Diplomarbeit, 2018
171 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Motivation
1.1.1 Demografische Entwicklung
1.1.2 Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfes
1.2 Problemstellung
1.3 Aufgabenstellung
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Angewandte Methoden
2.1 Anforderungsanalyse
2.2 Stakeholderanalyse
2.3 Partizipative Forschung
2.4 Fokusgruppe
2.5 Zukunftswerkstatt
2.6 Personas
2.7 Lösungsszenarien
3. Anforderungsanalyse
3.1 Stakeholderanalyse
3.1.1 Stakeholder
3.1.2 Personas
3.2 Lösungsszenarien
3.3 Anforderungen
4. State-of-the-Art Analyse
5. Konzept
5.1 Architektur
5.1.1 Komponentendiagramm
5.1.2 Komponentendiagramme der Bausteinebene
5.2 Laufzeitsicht
5.2.1 Anforderungen an die Anwendungsfälle
5.2.2 Beschreibung der wiederkehrenden Elemente
5.2.3 Bausteine und ihre Anwendungsfälle in der Komponente Einkaufskoordination
5.2.4 Bausteine und ihre Anwendungsfälle in der Komponente Ladenmanagement
5.2.5 Bausteine und ihre Anwendungsfälle in der Komponente Einkäuferinnenmanagement
6. Prototyp
7. Validierung
8. Fazit
8.1 Zusammenfassung
8.2 Ergebnisse
8.3 Kritische Würdigung
8.4 Ausblick
8.4.1 Nutzung der Virtuellen Realität
8.4.2 Stakeholder
8.4.3 Einkaufen als Gruppenerlebnis
8.4.4 Anbindung an MeinDorf55+
8.4.5 Attraktivität des Systems
8.4.6 Erweiterungsmöglichkeiten des konzipierten Systems
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein Konzept für eine Online-Einkaufsmöglichkeit zu entwickeln, die speziell auf die Bedürfnisse von Seniorinnen zugeschnitten ist, um deren selbstbestimmtes Leben zu unterstützen und Mobilitätseinschränkungen zu kompensieren. Die Forschungsfrage untersucht, welche technischen und gestalterischen Ansätze von dieser Zielgruppe als attraktiv wahrgenommen werden und wie ein solches System konzipiert sein muss, um eine hohe Nutzerakzeptanz und Alltagstauglichkeit zu erreichen.
3.1.2.1 Liesbet, Einkaufsliste
Liesbet/Lisbeth ist eine auf den Rollstuhl angewiesene 80 jährige, alleinstehende Dame, die in Schwerte wohnt. Sie nutzt den Computer zwar, aber nur, weil er in ihrer Lebenssituation tatsächlich einige Erleichterungen bringt. Spaß macht er ihr nicht und sie hat auch ein wenig Angst vor der Technik. Entsprechend wenig kennt sie sich damit aus. Mit Ihrem Sohn skypt sie manchmal, aber da ihr Sohn mit seiner Familie weit entfernt (in Münster) wohnt, erhält sie Hilfe von einem Ehrenamtlichen, der sie einmal in der Woche besucht und ihr den Computer und auch das Programm eingerichtet hat. Er hat bereits die erste Einkaufsliste, die immer ähnlich sein wird, eingegeben (eine Stange Mon Chérie als Angebot für die besuchenden Nachbarn, Schwartau Erdbeerkonfitüre, Teewurst, grobe Leberwurst, Teebeutel von Teekanne, Ostfriesentee, Toilettenpapier vierlagig, Küchenrollen, Zewa wisch und weg, fürs „Bütterchen“ Gurke und Tomaten, Waschpulver Megaperls, Pril, Libby’s Kondensmilch …). Bei Fragen wird er sie unterstützen. Liesbet hat als Verkäuferin bei Aldi gearbeitet, hat nur eine kleine Rente und möchte daher nur das Nötigste kaufen. Da sie sehr genau weiß, was sie will, und durch den Pflegedienst einen sehr strukturierten Tagesablauf hat, genügt es ihr, morgens ggf. zusätzliche Produkte auf dem Einkaufszettel zu ergänzen, dazu weitere Produktinformationen anzusehen, dann die Bestellung aufzugeben und das Gewünschte nachmittags ins Haus geliefert zu bekommen. Da sie sehr bewusst isst, ist es ihr wichtig, sich über die Inhaltsstoffe der Produkte zu informieren. Außerdem möchte sie mit der Lieferung ihrer Einkäufe ebenfalls ein wenig Rente als Bargeld erhalten, z. B. für Trinkgeld, und erwartet Service bis in die Wohnung und —falls nötig— auch die Rücknahme von Leergut und Verpackungen.
