Bachelorarbeit, 2011
58 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Aufgabenstellung und Ziel der Arbeit
3 Grundlagen, Aktueller Stand des Wissen
3.1 Idee, Aufbau und Funktion des Cochlea -Implantates
3.2 Indikation und Operativer Eingriff
3.2.1 Audiologische Bedingungen
3.2.2 Medizinische Bedingungen
3.2.3 Pädagogische und Psychologische Bedingungen
3.2.4 Durchführung der Operation
3.3 Programmierung des Sprachprozessors und objektive Messungen zur Optimierung des Anpassvorgangs
3.3.1 Subjektive Programmierung des Sprachprozessors
3.3.2 Programmierung des Sprachprozessors mithilfe objektiver Messungen
3.4 Therapie und Erfolgskontrolle
4 Methoden und Geräte
4.1 Probanden, Datenerhebung
4.2 Mess-Software und –Hardware
4.3 Berechnung der Korrelationen
4.3.1 Intraindividuelle Korrelationen
4.3.2 Interindividuelle Korrelationen
5 Ergebnisse
5.1 Intraindividuelle Korrelationen der „aktuellen“ Map-Parameter und den objektiven Messwerten von NRT™ und ESRT
5.2 Veränderungen der Häufigkeitsverteilungen der Intraindividuellen Korrelationen im Zeitverlauf
5.3 Interindividuelle Korrelationen der „aktuellen“ Map-Parameter und den objektiven Messwerten von NRT™ und ESRT für die einzelnen Elektroden-Kanäle
5.4 Veränderung der interindividuellen Korrelationen im Zeitverlauf
6 Diskussion der Ergebnisse
6.1 Zusammenhänge in den intraindividuellen Korrelationen
6.2 Betrachtung der intraindividuellen Korrelationen im Zeitverlauf
6.3 Zusammenhänge in den interindividuellen Korrelationen
6.4 Betrachtung der interindividuellen Korrelationen im Zeitverlauf
7 Zusammenfassung der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen subjektiven Anpassparametern (C-Level, T-Level) und objektiven Messverfahren (NRT, ESRT) bei Cochlea-Implantat-Trägern, um den Anpassvorgang von Sprachprozessoren qualitativ und zeitlich zu optimieren. Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse dieser Korrelationen im zeitlichen Verlauf der therapeutischen Versorgung.
3.3.1 SUBJEKTIVE PROGRAMMIERUNG DES SPRACHPROZESSORS
Bei der subjektiven Programmierung des Sprachprozessors werden die Werte der Hörschwelle (T-Level) und die Werte der „angenehmen Lautheit“ (C-Level) für jede der Elektroden in der Cochlea nach subjektiven Angaben des Patienten bestimmt. Durch die Festlegung der Reizstärken aller Elektroden entsteht aus der Differenz zwischen C-Level und T-Level der nutzbare Dynamikbereich (Abbildung 4).
Zum Auffinden der Hörschwellen-Werte (T-Level) wird zunächst auf einer Elektrode die Reizintensität erhöht, bis der Patient einen Höreindruck vernimmt. Nach mehrmaligem Testen dieses Wertes und bei sicherer gleichbleibender Angabe des Patienten wird der Wert festgelegt und zur nächsten Elektrode gewechselt. Die Bestimmung der T-Level kann jedoch auch in umgekehrter Richtung erfolgen, indem zunächst ein überschwelliger Reiz dargeboten wird und anschließend die Reizintensität verringert wird, bis der Patient den Reiz gerade nicht mehr wahrnimmt. Dies ist in vielen Fällen besonders bei Tinnitus-Patienten, die erfolgreichere Vorgehensweise, da der Patient den Überschwelligen Reiz-Puls besser von dem eigenen Ohrgeräusch unterscheiden kann, und so die Abnahme der Reizintensität besser verfolgen kann. In einigen Fällen ist es jedoch für den Patienten nur sehr schwer möglich, akzeptable Angaben über den Schwellenwert zu machen. Daher werden oft zunächst die C-Level, die Werte der Reizintensitäten, die einen „angenehm lauten“ Höreindruck hervorrufen, bestimmt und die T-Level dann auf 5%-10% der C-Level eingestellt. Dieses Vorgehen entlastet nicht nur den Patienten, sondern verkürzt auch die Dauer des Anpassvorgangs. In Kapitel 4. wird untersucht, ob dieses Vorgehen gerechtfertigt werden kann.
1 Einleitung: Beschreibt die Bedeutung des Cochlea-Implantats als Hörprothese und führt in die Notwendigkeit einer effizienten Anpassung von Sprachprozessoren ein.
2 Aufgabenstellung und Ziel der Arbeit: Definiert das Forschungsziel, Zusammenhänge zwischen objektiven und subjektiven Anpassparametern zu identifizieren und Zeitprofile zu untersuchen.
3 Grundlagen, Aktueller Stand des Wissen: Erläutert Aufbau und Funktion des Cochlea-Implantats sowie die medizinischen und audiologischen Voraussetzungen für eine Implantation.
4 Methoden und Geräte: Beschreibt die Datenerhebung von 25 Probanden sowie die verwendeten statistischen Verfahren zur Korrelationsberechnung.
5 Ergebnisse: Präsentiert die statistischen Auswertungen der intra- und interindividuellen Korrelationen mittels Histogrammen und Tabellen.
6 Diskussion der Ergebnisse: Interpretiert die statistischen Befunde hinsichtlich ihrer klinischen Relevanz für die Anpassung von T- und C-Levels.
7 Zusammenfassung der Arbeit: Fasst die Kernerkenntnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Eignung objektiver Messwerte für das Feintuning.
Cochlea-Implantat, Sprachprozessor, Anpassung, C-Level, T-Level, NRT, ESRT, Korrelationsanalyse, Audiologie, Elektroden-Kanal, Signalverarbeitung, Hörschwelle, Anpassregeln, Dynamikbereich, Patienten-Datenbank.
Die Arbeit untersucht, ob objektive Messverfahren zur Bestimmung von Reizparametern bei Cochlea-Implantaten genutzt werden können, um den Zeitaufwand der subjektiven Anpassung zu reduzieren.
Die zentralen Themen umfassen die audiologische Anpassung von CI-Systemen, die Analyse elektrophysiologischer Messungen (NRT und ESRT) sowie die statistische Korrelation dieser Werte mit subjektiven Patienteneingaben.
Das primäre Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen objektiven Messwerten und den für den Patienten angenehmen Reizstärken (C- und T-Levels) zu identifizieren, um Anpassregeln zu optimieren.
Es werden Korrelationsanalysen (intra- und interindividuell) durchgeführt, deren Signifikanz mittels des Student’schen t-Tests geprüft wird.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Beschreibung der verwendeten Messtechnik (NRT, ESRT), der Erhebung der Probandendaten und der ausführlichen statistischen Auswertung dieser Messwerte über den gesamten Verlauf der therapeutischen Versorgung.
Wesentliche Begriffe sind Cochlea-Implantat, Anpassung, C-Level, T-Level, NRT, ESRT sowie Korrelationsanalyse.
Die Analyse zeigt eine signifikante Ähnlichkeit der Profile, was darauf hindeutet, dass NRT-Werte zur Unterstützung der Anpassung hilfreich sein können, auch wenn ein anschließendes Feintuning unumgänglich bleibt.
Die ESRT-Messung zeigt schwächere Korrelationen zu den subjektiven Parametern, kann jedoch vorsichtig als Obergrenze für die Einstellung der C-Levels bei der Erstanpassung verwendet werden.
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