Diplomarbeit, 2006
138 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
1.1 Der Markt für Zertifikate in Deutschland
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau und Gang der Untersuchung
2 Begriffsbestimmung und Grundlagen
2.1 Strukturierte Anlageprodukte
2.2 Zertifikat im Sinne dieser Arbeit
2.3 Retailmarkt
2.4 Funktionen der Basiskomponenten
2.4.1 Basiskomponenten des Kassamarktes
2.4.1.1 Aktien
2.4.1.2 Währungen
2.4.1.3 Anleihen
2.4.2 Basiskomponenten des Terminmarktes
2.4.2.1 Standard-Optionen
2.4.2.1.1 Long Call
2.4.2.1.2 Short Call
2.4.2.1.3 Long Put
2.4.2.1.4 Short Put
2.4.2.2 Exotische Optionen
2.4.2.2.1 Kurspfadunabhängige Optionen
2.4.2.2.2 Kurspfadabhängige Optionen
3 Produkte
3.1 Partizipationszertifikate
3.1.1 Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten
3.1.2 Konstruktion
3.2 Discountzertifikate
3.2.1 Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten
3.2.2 Konstruktion
3.3 Aktienanleihen
3.3.1 Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten
3.3.2 Konstruktion
3.4 Bonus-Zertifikate
3.4.1 Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten
3.4.2 Konstruktion
3.5 Garantie-Zertifikate
3.5.1 Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten
3.5.2 Konstruktion
4 Marktteilnehmer
4.1 Die Emittenten als Produzenten
4.1.1 Deutsche Bank
4.1.2 WestLB
4.1.3 HSBC Trinkaus & Burkhardt
4.2 Absatzhelfer
4.2.1 Börsen
4.2.1.1 Handelssegment EUWAX der Börse Stuttgart
4.2.1.2 Deutsche Börse Smart Trading
4.2.2 Distributoren
4.2.2.1 Discountbroker
4.2.2.2 Banken
4.3 Käufer
4.3.1 Privatanleger
4.3.2 Institutionelle Kunden
4.4 Beeinflusser
4.4.1 Verbände
4.4.1.1 Deutsches Derivate Institut
4.4.1.2 Derivate Forum
4.4.2 Medien
4.4.2.1 Printmedien
4.4.2.2 Onlinemedien
5 Rechtliche Aspekte
5.1 Das Wertpapierprospektgesetz
5.1.1 Prospektpflicht nach dem Wertpapierprospektgesetz
5.1.2 Aufbau der Prospekte
5.1.3 Übergangsregelungen
5.1.4 Implikationen der neuen Gesetzgebung auf die Aktivitäten der Emittenten
5.1.4.1 Auswirkungen des Konzeptes des Europäischen Passes
5.1.4.2 Widerrufsrecht der Anleger
5.1.4.3 Anpassung der Werbemaßnahmen
5.1.4.4 Jährliche Aktualisierung des Prospektes
5.1.4.5 Erstellung eines jährlichen Dokumentes
5.2 Steuerliche Behandlung von Zertifikaten im Privatvermögen
5.2.1 Grundlagen
5.2.2 Einkünfte aus Kapitalvermögen im Sinne des § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG
5.2.3 Einkünfte aus Kapitalvermögen im Sinne des § 20 Abs. 2 Nr. 4 EStG
5.2.4 Steuerliche Behandlung der untersuchten Produkte
5.2.4.1 Partizipationszertifikate
5.2.4.2 Discountzertifikate und Bonus-Zertifikate
5.2.4.3 Aktienanleihen
5.2.4.4 Garantie-Zertifikate
6 Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein umfassendes Verständnis für den deutschen Markt für strukturierte Anlageprodukte zu vermitteln. Da Zertifikate für viele Anleger und Berater noch eine "Terra incognita" darstellen, soll durch die Vorstellung der Funktionsweisen, Einsatzmöglichkeiten und Marktteilnehmer sowie der Analyse rechtlicher und steuerlicher Aspekte zur Aufklärung beigetragen werden.
2.4.2.1.2 Short Call
Der Verkäufer einer Call-Option ist verpflichtet, den Basiswert der Option am Fälligkeitstermin zum Basispreis an der Käufer der Option zu veräußern. Er hat die Entscheidung des Optionskäufers zu akzeptieren und die Ansprüche aus der Option zu erfüllen. Der Stillhalter einer Kaufoption erwartet konsequenterweise fallende, gleichbleibende oder maximal leicht steigende Kurse des Basiswertes. Sollte der Basiswert am Fälligkeitstag über dem Basiskurs notieren, wird der Optionskäufer von seinem Recht Gebrauch machen und den Basiswert zum vereinbarten Preis einfordern.
