Bachelorarbeit, 2018
81 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
1.1 HINFÜHRUNG ZUM THEMA
1.2 PROBLEMSTELLUNG
1.3 AUFBAU UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT
2 AKTUELLER FORSCHUNGSSTAND
2.1 STORYTELLING
2.1.1 Begriffsklärung und Einordnung
2.1.2 Historie des Geschichtenerzählens
2.1.3 Psychologische und neurobiologische Wirkungsweise
2.1.4 Arten von Storytelling und deren Ziele
2.1.5 Bestandteile einer erfolgreichen Geschichte
2.2 PERSÖNLICHKEITSFORSCHUNG
2.2.1 Begriffsklärung Persönlichkeit
2.2.2 Das Eigenschaftsparadigma
2.2.2.1 Das Fünf- Faktoren- Modell der Persönlichkeit
2.2.2.2 Offenheit für Erfahrungen
2.3 ERGÄNZENDE BEGRIFFSERKLÄRUNGEN
3 FORSCHUNGSZIELE
3.1 FORSCHUNGSFRAGE
3.2 HYPOTHESEN
4 METHODISCHES VORGEHEN
4.1.1 Forschungsdesign
4.1.2 Erhebungsinstrument
4.1.3 Pretest
4.1.4 Stichprobe und Durchführung
4.1.5 Gütekriterien
4.1.5.1 Objektivität
4.1.5.2 Reliabilität
4.1.5.3 Validität
4.1.6 Vorgehensweise bei der Auswertung
5 ERGEBNISSE
5.1.1 Darstellung der Ergebnisse
5.1.2 Interpretation der Ergebnisse
5.1.3 Methodendiskussion
6 FAZIT / AUSBLICK
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Persönlichkeitseigenschaft „Offenheit für Erfahrungen“ (gemessen anhand ihrer sechs Facetten) und der Wirksamkeit von Storytelling in Mini-Filmen, wobei die Einstellung zum Film, die Einstellung zur Marke und die Kaufabsicht als Mediatoren betrachtet werden.
2.1.3 Psychologische und neurobiologische Wirkungsweise
Um die Methode des Storytellings in verschiedenen Gebieten wirksam anzuwenden, ist es sinnvoll, die Wirkung von Geschichten auf den Menschen zu verstehen. Vor allem in einer überkommunizierten Welt, wie es Etzold (2017) beschreibt, müssen Unternehmen auffällig und von Wettbewerbern unterscheidbar sein. Dabei ist bekannt, dass insbesondere Werbung nicht nur mit den funktionalen Vorteilen eines Produktes überzeugen darf, sondern auch unbewusste Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle erreichen muss (Sommer, 2010). Viele Forschungsergebnisse aus verschiedenen Disziplinen wie der Neurowissenschaft, der Psychologie und den Kulturwissenschaften machen das Phänomen um die Wirkungsweise von Geschichten erklärbar (Herbst, 2014).
Als wichtigste Komponente innerhalb der Thematik gelten wohl die Emotionen. Passend dazu das Sprichwort, welches oft im Zusammenhang mit dem Marketingbereich angewendet wird: „no emotions- no money“ (Adamczyk, 2015, S. 34). In Form von Geschichten lassen sich leicht Emotionen transportieren, welche das menschliche Belohnungssystem stimulieren (Adamczyk, 2015).
