Diplomarbeit, 2015
61 Seiten, Note: 2,0
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Thema Regierungsschuldenkrisen und analysiert die Entstehung, den Vollzug und das Ende dieser Krisen. Die Arbeit beleuchtet sowohl empirische Befunde als auch modelltheoretische Erkenntnisse, die in den vergangenen Jahren im Kontext der Finanz- und Staatsschuldenkrise entstanden sind.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Zielsetzung und den Aktualitätsbezug der Arbeit erläutert und eine Themenabgrenzung vornimmt. Anschließend werden die wichtigsten theoretischen Fragestellungen und die bisherige Literatur zu Regierungsschuldenkrisen zusammengefasst.
Im dritten Kapitel werden drei modelltheoretische Arbeiten im Detail präsentiert und diskutiert. Zunächst wird das Modell von Arellano/Kocherlakota (2014) vorgestellt, das die Entstehung von Krisen durch schwache Sanktionsmöglichkeiten und eine Kultur des „Nicht Bezahlens“ erklärt. Anschließend wird das Modell von Fernández/Martin (2014) analysiert, das den Einfluss der Laufzeitstruktur von Schulden auf die Krisenwahrscheinlichkeit beleuchtet. Abschließend wird das Modell von Conesa/Kehoe (2015) vorgestellt, das sich mit sich selbsterfüllenden Liquiditätskrisen unter rationalem Verhalten befasst.
Regierungsschuldenkrisen, Staatsschuldenkrise, Finanzkrise, Modelltheoretische Ansätze, Selbsterfüllende Prophezeiung, Koordinationsversagen, Politische Anreizsysteme, Laufzeitstruktur von Schulden, Geldpolitik, Restrukturierung, Neuprofilierung, Liquiditätsdruck, Risikoprämien, Ausfallwahrscheinlichkeit.
Krisen entstehen oft durch eine Kombination aus ökonomischen Schocks, politischer Instabilität, Koordinationsversagen an den Märkten und sich selbsterfüllenden Erwartungen der Investoren.
Dabei führen die Sorgen der Gläubiger vor einem Zahlungsausfall zu steigenden Zinsen, was die Schuldenlast so stark erhöht, dass der befürchtete Ausfall tatsächlich eintritt (Liquiditätskrise).
Kurzfristige Schulden erhöhen den Liquiditätsdruck und die Anfälligkeit für Krisen, während langfristige Schulden mehr Planungssicherheit bieten, aber oft teurer sind.
Dies bezieht sich auf Modelle (z.B. Arellano/Kocherlakota), in denen schwache Sanktionsmöglichkeiten dazu führen, dass Staaten trotz vorhandener Ressourcen strategisch entscheiden, ihre Schulden nicht zu bedienen.
Institutionen wie der IWF können durch Restrukturierungen oder Neuprofilierungen von Schulden helfen, Krisen zu bewältigen oder das Vertrauen der Märkte wiederherzustellen.
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