Der Stillhalter erleidet dann einen Verlust, wenn die Differenz zwischen dem Kassakurs des Basiswertes und dem Basiskurs der Option bei Fälligkeit größer ist als die vereinnahmte Optionsprämie, (siehe Break-even-Punkt). Befindet sich der Kurs des Basiswertes zwischen dem Basiskurs und dem Break-even-Punkt, so erzielt der Stillhalter zumindest einen verminderten Gewinn.
1 Einführung: Diese Einleitung beleuchtet das enorme Wachstum des deutschen Zertifikatemarktes und definiert das Ziel der Arbeit, Transparenz zu schaffen und ein umfassendes Verständnis für Marktteilnehmer und rechtliche Rahmenbedingungen zu vermitteln.
2 Begriffsbestimmung und Grundlagen: In diesem Kapitel werden grundlegende Fachbegriffe wie "strukturiertes Anlageprodukt" und "Zertifikat" geklärt sowie die Funktionsweise von Kassa- und Terminmarktinstrumenten als Basiskomponenten dargelegt.
3 Produkte: Hier werden die wichtigsten Produktgruppen wie Partizipations-, Discount-, Bonus- und Garantie-Zertifikate sowie Aktienanleihen detailliert in ihrer Funktionsweise und Konstruktion vorgestellt.
4 Marktteilnehmer: Dieses Kapitel kategorisiert die Akteure am Markt in Produzenten, Absatzhelfer, Käufer und Beeinflusser und untersucht deren jeweilige Rollen und Einflussmöglichkeiten.
5 Rechtliche Aspekte: Hier wird das Wertpapierprospektgesetz erläutert, insbesondere die neuen Anforderungen an Prospekte, sowie die steuerliche Behandlung verschiedener Zertifikatstypen im Privatvermögen detailliert analysiert.
6 Ausblick: Der abschließende Ausblick skizziert das zukünftige Wachstumspotenzial des Marktes sowie zu erwartende Trends in der Produktentwicklung und der Wettbewerbslandschaft.
Strukturierte Anlageprodukte, Zertifikate, Derivate, Aktienanleihen, Discountzertifikate, Bonus-Zertifikate, Garantie-Zertifikate, Wertpapierprospektgesetz, Finanzinnovationen, Steuerrecht, Privatvermögen, Market Making, Terminmarkt, Privatanleger, Emissionsrendite.
Die Arbeit befasst sich mit dem deutschen Markt für strukturierte Anlageprodukte (Zertifikate), analysiert deren Produkteigenschaften, die Akteure am Markt sowie die relevanten rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Konstruktion und Funktionsweise verschiedener Anlagezertifikate, dem Verständnis der Rollen von Emittenten und Absatzhelfern sowie der Klärung der steuerrechtlichen Behandlung und der neuen Prospektgesetzgebung.
Das Hauptziel ist es, die Anlageklasse der Zertifikate aufzuklären, ihre Einsatzmöglichkeiten für Anleger darzulegen und durch die Analyse von Marktteilnehmern und rechtlichen Aspekten ein umfassendes Verständnis zu vermitteln.
Die Arbeit verzichtet bewusst auf komplexe mathematische Modelle und stellt ökonomische Sachverhalte verbal dar. Sie stützt sich auf aktuelle Fachliteratur der letzten zwei Jahre sowie Experteninterviews zur Schließung von Informationslücken.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Grundlagen, die detaillierte Vorstellung der wichtigsten Produktgruppen, die Kategorisierung der Marktteilnehmer nach einem Marktmodell und eine Untersuchung der rechtlichen und steuerlichen Aspekte.
Zentrale Begriffe sind neben den verschiedenen Produktgruppen wie Discount- oder Bonus-Zertifikaten vor allem das Wertpapierprospektgesetz, die Finanzinnovationen und die steuerliche Behandlung im Privatvermögen.
Es führt neue Formvorschriften für Prospekte ein, verpflichtet zur jährlichen Aktualisierung und erfordert eine klarere Kennzeichnung von Werbemaßnahmen, was den administrativen Aufwand für Emittenten erheblich erhöht.
Da Garantie-Zertifikate ein Rückzahlungsversprechen (teilweise oder vollständig) beinhalten, erfüllt dies steuerlich den Tatbestand der Einkünfte aus Kapitalvermögen, wodurch Verluste mit anderen Kapitalerträgen verrechnet werden können, im Gegensatz zu rein spekulativen Derivaten.
Diese Banken fungieren als Absatzhelfer. Sie nutzen die Infrastruktur erfahrener Emittenten, um ihr eigenes Produktportfolio zu vervollständigen und an ihre Kunden zu vertreiben, ohne selbst das Hedging-Risiko zu tragen.
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