Diplomarbeit, 2006
168 Seiten, Note: 1
1 Problemstellung und Zielsetzung
2 Abgrenzung des Untersuchungsgebietes
3 Modell eines Tourismus- und Versorgungsnetzwerkes am Beispiel eines durch Weinbau geprägten Dorfes
3.1 Destination als touristische Wettbewerbseinheit
3.2 Destination als Regionalsystem
3.3 Strukturen von Netzen und Netzwerken
3.4 Formationen und Cluster
3.5 Kooperationen innerhalb der Destination
3.6 Kooperationen einer Tourismusorganisation
3.7 Weintourismus
3.7.1 Agrarwirtschaftliche Aspekte und Versorgungsbeziehungen
3.7.2 Vergleichsuntersuchungen zum Thema Weintourismus
3.8 Versorgungsnetzwerk unter Berücksichtigung der Vernetzung mit Attraktionspunkten der Destination: eigenes Modell
4 Die „Förderkulisse“ für Weinwirtschaft und Tourismus in NÖ
4.1 Einführung in das Kapitel
4.2 Sektorale wirtschaftsbezogene Förderungen
4.2.1 Förderungen für den Tourismus durch den Staat
4.2.2 Förderung für die Landwirtschaft durch den Staat
4.2.3 Förderungen für den Tourismus durch das Land
4.2.4 Förderungen für die Landwirtschaft durch das Land
4.3 Regionale und raumbezogene Förderungen
4.3.1 Regionalmanagement und Regionalpolitik
4.4 Überblick über lokale Raumpolitik auf Gemeindeebene
4.4.1 Leitthemen und Projekte der Dorferneuerung, mit Beispielen aus dem Untersuchungsgebiet
4.4.2 Organe und Ablauf der Dorferneuerung
5 Der Untersuchungsraum
5.1 Klimatische & bodenkundliche Rahmenbedingungen
5.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
5.2.1 Wirtschaftsstruktur der Beschäftigten im Untersuchungsgebiet
5.3 Agrarwirtschaft in Österreich
5.3.1 Allgemeine Daten
5.3.2 Perspektiven der Weinproduzenten in Österreich
5.4 Entagrarisierung und Betriebsgrößen im Untersuchungsgebiet
5.4.1 Charakteristika des Weinbaus im Untersuchungsgebiet
6 Der Tourismus im Untersuchungsgebiet
6.1 Einleitender Überblick über bestehende Tourismusarten im Untersuchungsgebiet
6.1.1 Reittourismus
6.1.2 Golftourismus
6.1.3 Campingtourismus
6.1.4 Gesundheits- und Wellnesstourismus
6.1.5 Wirtschaftstourismus
6.1.6 Erlebnistourismus
6.2 Weintourismus im Untersuchungsgebiet
6.2.1 Synergien zum Wandertourismus
6.2.2 Synergien zum Radtourismus
6.2.3 Urlaub am Winzerhof
6.3 Übernachtungstourismus im Untersuchungsgebiet
7 Datenerhebung und -aufbereitung
7.1 Fragestellungen
7.2 Befragung von Weinbaubetrieben
7.3 Ermittlung des Stichprobenumfangs
7.4 Durchführung der Erhebung im Untersuchungsraum
8 Strukturen und Perspektiven des Weintourismus
8.1 Allgemeine Informationen
8.1.1 Betriebsformen der Betriebe
8.1.2 Betriebsart der Weinabsatzbetriebe
8.1.3 Mitgliedschaft in Winzergemeinschaft
8.1.4 Umsatz der Betriebe nach Jahreszeit
8.2 Weinproduktion und Weinabsatz
8.2.1 Betriebsgröße der befragten Weinabsatzbetriebe bzw. Weinproduzenten
8.2.2 Gegenwärtige Absatzschienen
8.2.3 Zukünftige Absatzschienen
8.3 Gastronomisches Angebot
8.4 Gästestruktur
8.4.1 Herkunft der Gäste
8.4.2 Anzahl der Übernachtungsmöglichkeiten
8.4.3 Art der Übernachtungsmöglichkeiten
8.4.4 Dauer des Aufenthalts
8.5 Veranstaltungen und Kultur
8.5.1 Arten der weinspezifischen Veranstaltungen
8.5.2 Teilnahme an weinspezifischen Veranstaltungen