Geschichten haben das Ziel zu beeinflussen und zu überzeugen, was mit Hilfe von rationaler Persuasion oder emotionaler Persuasion geschehen kann. Rational bedeutet, mit Daten und Fakten auf eine intellektuelle und bewusste Art zu überzeugen. Diese sprechen die linke, logische Gehirnhälfte an. Rationale Persuasion ist aber nur bei Menschen erfolgreich, die gleichen Interessen, Meinungen und Werte vertreten, wie auch der Sender der Botschaft. Zudem müssen die Rezipienten dieselbe Aufmerksamkeit und Zeit aufwenden wollen. Wenn dies nicht der Fall ist, suchen sie nach logischen Fehlern in den Fakten und werden zunehmend skeptischer oder verlieren schnell das Interesse an der Botschaft. Zusammenfassend werden also die meisten rationalen Fakten nicht aufgenommen, verarbeitet, gespeichert geschweige denn erinnert. Die zweite Form der Überzeugung, die emotionale Persuasion, spricht die gesamten Regionen des Gehirns an und vor allem die gefühlsbetonte rechte Seite. Es handelt sich um einen intuitiven und unbewussten Prozess, wobei mit Hilfe von Geschichten, Bildern oder Musik eine Identifikation mit der abgebildeten Situation oder Person stattfindet. Der Rezipient kann in das Geschehen eintauchen (Immersion) (Sammer, Von Hollywood lernen? Erfolgskonzepte des Corporate Storytelling, 2017).
1 EINLEITUNG: Führt in das Thema Storytelling im Marketing ein und umreißt die Relevanz der Untersuchung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 AKTUELLER FORSCHUNGSSTAND: Bietet einen theoretischen Rahmen zu Storytelling, dessen Geschichte, psychologischer Wirkung sowie eine detaillierte Erläuterung der Persönlichkeitsforschung, insbesondere der Dimension „Offenheit für Erfahrungen“.
3 FORSCHUNGSZIELE: Definiert die zentrale Forschungsfrage sowie die daraus abgeleiteten Hypothesen für die empirische Untersuchung.
4 METHODISCHES VORGEHEN: Beschreibt das Forschungsdesign, das Instrumentarium der Online-Befragung, die Stichprobenauswahl und die Kriterien zur Validierung und Reliabilität der Daten.
5 ERGEBNISSE: Präsentiert die statistische Analyse der Daten, die Interpretation der Ergebnisse hinsichtlich der Hypothesen und eine methodische Diskussion.
6 FAZIT / AUSBLICK: Fasst die Erkenntnisse zusammen, bewertet die wissenschaftliche Relevanz und gibt Handlungsempfehlungen für die Praxis sowie zukünftige Forschung.
Storytelling, Marketing, Persönlichkeitspsychologie, Offenheit für Erfahrungen, Big-Five-Modell, Mini-Filme, Konsumentenverhalten, Kaufabsicht, Werbewirkungsforschung, narrative Transportation, Online-Befragung, Emotionen, Markenführung, Markenimage, Konsumentenpersönlichkeit.
Die Bachelorarbeit untersucht, welchen Einfluss das Persönlichkeitsmerkmal „Offenheit für Erfahrungen“ auf die Wirksamkeit von Storytelling-Elementen in der Online-Werbung hat.
Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der Werbepsychologie und der differentiellen Psychologie, um zu analysieren, wie narrative Inhalte in Mini-Filmen unterschiedlich von Konsumenten aufgenommen werden.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie die Facetten der Persönlichkeitseigenschaft „Offenheit für Erfahrungen“ die Einstellung zu Mini-Filmen, zur Marke und letztlich die Kaufabsicht beeinflussen.
Es handelt sich um eine quantitative Studie, die ein Online-Fragebogen-Design nutzt. Die Daten von 202 Probanden wurden mittels Korrelations- und Regressionsanalysen ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Literaturrecherche zu Storytelling und Persönlichkeitsmodellen sowie einen empirischen Teil, der das methodische Vorgehen und die statistische Auswertung beinhaltet.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Storytelling, Offenheit für Erfahrungen, Big-Five-Modell, Konsumentenpersönlichkeit, Werbewirkung und Kaufabsicht.
Aufgrund ihrer inhaltlichen Beschreibung, die Kreativität, Neugier und die Fähigkeit zur Immersion in Geschichten umfasst, erscheint sie als idealer Prädiktor für die Wirksamkeit narrativer Werbeformate.
Es konnte ein statistisch signifikanter, wenn auch geringer, positiver Einfluss der Facette „Gefühle“ auf die Einstellung zum untersuchten Mini-Film festgestellt werden.
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