Examensarbeit, 2018
27 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ
1 Einführung
2 Fragestellung und Methodik
3 Definitionen
3.1 Was ist eine Muttersprache?
3.2 Was ist Hochdeutsch und was ist Standarddeutsch?
3.3 Was ist eine Hochsprache?
3.4 Was ist ein Dialekt, was ist eine Mundart?
3.5 Was ist ein Akzent, was ist eine Färbung?
3.6 Was ist ein Sprachbund
3.7 Was ist eine Kunstsprache
3.8 Was ist eine natürliche Sprache
4 Ausgewählte Aspekte der Entwicklung zum Standarddeutschen
4.1 Die Ausdifferenzierung der indoeuropäischen Sprachen
4.2 Der Weg zur Standard-Schriftsprache und deren Aussprache
5 Personenbefragung
5.1 Fragebogen
5.2 Grafische Darstellung der Ergebnisse
5.3 Auswertung
5.4 Plausibiltätskontrolle und Fragebogendesign
6 Diskussion
Die Arbeit untersucht die sprachwissenschaftliche Fragestellung, ob das Hochdeutsch beziehungsweise Standarddeutsch als eine Art "Kunstsprache" betrachtet werden muss, die nicht als Muttersprache erworben werden kann, oder ob sie trotz ihrer normierten Entwicklung als natürliche Muttersprache fungiert.
3.2 Was ist Hochdeutsch und was ist Standarddeutsch?
Der Begriff Hochdeutsch ist ein sehr missverständlicher Begriff, da einerseits damit oft im normalen Sprachgebrauch „Standarddeutsch bzw. Schriftdeutsch“ (Wikipedia, 2018a.www, 1) gemeint ist. Andererseits bezeichnet er die hochdeutschen Dialekte, also die regionale „Sprachvarietät in den höher gelegenen Gebieten des deutschen Sprachraums“ (ebd., 1), wobei mit „höher gelegen“ die „höhergelegenen (bergigen) Regionen des mittleren und südlichen deutschen Sprachraums“ (ebd., 1) gemeint sind und nicht etwa auch die bergigen Gebiete Norddeutschlands.
Das Hochdeutsche ist eine Dachsprache, die aus den mittel- und oberdeutschen Dialekten hervorgegangen ist und zwar zunächst als überregionale Schriftsprache.
1 Einführung: Diese Einleitung führt in die Komplexität der Sprachvarietäten ein und nennt Faktoren, die zur Differenzierung von Sprache bei Individuen führen.
2 Fragestellung und Methodik: Das Kapitel definiert das Forschungsziel, die Hypothese der "Kunstsprache" Hochdeutsch zu prüfen, und beschreibt die Kombination aus Literaturrecherche und empirischer Befragung.
3 Definitionen: Hier werden grundlegende linguistische Begriffe wie Muttersprache, Dialekt, Akzent, Sprachbund und Kunstsprache voneinander abgegrenzt.
4 Ausgewählte Aspekte der Entwicklung zum Standarddeutschen: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von der indoeuropäischen Sprachfamilie bis zur Etablierung einer überregionalen deutschen Schriftsprache nach.
5 Personenbefragung: Das Kapitel dokumentiert die Durchführung, grafische Ergebnisse und Auswertung einer Umfrage unter Laien zum Thema Hochdeutsch als Muttersprache.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden synthetisiert, um die Forschungsfrage zu beantworten, ob Hochdeutsch aufgrund seiner Entstehungsgeschichte als Kunstsprache eingestuft werden muss.
Hochdeutsch, Standarddeutsch, Muttersprache, Dialekt, Sprachgeschichte, Sprachvarietät, Kunstsprache, Erstsprache, Lautverschiebung, Schriftsprache, Sprachbund, Linguistik, Sprachkontakt, Konvergenz, empirische Befragung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Einordnung des Hochdeutschen und der Frage, ob es sich dabei um eine "Kunstsprache" handelt, die man nicht als Muttersprache erwerben kann.
Die zentralen Themen sind Sprachdefinitionen, die historische Entwicklung der deutschen Standardsprache sowie die subjektive Wahrnehmung von Hochdeutsch als Muttersprache durch Sprecher.
Das Ziel ist zu untersuchen, ob Standarddeutsch ein theoretisches Ideal darstellt, das nicht natürlich erworben werden kann, oder ob es eine lebendige, gewachsene Sprache ist.
Der Autor nutzt eine Kombination aus einer theoretischen Literaturrecherche und einer empirischen Personenbefragung, um die Thematik sowohl linguistisch als auch praxisbezogen zu beleuchten.
Der Hauptteil befasst sich mit den Definitionen von Sprachvarietäten, der historischen Ausdifferenzierung der indoeuropäischen Sprachen sowie der Auswertung der durchgeführten Befragung.
Wichtige Begriffe sind Muttersprache, Standarddeutsch, Dialekt, Sprachgeschichte, Konvergenz und Spracherwerb.
Da es sich nicht "natürlich" in einer Region wie ein Dialekt entwickelt hat, sondern zielgerichtet als überregionale Schriftsprache konzipiert wurde, um die Verständigung zu erleichtern.
Der Autor schlussfolgert, dass trotz künstlicher Aspekte in der Entstehung (insbesondere der Aussprache) das Standarddeutsche als natürliche Sprache zu werten ist, da sie sich autonom und lebendig weiterentwickelt hat.
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