Diplomarbeit, 2006
96 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Der deutsche Mittelstand
2.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung mittelständischer Unternehmen
2.1.1 Quantitative Differenzierungsmerkmale
2.1.2 Qualitative Differenzierungsmerkmale
2.2 Die Finanzierungssituation des deutschen Mittelstandes
2.2.1 Unternehmensfinanzierung
2.2.2 Aktuelle wirtschaftliche Lage – Fakten und Hintergründe
2.3 Zusammenfassung
3. Basel II – ein Überblick
3.1 Konzeptionelle Grundlagen und Zielsetzung von Basel II
3.2 Drei-Säulen-Konzept von Basel II
3.2.1 Säule 1: Mindestkapitalanforderungen
3.2.2 Säule 2: Aufsichtliches Überprüfungsverfahren
3.2.3 Säule 3: Marktdisziplin
3.3 Konsequenzen für den Mittelstand
3.4 Zusammenfassung
4. Finanzierung mit Mezzanine-Kapital
4.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung
4.2 Charakteristische Merkmale
4.3 Formen von Mezzanine-Kapital
4.3.1 Fremdkapitalähnliche Finanzierungsmittel (Debt Mezzanine)
4.3.2 Hybride Finanzierungsmittel
4.3.3 Eigenkapitalähnliche Finanzierungsmittel (Equity Mezzanine)
4.4 Renditekomponenten von Mezzanine-Kapital
4.5 Voraussetzungen und Einsatzgebiete der mezzaninen Finanzierung
4.6 Wesentliche Vor- und Nachteile von Mezzanine-Kapital
4.7 Praxisrelevante mezzanine Finanzierungsinstrumente
4.7.1 Nachrangdarlehen
4.7.1.1 Rechtliche Ausgestaltungsmöglichkeiten
4.7.1.2 Bilanzielle Behandlung
4.7.1.3 Steuerliche Behandlung
4.7.2 Stille Beteiligungen
4.7.2.1 Rechtliche Ausgestaltungsmöglichkeiten
4.7.2.2 Typisch stille Beteiligung
4.7.2.2.1 Bilanzielle Behandlung
4.7.2.2.2 Steuerliche Behandlung
4.7.2.3 Atypisch stille Beteiligung
4.7.2.3.1 Bilanzielle Behandlung
4.7.2.3.2 Steuerliche Behandlung
4.7.3 Genussrechte
4.7.3.1 Rechtliche Ausgestaltungsmöglichkeiten
4.7.3.2 Bilanzielle Behandlung
4.7.3.3 Steuerliche Behandlung
4.8 Zusammenfassung
5. Umsetzung in der Praxis
5.1 Nachrangdarlehen der KfW Mittelstandsbank
5.1.1 Unternehmerkapital
5.1.2 Auswertung
5.2 Atypisch stille Beteiligungen der Thamm & Partner GmbH
5.2.1 Unternehmensprofil
5.2.2 Atypisch stille Beteiligungen
5.2.3 Auswertung
5.3 Genussrechte der ECO Schulte GmbH & Co. KG
5.3.1 Unternehmensprofil
5.3.2 Genussrechte
5.3.3 Auswertung
5.4 Zusammenfassung
6. Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die Eignung von Mezzanine-Kapital als alternative Finanzierungsquelle für deutsche mittelständische Unternehmen unter Berücksichtigung der veränderten Rahmenbedingungen durch Basel II zu untersuchen und anhand von Praxisbeispielen zu bewerten.
