Bachelorarbeit, 2018
38 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Schulbegleitungen
2.1 Definition und Begriffsklärung
2.2 Ausgangslage und Entwicklung
2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.4 Aufgaben- und Tätigkeitsprofil
2.5 Qualifikationen
3. Kooperation
3.1 Definition und Begriffsklärung
3.2 Schulische Inklusion durch Kooperation
3.3 Kooperation mit Schulbegleitungen
3.3.1 Herausforderungen in der Kooperation
3.3.2 Gründe für die Kooperation
3.3.3 Studienergebnisse zur Kooperation mit Schulbegleitungen
3.4 Teamentwicklung in der inklusiven Schule
4. Schulbegleitungen in der inklusiven Schule
4.1 Schulische Inklusion
4.2 Die Schulbegleitung als Maßnahme zur Umsetzung der Inklusion
4.3 Alternativen zur Maßnahme Schulbegleitung
4.3.1 Das Poolmodell
4.3.2 Koordinierungs- und Beratungsstelle (KOBSI)
4.3.3 Schulische Assistenz
4.3.4 Schulinterne Unterstützungs- und Beratungsteams (SUBs)
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie Schulbegleitungen effektiv in die kooperativen Prozesse inklusiver Schulsettings eingebunden werden können. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob die Einzelfallmaßnahme der Schulbegleitung ein geeignetes Instrument für ein inklusives Bildungssystem darstellt und welche strukturellen Alternativen existieren, um die Teilhabe von Kindern mit Assistenzbedarf nachhaltig zu sichern.
3.4 Teamentwicklung in der inklusiven Schule
Eine erfolgreiche Kooperation bedarf einer erfolgreichen Zusammenarbeit im Team (vgl. Fussangel & Gräsel 2011, S.670). Doch nur weil eine Schulbegleitung am Anfang Schuljahres in die Klasse gekommen ist, ist nicht gleich ein gut funktionierendes „Klassenteam“ entstanden. Ein Team muss sich erst entwickeln um arbeitsfähig zu werden.
Eine zentrale Gelingensbedingung für die Teamentwicklung ist dabei, dass die Schule (obwohl sie nicht der formelle Arbeitgeber ist) Verantwortung für den Einsatz und die Kooperation mit Schulbegleitungen ergreift. Schließlich ist es ihre Aufgabe, die Qualität der Bildung und Erziehung für all ihre Schülerinnen und Schüler sicher zu stellen (vgl. Lübeck 2018, S.75).
Anika Lübeck (2017) erläutert: „Eine Übernahme der Verantwortung für den Einsatz von Schulbegleiterinnen und -begleitern könnte z.B. bedeuten, in Aushandlungsprozesse mit dem Arbeitgeber zu treten und gemeinsam Wege zu finden, wie sie angemessen auch für indirekte Leistungen vergütet werden können“ (ebd.). Die Sensibilisierung für die prekäre Arbeitssituation der Schulbegleitung ist für eine gelingende Teamentwicklung ebenso wichtig, wie die Schaffung von regelmäßigen Zeitfenstern für gemeinsame Absprachen, Planungen und Reflexionen im Klassenteam (vgl. ebd.). Nur so kann der Grundstein für die Teamentwicklung gelegt werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Schulbegleitungen im inklusiven Bildungssystem ein und definiert die zentralen Forschungsfragen zur Einbindung dieser Kräfte sowie zur strukturellen Weiterentwicklung.
2. Schulbegleitungen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Schulbegleitung, beleuchtet deren rechtliche Rahmenbedingungen und analysiert die aktuelle Ausgangslage hinsichtlich Qualifikation und Tätigkeitsprofil.
3. Kooperation: In diesem Hauptteil wird Kooperation theoretisch definiert und in den Kontext der inklusiven Schule sowie der Zusammenarbeit mit Schulbegleitungen gesetzt, wobei das Phasenmodell der Teamentwicklung als Praxishilfe dient.
4. Schulbegleitungen in der inklusiven Schule: Dieses Kapitel reflektiert kritisch die Einzelfallmaßnahme der Schulbegleitung und stellt zukunftsweisende strukturelle Alternativen vor, die das Gesamtsystem Schule in den Fokus rücken.
5. Fazit und Ausblick: Hier werden die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammengeführt, wobei die Notwendigkeit pragmatischer Zwischenlösungen und eines grundlegenden Umdenkens hin zu inklusiven Strukturen betont wird.
Schulbegleitung, inklusive Schule, Kooperation, Teamentwicklung, Inklusion, Eingliederungshilfe, multiprofessionelle Teams, Schulentwicklung, Assistenzbedarf, Förderbedarf, Klassenteam, Schulassistenz, Bildungsgerechtigkeit, Rollenverständnis, strukturelle Veränderung.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Schulbegleitung in der inklusiven Schule, insbesondere mit der notwendigen Kooperation zwischen Schulbegleitungen und Lehrkräften.
Zentrale Themen sind die Einbindung von Schulbegleitungen in multiprofessionelle Teams, die Herausforderungen der Kooperation sowie die kritische Reflexion des aktuellen Systems der Eingliederungshilfe.
Ziel ist es, Praxishilfen für eine gelingende Zusammenarbeit im Klassenteam aufzuzeigen und Alternativen zur derzeitigen einzelfallbezogenen Schulbegleitung zu diskutieren, um Inklusion strukturell zu stärken.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Bachelorarbeit, die durch die Auswertung bestehender Studien, Fachliteratur und Praxismaterialien zur Teamentwicklung fundiert wird.
Der Hauptteil analysiert die Definitionen von Kooperation, wendet das Phasenmodell der Teamentwicklung nach Tuckman auf den Schulalltag an und bewertet verschiedene Modellprojekte zur systemischen Inklusionshilfe.
Wichtige Begriffe sind Schulbegleitung, Inklusion, Kooperation, Teamentwicklung und multiprofessionelle Zusammenarbeit.
Das Poolmodell sieht vor, dass Schulbegleitungen nicht mehr nur für ein einzelnes Kind, sondern für eine Gruppe von Kindern zuständig sind, um die Personenfixierung zu verringern.
Sie wird als "Hilfskonstrukt" betrachtet, das das Kind als "Problem" markiert, statt die Schule strukturell für alle Kinder zu öffnen, und zudem das Risiko einer Deprofessionalisierung birgt.
KOBSI (Koordinierungs- und Beratungsstelle für systemische Inklusionshilfen) arbeitet nach dem Prinzip "Weg von der Manndeckung – hin zur Raumdeckung", indem Unterstützung systemisch für alle Kinder angeboten wird.
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