8.5.3 Gemeinsame Veranstaltungen mit anderen Gemeinden
8.5.4 Aktivitäten während des Aufenthalts
8.5.5 Bekanntheitsgrad touristischer Einrichtungen
8.6 Synergiefragen und Ausbaupläne
8.6.1 Bekanntheitsgrad der Weinviertel Tourismus GmbH
8.6.2 Kooperation mit Tourismusinitiativen
8.6.3 Bereitschaft Geld in Kooperation zu investieren
8.6.4 Investitionen in den eigenen Betrieb
9 Die Rollenverteilung unter den Tourismusverantwortlichen
9.1 Aktivitäten des Land NÖ und der Weinviertel Tourismus GmbH
9.2 Entwicklung des Weintourismus
9.3 Weinspezifische Veranstaltungen
9.4 Dorferneuerung
9.5 Bedeutung verschiedener Absatzschienen und Winzergemeinschaften
10 Schlussfolgerungen
10.1 Wahl der gegenwärtigen und zukünftigen Absatzschienen
10.2 Absatzförderung durch Veranstaltungen
10.3 Synergieeffekte
10.4 Weinvermarktung und Tourismus- eine gewünschte Kombination?
10.5 Versorgungsnetzwerke im Untersuchungsgebiet
11 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Rahmenbedingungen sowie die Bereitschaft von Unternehmen und Verantwortlichen zur Entwicklung des Weintourismus im südlichen Weinviertel. Ziel ist es zu ergründen, ob der Betrieb von Buschenschanken das Potential hat, die lokale Wirtschaft zu fördern, Synergieeffekte zu anderen Tourismusformen zu nutzen und ob der Ausbau durch das Land Niederösterreich unterstützt wird.
Die Zielsetzung der Arbeit lässt sich ganz allgemein etwa so formulieren:
Es sollen sowohl die Rahmenbedingungen als auch die konkrete Bereitschaft der betroffenen Unternehmen und weiterer Verantwortlicher zur Entwicklung des Weintourismus im Untersuchungsgebiet untersucht werden. Ziel dieser Arbeit soll es auch sein, erkennen zu können ob der Weintourismus durch den Betrieb der Buschenschenken das Potential hat die Wirtschaft innerhalb des Dorfes zu fördern.
Zur Erreichung dieses Zieles sollen folgende Schritte gesetzt werden:
Zunächst werden die allgemeinen Voraussetzungen für eine professionelle, integrierte Tourismusentwicklung dargestellt. Hierzu werden Konzepte der neueren Tourismus und Regionalentwicklung vorgestellt, wie vor allem Destinationsmanagement, Netzwerkbildung und Kooperationen. Danach werden Studien über die Entwicklung des Weintourismus in anderen Gebieten vorgestellt und Folgerungen für das eigene Untersuchungsgebiet abgeleitet. Ein entwickeltes Modell soll dazu dienen die Bezugsquellen der Heurigen und Buschenschenken zu verdeutlichen, anschließend wird auf die Vermarktungsmöglichkeiten der Winzer eingegangen.
Als eine wesentliche konkrete Rahmenbedingung ist auch auf die „Förderkulisse“ für Weinwirtschaft und Tourismus einzugehen.
Nachdem somit die Grundlagen umfassend dargestellt worden sind, soll diese Arbeit einen Überblick darüber geben, ob die ansässigen Winzer und die Tourismusverantwortlichen das Potential des Weintourismus erkannt haben und seine Umsetzung entsprechend fördern.
Außerdem soll geklärt werden, ob es Synergieeffekte zwischen Weintourismus und anderen Tourismusformen gibt und ob diese auch entsprechend genützt werden. Daneben wird auch noch auf die Frage eingegangen, ob der Ausbau des Weintourismus vom Land Niederösterreich entsprechend forciert wird.
