Bachelorarbeit, 2020
48 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffserklärungen
2.1 Bildungsungleichheit
2.2 Soziale Herkunft
3. Das Schulsystem in Deutschland
3.1 Aufbau des deutschen Schulsystems
3.2 Wirkung des Schulsystems auf die Bildungschancen
3.3 Bildungserfolg im deutschen Schulsystem
3.4 Die Bedeutung des Bildungserwerbs
4. Die geschichtliche Entwicklung von Bildungsungleichheiten in Deutschland
4.1 Die Bildungsexpansion
4.2 Ursachen der Bildungsexpansion
4.3 Folgen der Bildungsexpansion
4.4 Auswirkung der Bildungsexpansion auf die schichtspezifische Ungleichheit der Bildungschancen
4.5 Fazit zu den Bildungschancen nach sozialer Herkunft nach der Bildungsexpansion
5. Die PISA-Studie
5.1 Aufbau der PISA-Studie
5.2 Der „PISA-Schock“
5.3 Ergebnisse der PISA-Studie (2000) in Bezug auf die Bildungsungleichheit durch soziale Herkunft
5.4 Vergleich PISA 2000 und PISA 2018
5.5 Ergebnisse der PISA-Studie (2018) in Bezug auf die Bildungsungleichheit durch soziale Herkunft
5.6 Fazit PISA 2000 und PISA 2018
6. Theorien zur Bildungsungleichheit
6.1 Humankapitaltheorie
6.2 Das Modell von Raymond Boudon
6.3 Pierre Bourdieu
6.3.1 Kapitaltheorie
6.3.1.3 Kulturelles Kapital
a) Inkorporiertes Kulturkapital
b) Objektiviertes Kulturkapital
c) Institutionalisiertes Kulturkapital
6.3.1.4 Soziales Kapital
6.4 Familiale Ressourcen und ihr Einfluss auf den Schulerfolg
6.5 Die Illusion der Chancengleichheit
7. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den fortbestehenden Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und dem Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen im deutschen Schulsystem. Ziel ist es zu analysieren, warum trotz der Bildungsexpansion und zahlreicher Reformen weiterhin eine schichtspezifische Bildungsbenachteiligung existiert und durch welche theoretischen Ansätze sich diese Chancenungleichheiten erklären lassen.
3.1 Aufbau des deutschen Schulsystems
Bis zum 18. Jahrhundert gab es in Deutschland ein zweigliedriges Schulsystem. Ab dem 18. Jahrhundert wurden die ersten Realschulen als Reaktion auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes gegründet (vgl. Link, 2011: S. 138). 1920 wurde über die Struktur des Schulwesens debattiert und es wurde dann eine gemeinsame Schule für die ersten vier Schuljahre beschlossen, die Grundschule (vgl. ebd.). Mit der Gründung der BRD im Jahr 1949 wurde die Dreigliedrigkeit des Schulsystems im Grundgesetz festgehalten. Dabei übernahm die 1949 gegründete Kultusministerkonferenz die Koordinierung des Schulsystems (vgl. ebd. S. 139). Obwohl es eine einheitliche Vorstellung von Schulen in der BRD gibt, weichen die Konzepte in den einzelnen Bundesländern voneinander ab. Diese Unterschiede im Schulwesen können mit der „Kulturhoheit der Länder“, Artikel 30 des Grundgesetztes, erklärt werden (Steinbach, 2009: S. 17). Dies bedeutet, dass im Bundesstaat der Bundesrepublik Deutschland die kulturellen Aufgaben des Staates, d.h. die Zuständigkeit für Bildung, Wissenschaft und Kultur, in die Zuständigkeit der Bundesländer fallen (vgl. KMK, 2016/17: S. 15).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die anhaltende Relevanz sozialer Ungleichheit im Bildungssystem und definiert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich des Einflusses der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg.
2. Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Fachbegriffe „Bildungsungleichheit“ und „soziale Herkunft“, die als theoretische Basis für die weitere Analyse dienen.
3. Das Schulsystem in Deutschland: Es wird die Struktur und Selektivität des deutschen Schulwesens sowie die Bedeutung des Bildungserfolgs für spätere Lebenschancen untersucht.
4. Die geschichtliche Entwicklung von Bildungsungleichheiten in Deutschland: Hier wird der Prozess der Bildungsexpansion analysiert und hinterfragt, inwiefern diese zur tatsächlichen Verringerung schichtspezifischer Unterschiede beigetragen hat.
5. Die PISA-Studie: Dieses Kapitel vergleicht die PISA-Ergebnisse von 2000 und 2018 und analysiert den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Kompetenzerwerb im internationalen Vergleich.
6. Theorien zur Bildungsungleichheit: Es werden zentrale soziologische und ökonomische Theorien wie die Humankapitaltheorie und die Kapitaltheorie nach Bourdieu vorgestellt, um Mechanismen der Bildungsbenachteiligung zu erklären.
7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die aktuelle bildungspolitische Situation hinsichtlich der Chancengerechtigkeit.
Bildungserfolg, soziale Herkunft, Bildungsungleichheit, Bildungsexpansion, PISA-Studie, Humankapitaltheorie, kulturelles Kapital, soziales Kapital, Chancengleichheit, meritokratische Sichtweise, Schulsystem, Bildungsbenachteiligung, soziale Disparitäten, Schichtzugehörigkeit, Bildungszertifikate.
Die Arbeit befasst sich mit dem komplexen Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft von Kindern und Jugendlichen und ihrem daraus resultierenden Bildungserfolg innerhalb des deutschen Schulsystems.
Die zentralen Themen umfassen die Struktur des deutschen Schulwesens, die historische Bildungsexpansion, die PISA-Ergebnisse sowie theoretische Erklärungsmodelle zur Entstehung von Bildungsungleichheit.
Die Forschungsfrage widmet sich der Untersuchung, inwieweit der Bildungserfolg von der sozialen Herkunft abhängt, wie Chancenungleichheiten entstanden sind und ob heute noch schichtspezifische Ungleichheiten bestehen.
Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse und arbeitet mit Daten aus Bildungsstudien (insb. PISA) und soziologischen Theorien, um die Mechanismen der Bildungsbenachteiligung systematisch darzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Untersuchung des deutschen Schulsystems, die historische Bildungsentwicklung, die Analyse der PISA-Studien sowie eine theoretische Fundierung mittels Humankapital- und Kapitaltheorie.
Kernbegriffe sind insbesondere Bildungsungleichheit, soziale Herkunft, Kapitaltheorie nach Bourdieu, Bildungsexpansion und Chancengleichheit.
Laut der Arbeit hat die Bildungsexpansion zwar die Bildungsbeteiligung quantitativ erhöht, jedoch kam es nicht zu dem erhofften Abbau der Chancenunterschiede zwischen den sozialen Schichten („Paradox der Bildungsexpansion“).
Das kulturelle Kapital ist laut der Arbeit ein entscheidender Faktor, da Kinder aus privilegierten Elternhäusern durch häusliche Erziehung und kulturelle Bildung bereits vor Schulbeginn über Kompetenzen verfügen, die im schulischen System von Vorteil sind.
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