4.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung
Eine einheitliche Definition für den Begriff Mezzanine-Kapital ist weder in der Ökonomie noch in der Rechtswissenschaft zu finden. Das Wort „Mezzanine“ ist ein italienischer Begriff aus dem Bereich der Architektur und bedeutet Zwischengeschoss inmitten zweier Hauptstockwerke. Diese bildhafte Darstellung veranschaulicht den Charakter und die Positionierung von Mezzanine-Kapital: Betrachtet man die Passivseite der Bilanz (= Finanzierungsseite) als ein Gebäude, kann aus wirtschaftlicher und rechtlicher Sicht das Eigenkapital als Fundament bzw. Erdgeschoss verstanden werden. Eigenkapital wird bei der Gründung eines Unternehmens als erstes ein- und bei seiner Auflösung als letztes ausbezahlt. Während der Lebensdauer des Unternehmens dient es als Kapitalfundament und Haftungssubstrat. Das rechtlich besser geschützte Fremdkapital liegt auf dem Eigenkapital und stellt somit das Obergeschoss dar. Mezzanine ist also eine hybride Kapitalform, die von „oben“ wie Fremdkapital und von „unten“ wie Eigenkapital aussieht.
1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage des deutschen Mittelstands, der Problematik durch Basel II und die Zielsetzung der Arbeit.
2. Der deutsche Mittelstand: Definition des Mittelstands anhand quantitativer und qualitativer Kriterien sowie Analyse der Finanzierungssituation und der aktuellen wirtschaftlichen Lage.
3. Basel II – ein Überblick: Erläuterung der konzeptionellen Grundlagen, des Drei-Säulen-Modells und der Auswirkungen der neuen Eigenkapitalvereinbarungen auf den Mittelstand.
4. Finanzierung mit Mezzanine-Kapital: Detaillierte Vorstellung von Mezzanine-Kapital, dessen Formen, Vor- und Nachteile sowie die rechtliche, bilanzielle und steuerliche Einordnung.
5. Umsetzung in der Praxis: Fallstudien zum Unternehmerkapital der KfW, atypisch stillen Beteiligungen der Thamm & Partner GmbH und Genussrechten der ECO Schulte GmbH & Co. KG.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die künftige Bedeutung von Mezzanine-Kapital in der Mittelstandsfinanzierung.
Mezzanine-Kapital, Basel II, Mittelstand, Eigenkapital, Fremdkapital, Finanzierung, Nachrangdarlehen, Stille Beteiligung, Genussrechte, Rating, Unternehmensfinanzierung, Eigenkapitalquote, KMU, Equity-Kicker, Kapitalstruktur.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Nutzung von Mezzanine-Kapital als alternative Finanzierungsmöglichkeit für mittelständische Unternehmen in Deutschland angesichts der verschärften Kreditvergabepraxis durch Basel II.
Zentrale Themen sind die Finanzierungsproblematik des Mittelstands, die neuen Anforderungen der Eigenkapitalvereinbarung Basel II sowie die verschiedenen Ausgestaltungsformen von Mezzanine-Kapital.
Ziel ist es zu ermitteln, ob Mezzanine-Kapital eine tatsächliche Alternative zum klassischen Bankkredit darstellt und wie diese theoretischen Finanzierungsinstrumente in der Praxis erfolgreich umgesetzt werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse der theoretischen Grundlagen sowie einer qualitativen Auswertung von drei realen Praxisbeispielen (KfW-Unternehmerkapital, Thamm & Partner GmbH, ECO Schulte GmbH & Co. KG).
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Mittelstandsfinanzierung, eine detaillierte Analyse von Basel II und eine umfassende Darstellung der Mezzanine-Instrumente inklusive ihrer rechtlichen, bilanziellen und steuerlichen Behandlung.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mezzanine-Kapital, Basel II, Mittelstand, Eigenkapital, Nachrangdarlehen, Stille Beteiligung und Genussrechte.
Basel II führt zu einer stärkeren Risiko-Differenzierung bei der Kreditvergabe. Dies bedeutet, dass Unternehmen mit schlechterem Rating höhere Zinsen zahlen müssen oder Kredite schwerer erhalten, was den Druck zur Erhöhung der Eigenkapitalquote erhöht.
Die KfW bietet mit dem Programm „Unternehmerkapital“ ein Nachrangdarlehen an, das besonders kleinen Unternehmen hilft, ihre Eigenkapitalbasis zu stärken, ohne Sicherheiten stellen zu müssen, indem sie das Ausfallrisiko übernimmt.
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