1 Problemstellung und Zielsetzung: Einleitung in die historisch gewachsene Weinbauregion und Darstellung der Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Entwicklungspotenziale des Weintourismus.
2 Abgrenzung des Untersuchungsgebietes: Geografische Definition des südlichen Weinviertels für die empirische Untersuchung.
3 Modell eines Tourismus- und Versorgungsnetzwerkes am Beispiel eines durch Weinbau geprägten Dorfes: Theoretische Herleitung von Destinationen als Regionalsysteme und touristische Netzwerke.
4 Die „Förderkulisse“ für Weinwirtschaft und Tourismus in NÖ: Übersicht über staatliche und europäische Fördermöglichkeiten für Betriebe und Regionen.
5 Der Untersuchungsraum: Analyse der klimatischen, bodenkundlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Untersuchungsgebiet.
6 Der Tourismus im Untersuchungsgebiet: Status Quo der verschiedenen Tourismusformen inklusive einer detaillierten Betrachtung des Weintourismus.
7 Datenerhebung und -aufbereitung: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise bei der Befragung von Weinbaubetrieben.
8 Strukturen und Perspektiven des Weintourismus: Empirische Analyse der Betriebsdaten, Absatzschienen und Gästeerwartungen.
9 Die Rollenverteilung unter den Tourismusverantwortlichen: Diskussion der Akteurslandschaft und ihrer Einflüsse auf die regionale Tourismusstrategie.
10 Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse und Ableitung von Empfehlungen für die touristische Entwicklung.
11 Zusammenfassung: Abschließende Reflexion über die Chancen und Herausforderungen für den Weintourismus im Weinviertel.
Weintourismus, Weinviertel, Destinationsmanagement, Regionalentwicklung, Tourismusorganisation, Weinabsatz, Kooperationen, Heuriger, Buschenschank, Förderkulisse, Strukturwandel, Direktvermarktung, Netzwerkbildung, Gästebefragung, Nachhaltigkeit.
Die Arbeit untersucht die Entwicklungsmöglichkeiten des Weintourismus im südlichen Weinviertel sowie die Bereitschaft lokaler Akteure, diesen Wirtschaftszweig durch Kooperationen und Investitionen aktiv zu fördern.
Neben theoretischen Modellen zu Destinationsmanagement und touristischen Netzwerken analysiert die Arbeit die wirtschaftliche Förderkulisse, die aktuelle Absatzsituation der Winzer und die Auswirkungen der touristischen Infrastruktur.
Das Hauptziel besteht darin, herauszufinden, ob Weintourismus das Potenzial hat, die lokale Wirtschaft innerhalb der Weinviertler Dörfer nachhaltig zu stärken und Synergieeffekte mit anderen Tourismusformen zu generieren.
Es wird eine empirische Untersuchung durchgeführt, die eine quantitative Befragung von Weinbaubetrieben sowie Experteninterviews mit Tourismusverantwortlichen umfasst.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Regionalentwicklung, die detaillierte Analyse der Förderungen in Niederösterreich sowie die Auswertung der erhobenen Daten zu Betriebsgrößen, Absatzwegen und zur Einstellung der Winzer gegenüber Kooperationen.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Weintourismus, Weinviertel, Destinationsmanagement, Kooperationen, Absatzschienen, Direktvermarktung und regionale Netzwerke.
Die Winzer sehen primär kein generelles Absatzproblem, betonen jedoch die Bedeutung von Qualität und die Notwendigkeit, unterschiedliche Absatzkanäle wie Ab-Hof, Heurige oder Großverbraucher sinnvoll zu kombinieren.
Kooperationen gelten als entscheidender Faktor, um ein attraktives Leistungsbündel für den Gast zu schnüren, wobei jedoch teils „Trägheit“ bei bestehenden Institutionen oder Rivalitäten zwischen Betrieben als Hürden benannt werden.
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