Examensarbeit, 2006
63 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
The Fake as More
Sherrie Levine
Richard Prince
Louise Lawler
Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht Formen und Strategien der Appropriation Art unter besonderer Berücksichtigung der Künstler Sherrie Levine, Richard Prince und Louise Lawler. Dabei steht das neue Verständnis von Autorschaft, Authentizität und Originalität in der postmodernen Kunst im Zentrum der Analyse.
Sherrie Levine
Nach der erst im Nachhinein berühmt gewordenen Pictures Ausstellung 1979, - kuratiert von Douglas Crimp - die als die erste, wenn auch damals nicht viel beachtete Ausstellung von Appropriation Art gilt, war die 1982 in der New Yorker Galerie Metro Pictures gezeigte Ausstellung von Sherrie Levine, die erste „Show“, welche eine beachtliche Aufmerksamkeit in der öffentlichen Wahrnehmung hinterließ.
Nach dem besagten Text „The Fake as More“ und nach der ebenfalls in einem anderen Zusammenhang zu bewertenden künstlerischen Praxis von Elaine Sturtevant, gilt Levines Strategie als eine der ersten und direktesten künstlerischen Konzeptionen und Strategien der unmittelbaren Bildaneignung, der Approprioation Art. Diese Ausstellung, in der Levine Fotografien von Fotografien des bekannten amerikanischen Fotographen Walker Evans ausstellte, wurde in der Kunstkritischen Presse vieldiskutiert, insbesondere von den Kritikern um die Zeitschrift October und Art in America wie Douglas Crimp, Rosalind Krauss, Hal Foster, Solomon-Godeau, Craig Ownes und andere.
Diese „diskursive Formation“ war insofern wichtig, als diese Kunst durch kunsttheoretische Einbindung erläutert und gefördert wurde, weil sie „in this new photomechanical work, a chance to define a critical postmodernist art“, sahen.
Einleitung: Die Einleitung erläutert die thematische Eingrenzung auf drei Hauptkünstler aufgrund zeitlicher Restriktionen und führt in die zentralen Begriffe der Appropriation Art ein.
The Fake as More: Dieses Kapitel analysiert den Einfluss des fiktiven Textes „The Fake as More“ auf den theoretischen Diskurs und das Verständnis von Kopie als Kunstform in den 80er Jahren.
Sherrie Levine: Hier wird Levines radikale Strategie der Bildaneignung beleuchtet, die das traditionelle Konzept der Originalität durch die direkte Kopie in Frage stellt.
Richard Prince: Das Kapitel untersucht Princes Serie von Refotografien, die sich als Spiel zwischen Anonymität und kritischer Distanz zum Massenmedium Werbung definieren.
Louise Lawler: Lawlers Ansatz, durch kontextuelle Verschiebung und die Hinterfragung institutioneller Rollen (Galerie, Sammler) die Bedingungen der Kunstpräsentation freizulegen, bildet den Abschluss der Analyse.
Fazit: Das Fazit fasst die Strategien der Appropriation Art als Reflexionsinstrumente für die Bedingungen von Kunstproduktion und -rezeption zusammen.
Appropriation Art, Autorschaft, Originalität, Authentizität, Kopie, Postmoderne, Bildaneignung, Sherrie Levine, Richard Prince, Louise Lawler, Kunstmarkt, Institutionen, Diskursive Formation, Bildsujet, Re-Fotografie.
Die Arbeit analysiert die „Formen und Strategien der Appropriation Art“ und deren Einfluss auf die künstlerische Praxis in New York in den 1980er Jahren.
Im Mittelpunkt stehen die Begriffe Autorschaft, Originalität und Authentizität sowie deren Dekonstruktion durch die Strategie der Aneignung.
Das Ziel ist es, das neue Verständnis von Autorschaft zu untersuchen, das durch die Praxis der Appropriation Art Künstler entstanden ist.
Der Autor nutzt eine kunstwissenschaftliche Analyse, basierend auf der Untersuchung spezifischer künstlerischer Strategien und der Rezeption dieser Arbeiten in der Kunstkritik der 80er Jahre.
Der Hauptteil widmet sich den Positionen von Sherrie Levine, Richard Prince und Louise Lawler und analysiert deren individuelle Ansätze der Bildaneignung.
Zu den prägenden Begriffen gehören Appropriation, Originalität, Bildaneignung, Postmoderne und die kritische Distanz zum Kunstmarkt.
Während Levine explizit durch Re-Fotografie die Begriffe Originalität und Kopie ad absurdum führt, setzt Prince auf eine Serie von anonymen Bildern, um eine Distanz zu individuellen Urheberschaften zu erzeugen.
Lawler bezieht Orte wie Museen und Sammlungen in ihre Arrangements ein und thematisiert durch Kontextverschiebungen die machtvolle Rolle der Institutionen bei der Generierung von Kunstwert.
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