Examensarbeit, 2014
70 Seiten, Note: 1
1. Vorwort
2. Lehren aus der Reformpädagogik
Parallelen zur Gegenwart
Entwicklungen nach Ende des 2. Weltkriegs
Von der Wiedervereinigung Deutschlands Bis zur Gegenwart
Der Demokratiebegriff
Demokratie VS. Neoliberalismus
3. Das Modell Summerhill, sein Gründungsvater und seine Entstehung
Alexander Sutherland Neill
Demokratisches Regierungssystem
Freier Unterrichtsbesuch
Lernfreiheit
4. Was von Summerhill zu lernen wäre
Internatscharakter
Beispiele aus der Geschichte
Ganztagsschule
Werktagsschule
Öffnung der Schule
Lernfreiheit
Selbstständige Beschäftigung
Universalisierung
Notengebung, Kurswahl und Abschluss
Demokratisches Regierungssystem
Das „Angebot-Nutzen“-Modell als Grundlage für antiautoritäre Erziehung
Der Gesellschaftsvertrag nach Jean Jacques Rousseau
Kritik und Krise
Zurück zur Demokratie
Kognitiver Kapitalismus in einer kapitalistischen Demokratie
Die Bertelsmann Stiftung als neoliberale Grenze zur Summerhill’schen Utopie
Gegenwärtige und mögliche zukünftige Entwicklungen
5. Zusammenfassung:
Die vorliegende Arbeit untersucht die Übertragbarkeit pädagogischer und organisatorischer Elemente der Summerhill-Schule nach A.S. Neill auf das staatliche deutsche Schulsystem, um bestehende Probleme wie Leistungsdruck und Bildungsverweigerung durch demokratische Ansätze zu adressieren.
ALEXANDER SUTHERLAND NEILL
Alexander Sutherland NEILL wurde am 17. Oktober 1883 im schottischen Forfar/Angus geboren und wuchs im Nachbarort Kingsmuir auf. Er versuchte sich in zahlreichen Berufen, bis er schließlich ab Mai 1899 in einer Art Handwerkslehre bei seinem Vater, einem Dorfschullehrer, in vier Jahren den Lehrerberuf erlernte. Aufgrund schlechter Prüfungsergebnisse war er nur für die Position als Hilfslehrer berechtigt. Arbeit fand er in den folgenden drei Jahren in Bonnyrigg bei Edinburgh und in Kingskettle/Fife. In dieser Zeit lernte er das damalige martialische Schulsystem kennen, welches durch Züchtigung mit dem Rohrstock oder dem Lederriemen gekennzeichnet war und wo Auswendiglernen statt Sinnverständnis das Lernen dominierte.
Dies veranlasste NEILL ein Studium zu beginnen, das Hilfslehrerexamen letztendlich zu bestehen und den ersten Teil der Universitäts-Aufnahmeprüfungen erfolgreich abzulegen. Schließlich entschied sich der 24jährige NEILL Ende November 1906 nach Newport zu wechseln, um dort mit einem liberalen Schulmeister zusammenzuarbeiteten. Nachdem NEILL das Lehrerexamen und die restlichen Universitäts-Eingangsprüfungen bestanden hatte, begann er im Oktober 1908 sein Studium. Dies führte ihn nach einem Jahr Agrarwissenschaft zur Anglistik. Bei der Beschäftigung mit sozialkritischen Autoren wie NIETZSCHE, H. G. WELLS, IBSEN und G. B. SHAW wandelten sich seine konservativen bürgerlichen Lebens- und Anstandsvorstellungen zu einer gesellschaftskritischen linken Haltung und sah sich als Sozialist, Pazifist und Sozialreformer.
1. Vorwort: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation und das Interesse am Modell Summerhill als Inspiration für die Reform des deutschen Schulsystems.
2. Lehren aus der Reformpädagogik: Dieses Kapitel beleuchtet den gesellschaftlichen Kontext der Reformpädagogik zu Beginn des 20. Jahrhunderts und zieht Parallelen zu heutigen Herausforderungen in der Bildungspolitik.
3. Das Modell Summerhill, sein Gründungsvater und seine Entstehung: Eine detaillierte Biografie von A.S. Neill und die historische Entstehung der Summerhill-Schule stehen hier im Zentrum.
4. Was von Summerhill zu lernen wäre: Der Hauptteil analysiert spezifische Aspekte der Summerhill-Schule, wie Selbstregierung und Lernfreiheit, und diskutiert deren mögliche Anwendung auf staatliche Schulen.
5. Zusammenfassung: Der Autor zieht ein Fazit über die Notwendigkeit einer demokratischen Neuausrichtung des Schulwesens entgegen ökonomischer Ideologien.
Summerhill, A.S. Neill, Reformpädagogik, Demokratische Schule, Selbstregierung, Lernfreiheit, Neoliberalismus, Bertelsmann Stiftung, Schulentwicklung, Partizipation, Bildungsreform, Kindzentrierte Erziehung, Schuldurchlässigkeit, Schülermitbestimmung, Leistungsdruck
Die Arbeit untersucht, ob und wie Teile des Summerhill-Modells, insbesondere die demokratische Selbstverwaltung und die Lernfreiheit, auf das deutsche Schulsystem übertragen werden können, um den Unterricht humaner und demokratischer zu gestalten.
Die zentralen Themen umfassen Reformpädagogik, die Biografie von A.S. Neill, antiautoritäre Erziehung, gesellschaftspolitische Kritik am Neoliberalismus sowie die Analyse von Schulstrukturen und Schülermitbestimmung.
Das Ziel ist es, den Nutzen demokratischer Ansätze für deutsche Schulen aufzuzeigen, um Schülerinnen und Schülern ein erfolgreicheres und motivierteres Lernen zu ermöglichen und einer entmenschlichten Bildungspolitik entgegenzuwirken.
Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse pädagogischer und philosophischer Texte sowie auf sozialwissenschaftliche Studien, um das Modell Summerhill in den historischen und aktuellen gesellschaftlichen Kontext einzuordnen.
Im Hauptteil werden spezifische Elemente wie der Internatscharakter, die Ganztagsschule, Notengebung, Selbstständigkeit und demokratische Entscheidungsprozesse kritisch diskutiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Summerhill, Demokratische Schule, Reformpädagogik, Selbstregierung und die kritische Auseinandersetzung mit der Bildungspolitik der Bertelsmann Stiftung charakterisiert.
Die Arbeit zieht philosophische Denker wie Jean Jacques Rousseau, Hannah Arendt und Slavoj Žižek heran, um die theoretische Basis für die demokratische Organisation von Schule zu untermauern.
Der Autor kritisiert eine Ökonomisierung der Bildung ("Schulmanagement" statt Pädagogik) und warnt vor einer neoliberalen Steuerung durch Stiftungen, die das Wohl des Kindes wirtschaftlichen Interessen unterordnen könnte.
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