1. Einleitung: Beschreibt die demografische Entwicklung, die zunehmende Mobilitätseinschränkung von Seniorinnen und das daraus resultierende Problem der Nahversorgung als Motivation für die Arbeit.
2. Angewandte Methoden: Stellt die wissenschaftliche Vorgehensweise vor, einschließlich Stakeholderanalyse, partizipativer Forschung, Fokusgruppen, Zukunftswerkstätten, Personas und Lösungsszenarien.
3. Anforderungsanalyse: Analysiert die Stakeholder, definiert Personas und erarbeitet auf Basis von Diskussionen mit der Fokusgruppe eine umfangreiche Anforderungsliste für das zu entwickelnde System.
4. State-of-the-Art Analyse: Überprüft existierende Online-Anbieter von Lebensmitteln auf die zuvor erarbeiteten Anforderungen der Seniorinnen und begründet die Notwendigkeit für ein neues Konzept.
5. Konzept: Detailliert die Architektur, die Komponenten (Repräsentation, Ladenmanagement, Einkaufskoordination, Einkäuferinnenmanagement) und die Laufzeitsicht des Systems durch Anwendungsfälle und Sequenzdiagramme.
6. Prototyp: Beschreibt die technische Umsetzung eines Prototypen auf Basis der entwickelten Mockups und Anwendungsfälle zur Visualisierung des Ablaufs.
7. Validierung: Führt die Prüfung der Anwendungsfälle durch und dokumentiert die Rückmeldungen der Fokusgruppe sowie daraus resultierende Erkenntnisse.
8. Fazit: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, reflektiert kritisch das Vorgehen und gibt einen Ausblick auf mögliche zukünftige Erweiterungen des Systems.
Seniorinnen, Online-Einkauf, Nahversorgung, Partizipative Forschung, Fokusgruppe, Persona, Architektur, 360°-Panorama, Benutzerfreundlichkeit, Einkaufserlebnis, Lebensmittelnahversorgung, Anforderungen, Systemdesign, Barrierefreiheit, Digitalisierung.
Die Arbeit entwickelt ein Konzept für ein Online-Einkaufssystem, das speziell auf die Bedürfnisse von Seniorinnen zugeschnitten ist, um deren Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs trotz Mobilitätseinschränkungen zu erleichtern.
Die zentralen Themen umfassen die Verbesserung der Nahversorgung, die Gestaltung benutzerfreundlicher Schnittstellen für eine technik-ungeübte Zielgruppe und die Integration sozialer sowie funktionaler Aspekte in einen Online-Einkaufsprozess.
Das primäre Ziel ist es, ein System zu konzipieren, das nicht nur eine rein funktionale Versorgung ermöglicht, sondern durch eine attraktive und bedürfnisorientierte Gestaltung (z.B. mittels 360°-Panorama oder virtueller Realität) als Einkaufserlebnis wahrgenommen wird.
Es wurde ein partizipativer Forschungsansatz gewählt, bei dem Seniorinnen aktiv in den Entwicklungsprozess einbezogen wurden (u.a. durch Fokusgruppen, Zukunftswerkstätten und die Erstellung von Personas).
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Anforderungsanalyse, eine Evaluierung bestehender Angebote (State-of-the-Art) sowie die detaillierte technische Konzeption (Architektur, Bausteine, Anwendungsfälle) eines passgenauen Systems.
Seniorinnen, Online-Einkauf, Barrierefreiheit, partizipatives Design, Systemkonzeption, 360°-Panorama und Nutzerorientierung.
Im Gegensatz zu gängigen Anbietern, die oft auf effiziente, aber anonyme Standard-Shops setzen, fokussiert dieses System stark auf eine intuitive, unterstützende Umgebung, die persönliche Beratung, einfache Bedienung und soziale Aspekte direkt in den Einkaufsprozess integriert.
Die Zukunftswerkstatt diente dazu, die Teilnehmerinnen aus ihrem routinierten Denken („das geht technisch nicht“, „das ist zu teuer“) zu befreien und kreativ Wünsche für ein ideales Einkaufserlebnis zu formulieren, bevor diese Anforderungen im nächsten Schritt technologisch konkretisiert wurden.
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