezeichnet werden. Basierend auf der Richtlinie 2003/87/EG (Emissionshandelsrichtlinie) wurde zunächst von der EU noch keine, für einen Emissionshandel jedoch essentiell notwendige, Emissionsobergrenze (Cap) vorgeben, sondern den Mitgliedsstaaten in dieser Hinsicht eine gewisse Freiheit gewährt. Diese wurden jedoch verpflichtet die nationalen Emissionen der in Kapitel 4.2 genannten Sektoren und Industrien in einem Allokationsplan festzulegen. Die EU Kommission behielt sich hierbei allerdings das Recht vor, den Allokationsplan eines Staates bei Verletzung gewisser Kriterien abzulehnen (Sturm 2018:99).
Die Europäische Kommission gibt im Anhang III ihrer Richtlinie 2003/87/EG konkrete Kriterien für die nationalen Zuteilungspläne der einzelnen Mitgliedsstaaten. Aufgeführt wird beispielsweise, dass die Gesamtmenge der zuzuteilenden Emissionsberechtigungen den wahrscheinlichen Bedarf für die strikte Anwendung der Kriterien nicht überschreiten darf. Des weiteren muss in jedem Fall das (technische) Potenzial zur Verringerungen von Emissionen berücksichtigt werden und in Einklang mit der Menge an Zertifikaten stehen. Es wird betont, dass alle Unternehmen und Sektoren gleich gerecht behandelt werden müssen und es keine Bevorzugung geben darf. Außerdem müssen klare Angaben darüber gemacht werden, wie sich neue Marktteilnehmer am Emissionshandel in ihrem jeweiligen Mitgliedsstaat beteiligen können (Europäische Kommission 2003:L(275)/44).
2003/87/EG Artikel 10 gab zudem vor, dass in der ersten Phase mindestens 95 Prozent der Zertifikate kostenlos zugeteilt werden müssen. Als Zuteilungsmethode wurde eine spezielle Variante des sogenannten Grandfatherings gewählt, bei der die Zertifikate, basierend auf den historischen Emissionen der Unternehmen, jährlich an diese vergeben wurden.
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz des Klimaschutzes, die persönliche Motivation des Autors und die Zielsetzung der Arbeit.
2 Die Bedeutung von Kohlendioxid: Erläuterung der physikalischen Grundlagen des Treibhauseffekts durch CO2 und die Notwendigkeit zur Reduktion.
3 Allgemeine Funktionsweise eines Emissionshandels: Theoretische Darstellung, wie ein Markt für Umweltgüter funktioniert und Anreize zur Emissionsvermeidung schafft.
4 Beschreibung des Europäischen Emissionshandels im Speziellen: Detaillierte Analyse der Ausgestaltung, Teilnehmer und Handelsphasen des EU ETS.
5 Gründe für das Scheitern des Emissionshandels: Analyse der Probleme wie Überausstattung, Wirtschaftskrisen und parallel laufende Maßnahmen.
6 Wiederbelebung des Emissionshandelssystems: Erörterung der politischen Reformen, insbesondere der Marktstabilitätsreserve.
7 Auswirkungen der Reform auf die vierte Handelsperiode: Szenarien zur Entwicklung der Zertifikatepreise und Überschüsse nach den Reformmaßnahmen.
8 Weitere Möglichkeiten zur Stärkung und Ergänzung des Emissionshandels: Vorstellung innovativer Instrumente wie Klimapfand oder Emissionsbank.
9 Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Systems und Ausblick auf die zukünftige Klimapolitik.
Emissionshandel, EU ETS, Klimaschutz, CO2-Zertifikate, Marktstabilitätsreserve, Dekarbonisierung, Treibhausgase, Grenzvermeidungskosten, Klimapolitik, Energieeffizienz, Zertifikatspreis, Emissionsobergrenze, Kyoto-Protokoll, Nachhaltigkeit, Umweltökonomie.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Bewertung des Europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS) als zentrales Instrument der europäischen Klimapolitik, insbesondere vor dem Hintergrund seiner bisherigen Schwächen und der eingeleiteten Reformen.
Zu den zentralen Themen gehören die Funktionsweise des Zertifikatshandels, die Ursachen für das bisherige Scheitern des Systems sowie die politischen Maßnahmen zur Wiederbelebung ab der vierten Handelsperiode.
Das Ziel der Arbeit ist es aufzuzeigen, dass die durchgeführten Reformen dem bisher ineffektiven Klimaschutzinstrument neue Kraft verleihen, damit es seine ökologische Wirkung voll entfalten kann.
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Auswertung von EU-Richtlinien sowie Klimaberichten basiert.
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Funktionsbeschreibung des EU ETS, die kritische Analyse der Fehler wie Überausstattung, sowie die Darstellung der Reformschritte zur Marktstabilisierung.
Die zentralen Schlagworte sind Emissionshandel, EU ETS, Marktstabilitätsreserve, Dekarbonisierung, Zertifikatspreise und Klimaschutz.
Der Begriff bezieht sich auf die vergangenen Handelsperioden, in denen systematische Überausstattungen mit Zertifikaten und eine zu hohe Obergrenze dazu führten, dass kaum eine Knappheit auf dem Markt entstand und der ökologische Nutzen hinter den Erwartungen zurückblieb.
Die Reserve dient dazu, strukturelle Überschüsse an Zertifikaten abzubauen, um den Zertifikatspreis in Phasen schwankender Nachfrage zu stabilisieren und die Wirksamkeit des Systems langfristig zu garantieren.
Ein Klimapfand ist ein vorgeschlagenes Instrument, bei dem eine Abgabe auf die Nutzung emissionsintensiver Grundstoffe erhoben wird, um Anreize für eine effizientere Nutzung und klimafreundliche Alternativen zu schaffen.
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