Masterarbeit, 2014
63 Seiten, Note: 2.3
1. Grundlagen und Stand der Wissenschaft
1.1. Anatomie und Physiologie
1.1.1. Anatomie der MOC/LOC Bahnen
1.1.2. Input des medialen olivocochleären Systems
1.1.1. Physiologie des MOC-Effektes
1.1.2. Interaktion mit der Cochlea
1.1.3. Schnelle MOC-Effekte
Bei ruhigem Hintergrund
Bei Hintergrundrauschen
1.1.4. Langsame MOC Effekte
1.2. Verschiedene Methoden zur Messung des MOC Effektes
1.2.1. Messung mittels DPOAE
1.2.2. Messung mittels SFOAE
1.2.3. Messung mittels SOAE
1.2.4. Beeinflussung des MOC Effektes durch auslösende Stimuli und MEM
1.3. Stimulationseffekte des olivocochleären Systems
1.3.1. Elektrische Stimulation
1.3.2. Elektrochemische Reaktion der äußeren Haarzellen
1.3.3. Einfluss efferenter Effekte
1.3.4. Messungen von DPOAE Feinstruktur bei kontralateraler Stimulation
1.3.5. Einfluss der Auslöser-Bandbreite auf den MOC Effekt und dessen Antimasking- Funktion
2. Methoden und Geräte
2.1. Messparadigma
2.1.1. Auslöser-Bandbreite und-Pegel
2.1.2. Oktavbreiten der Testsweeps und Pegel L_2
2.1.3. Messaufwand und zeitliche Begrenzung
2.1.4. Quellentrennung der DPOAE
1.1.1. Messsoftware und –Hardware
1.1.1.1. Hardwarekomponenten
1.1.1.2. Kalibrierung
1.1.2. Probanden und Datenerhebung
3. Ergebnisse
1.2. Ergebnisse der DPOAE +CAS Messungen
1.3. Ergebnisse der DCOAE +CAS Messungen
1.4. Berechnung der Komplexen Differenzen
4. Diskussion
4.1. Abhängigkeit des MOC Effektes vom Auslöser- Pegel und –Bandbreite
4.2. Ausblick und zukünftige Untersuchungen
Die Arbeit untersucht die Frequenzspezifität des medialen olivocochleären (MOC) Effekts im menschlichen Gehör, insbesondere dessen Abhängigkeit von Bandbreite und Pegel bei kontralateraler Stimulation mittels DPOAE-Messungen mit Log-Sweeps.
1.2.1. Messung mittels DPOAE
Otoakustische Distorsionsprodukte sind Verzerrungen des Schallreizes, die infolge der nichtlinearen Schallverarbeitung des Innenohres entstehen und bei Stimulation mit Sinustönen als diskrete, im Reiz nicht enthaltene Frequenzen im Gehörgang nachgewiesen werden können. Zwei Töne mit nahe beieinander liegenden Frequenzen f1 und f2 rufen Kombinationstöne hervor, welche psychoakustisch wahrgenommen werden können. Diese Kombinationstöne liegen bei den Frequenzen 2f1 - f2, 2f2 - f1, 3f1 - f2 usw. Diese Verzerrungsprodukte ergeben sich neben den harmonischen Ausgangs-Signalen des Systems aus dem quadratischen und kubischen Term des nichtlinearen Übertragungssystems der äußeren Haarzellen. So bilden die beiden Eingangstöne f1 und f2 die Primärtöne, während sich der für die Messung der DPOAE am häufigsten genutzte ausgehende Sekundärton mit der Frequenz 2f1 - f2 als Schallaussendung im Gehörgang messen lässt. Der Sekundärton weist eine niedrigere Frequenz auf, als die Primärtöne.
Die beiden Primärtöne lassen bei der Anregung der Cochlea zwei nahe beieinanderliegende Wanderwellenberge entstehen. Da diese so eng beieinander liegen, entsteht ebenfalls ein Überlappungsbereich. In diesem Überlappungsbereich erfolgt auf Grund der Nichtlinearität eine Schwingungsanregung mit der Frequenz 2f1 - f2. Diese Schwingung setzt sich dann in Richtung Gehörgang über die Perilymphe als Dichtewelle sowie über der Basilarmebran fort, wo sie mit einem Mikrofon gemessen werden kann. Ebenfalls setzt sich eine Schwingung der Frequenz 2f1 - f2 in Richtung Apex fort, um an ihrer charakteristischen Frequenz in der Cochlea ein Maximum auszubilden. Die DPOAE repräsentiert also die Schwingung der äußeren Haarzellen aus dem Überlappungsbereich der beiden Primärtöne. Durch Manipulation der beiden Primärtöne kann der Ort der DPOAE Auslösung in der Cochlea verändert werden.
1. Grundlagen und Stand der Wissenschaft: Beschreibt die Anatomie und Physiologie des medialen olivocochleären Systems sowie die Mechanismen des MOC-Effekts und existierende Messmethoden.
2. Methoden und Geräte: Erläutert das experimentelle Messparadigma unter Verwendung von Log-Frequenz-Sweeps und detailliert die eingesetzte Hardware sowie Software.
3. Ergebnisse: Präsentiert die quantitativen Messdaten der DPOAE- und DCOAE-Untersuchungen bei verschiedenen Probanden in Abhängigkeit von Auslöser-Bandbreiten und Pegeln.
4. Diskussion: Interpretiert die erzielten Ergebnisse im Hinblick auf die Abhängigkeit des MOC-Effekts von den Stimulusparametern und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
MOC-Reflex, DPOAE, DCOAE, otoakustische Emissionen, mediales olivocochleäres System, Cochlea, äußere Haarzellen, Frequenzspezifität, kontralaterale Stimulation, Quellentrennung, Schalldruck, Audiologie, Hörtechnik, Signalverarbeitung, Pegelabhängigkeit
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des medialen olivocochleären (MOC) Effekts im menschlichen Gehör und der Frage, wie dieser durch akustische Stimulation beeinflusst werden kann.
Die zentralen Themen umfassen die Physiologie des olivocochleären Bündels, die Messung mittels otoakustischer Emissionen (OAE) und die Analyse von Interaktionen in der Cochlea bei kontralateraler Stimulation.
Das Ziel ist es zu untersuchen, inwiefern der MOC-Effekt von der Bandbreite und dem Pegel eines kontralateralen Auslösers abhängt und ob DPOAE-Messungen mit Log-Sweeps eine geeignete Methode für diese Frequenzauflösung darstellen.
Es werden objektive Messverfahren mittels otoakustischer Emissionen (DPOAE und DCOAE) bei fünf normalhörenden Probanden unter variierenden Stimulusbedingungen angewendet.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen anatomischen Grundlagen, die Beschreibung der verwendeten Messgeräte und das experimentelle Messparadigma sowie die detaillierte Ergebnisdarstellung der durchgeführten DPOAE- und DCOAE-Messungen.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind MOC-Reflex, DPOAE, Cochlea, äußere Haarzellen, kontralaterale Stimulation und Quellentrennung.
Die Quellentrennung ist notwendig, um die Verzerrungs- und Reflexionskomponenten getrennt zu betrachten, da deren Interferenz die Interpretation der Amplitudenänderungen bei MOC-Aktivität erschweren kann.
Häufig traten Messfehler durch Bewegungen der Probanden auf, die den Sondensitz im Gehörgang veränderten, was sich negativ auf die Messgenauigkeit des sehr kleinen MOC-Effekts auswirkte.
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