Bachelorarbeit, 2018
37 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
2 KOMMUNIKATION UND KONFLIKTE
3 GEWALTFREIE KOMMUNIKATION
3.1 DIE VIER ECKPFEILER DER GEWALTFREIEN KOMMUNIKATION
3.2 GEWALTFREI KOMMUNIZIEREN
3.3 GRUNDANNAHMEN DER GEWALTFREIEN KOMMUNIKATION NACH BRÜGGEMEIER
3.4 GEFÜHLE UND BEDÜRFNISSE ERKENNEN
4 GESPRÄCHSANLÄSSE IM KOLLEGIUM
4.1 POTENZIELLE KONFLIKTE IM KOLLEGIUM
4.1.1 KOMMUNIKATIONSKONFLIKTE
4.1.2 VERTEILUNGSKONFLIKTE
4.1.3 BETEILIGUNGS- UND SELBSTBESTIMMUNGSKONFLIKTE
4.1.4 WERTEKONFLIKTE
5 BEDEUTUNG DER GEWALTFREIEN KOMMUNIKATION FÜR DAS KOLLEGIUM
5.1 GEWALTFREIE KOMMUNIKATION PRAKTISCH UMSETZEN
5.2 CHANCEN FÜR EINE BESSERE ZUSAMMENARBEIT
5.3 GRENZEN DER GEWALTFREIEN KOMMUNIKATION
6 FAZIT
Die vorliegende Bachelorarbeit leistet eine Bestandsaufnahme zu den Chancen und Grenzen der gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg innerhalb des schulischen Kollegiums. Ziel der Arbeit ist es, die Relevanz einer konstruktiven Gesprächskultur für die Bewältigung alltäglicher Konflikte im Lehrerzimmer aufzuzeigen und Lösungsstrategien für eine wertschätzende Zusammenarbeit zu erarbeiten.
3.1 DIE VIER ECKPFEILER DER GEWALTFREIEN KOMMUNIKATION
Die gewaltfreie Kommunikation basiert auf einem Grundmodell, bestehend aus vier Schritten: 1. Beobachtungen, 2. Gefühle, 3. Bedürfnisse, 4. Bitten. Diese vier Schritte liegen dem Aufbau eines konstruktiven Gesprächs zugrunde.
Beim ersten Schritt geht es darum, die Situation zu beobachten, ohne sie zu bewerten oder über sie zu urteilen. Es gilt genau zu differenzieren zwischen neutralen Beobachtungen - wie eine Videokamera - und scheinbaren Beobachtungen, die eine Bewertung enthalten (vgl. Lasater, 2011, S. 21). Beispiel: „Die Teeküche sieht unordentlich aus“ beschreibt eine bewertende Beobachtung. Eine rein beschreibende Beobachtung wäre: „In der Teeküche stapelt sich Geschirr.“
Im zweiten Schritt werden die eigenen Gefühle wahrgenommen, die durch die Beobachtung entstehen. Wichtig ist hier zwischen einem echten Gefühl und Scheingefühlen, Gefühl als getarnte Bewertung, zu unterscheiden. „Ich habe das Gefühl, das Kollegium ist unordentlich“, wäre ein sogenanntes Scheingefühl, da das Gefühl einen Verursacher außerhalb der Person hat. An dieser Stelle sollte das Wort fühlen, durch: denken, glauben oder finden ersetzt werden (vgl. Pasztor, 2005, S. 40). Beim Ausdrücken echter Gefühle ist das Wort „fühlen“ meist gar nicht mehr nötig. Es gilt genau hinzuschauen, welche Gefühle hinter den Scheingefühlen stecken, denn jedes Gefühl weist auf ein unerfülltes Bedürfnis, siehe Schritt drei, hin.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik des Zusammenpralls verschiedener Wertehaltungen in der Schule und Vorstellung der gewaltfreien Kommunikation als konstruktiver Lösungsansatz.
2 KOMMUNIKATION UND KONFLIKTE: Erläuterung innerer und äußerer Faktoren der Kommunikation unter Einbeziehung verschiedener Modelle wie dem Nachrichtenquadrat nach Schulz von Thun.
3 GEWALTFREIE KOMMUNIKATION: Detaillierte Darstellung des Rosenberg-Modells, seiner Grundannahmen, der vier Schritte (Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte) und der empathischen Haltung.
4 GESPRÄCHSANLÄSSE IM KOLLEGIUM: Kategorisierung verschiedener Konfliktarten an Schulen und Analyse typischer Ursachen für Auseinandersetzungen im Lehrerkollegium.
5 BEDEUTUNG DER GEWALTFREIEN KOMMUNIKATION FÜR DAS KOLLEGIUM: Praktische Umsetzung des GFK-Modells in der Schule sowie Reflexion der Chancen und Grenzen in einem hierarchisch geprägten Arbeitsumfeld.
6 FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit einer bewussten Konfliktkultur an Schulen.
Gewaltfreie Kommunikation, GFK, Schulkultur, Kollegium, Konfliktmanagement, Empathie, Wertschätzung, Kommunikation, Bedürfnisse, Gefühle, Konfliktanlässe, Lehrerrolle, Sach- und Beziehungsebene, Schulalltag, Konstruktive Kommunikation.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg als Methode zur Verbesserung der Konfliktkultur und Zusammenarbeit in einem Lehrerkollegium.
Zentrale Felder sind die theoretischen Grundlagen der GFK, die Analyse von Kommunikationsmodellen, die Identifikation schulspezifischer Konfliktarten und die praktische Implementierung empathischer Gesprächsführung.
Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme der Chancen und Grenzen der GFK im Schulalltag, um den Umgang mit Spannungen zwischen Lehrkräften konstruktiver zu gestalten.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die verschiedene psychologische Kommunikationskonzepte auf das spezifische Arbeitsfeld Schule überträgt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der GFK, die Untersuchung der verschiedenen Gesprächsarten im Kollegium sowie die konkrete Analyse von Konfliktpotenzialen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wertschätzung, Bedürfnisorientierung, Empathie, Konfliktlösung, Ich-Botschaften und Kommunikationskultur definiert.
Während Lehrkräfte im Unterricht gegenüber Schülern oft bewerten und korrigieren, erfordert die Arbeit im Kollegium einen Wechsel in die Kollegenrolle, um auf Augenhöhe und ohne sprachliche Manipulation zu kommunizieren.
Häufig verhindern hierarchische Strukturen, ein verzerrtes Selbstbild als "pädagogische Experten" oder die Angst vor einem Imageschaden, dass Kollegien externe Unterstützung suchen oder intern konstruktiv mit Konflikten umgehen.
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