Bachelorarbeit, 2020
47 Seiten, Note: 1,13
Die vorliegende Arbeit analysiert das Kinderbuch „Johanna im Zug“ von Kathrin Schärer im Hinblick auf die illusionsbildende Funktion der Metafiktion. Das Buch zeigt anhand der Selbstreflexion des Fiktionscharakters „Johanna“ beispielhaft, wie metafiktionale Elemente in der Kinderliteratur eingesetzt werden können. Die Arbeit untersucht, ob die Metafiktion in „Johanna im Zug“ eher illusionsbildend oder -störend wirkt.
Die Einleitung stellt den Untersuchungsgegenstand vor, „Johanna im Zug“, und erläutert die Relevanz der Metafiktion in der Kinderliteratur. Es wird auf die Ergebnisse der Bilderbuchrezeptionsforschung eingegangen, die die Metafiktion als Herausforderung für die kindliche Leserschaft identifizieren.
Das Kapitel „Theoretische Grundlagen“ behandelt den Illusionsbegriff nach Werner Wolf, der die Metafiktion als illusionsstörendes Element betrachtet. Es werden die Prinzipien der Illusionsbildung und die Charakteristika des illusionistischen Erzählens erläutert.
Das Kapitel „Das Bilderbuch Johanna im Zug“ bietet eine kurze Einführung in das Werk und dessen Inhalt.
Die „Analyse des Bilderbuchs Johanna im Zug“ befasst sich mit den illusionsbildenden Prinzipien und Charakteristika im Buch sowie mit der Frage, ob die Metafiktion in diesem Fall eher illusionsbildend oder -störend wirkt. Die Analyse untersucht sowohl explizite als auch implizite Metafiktion.
Die Arbeit fokussiert auf die Themen Illusionsbildung, Metafiktion, Kinderliteratur, Bilderbuch, Johanna im Zug, Werner Wolf, ästhetische Illusion, Illusionsdurchbrechung, Funktionspotential, Rezeption.
Metafiktion bezeichnet Verfahren, bei denen ein Werk seine eigene Fiktionalität oder Künstlichkeit thematisiert, etwa wenn eine Figur weiß, dass sie in einem Buch existiert.
In dem Buch von Kathrin Schärer reflektiert die Hauptfigur Johanna über ihre eigene Entstehung und den Zeichenprozess, was die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt.
Das ist die zentrale Forschungsfrage. Während Werner Wolf Metafiktion als illusionsstörend ansieht, untersucht die Arbeit, ob sie in diesem speziellen Kontext auch neue Ebenen der Illusion schaffen kann.
Die Forschung stuft das Buch als literar-ästhetische Herausforderung für alle Altersstufen ein, da die häufigen Perspektivwechsel hohe Anforderungen an die Rezipienten stellen.
Wolf liefert die theoretischen Grundlagen zu Prinzipien der Illusionsbildung und Merkmalen des illusionistischen Erzählens, die in der Arbeit auf das Bilderbuch angewendet werden.
Es zeigt Schülern die Vielfältigkeit des Mediums Bilderbuch und ermöglicht die Auseinandersetzung mit komplexen Erzählstrukturen und ästhetischer Bildung.
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