Diplomarbeit, 2006
92 Seiten, Note: 2,4
1 Einleitung
2 Grundlagen der Werbung
2.1 Werbung als Kommunikationsinstrument
2.2 Grundformen der Werbung
2.2.1 Einzelwerbung und kooperative Werbung
2.2.2 Pro- und antizyklische Werbung
2.3 Mediawerbung
2.3.1 Aktionsträger der Mediawerbung
2.3.2 Bedeutung der Mediawerbung
3 Traditionelle und neue Werbeträger
3.1 Printmedien
3.2 FFF-Medien
3.3 Medien der Außenwerbung
3.4 Neue Werbeträger – Internet
4 Grundlagen der Digitalisierung
4.1 Definition des Begriffs ‚Digitalisierung’
4.1.1 Vom Analog- zum Digitalsystem
4.1.2 Von den Grundlagen der modernen Computer zum Internet
4.2 Das digitale Fernsehen
4.2.1 Videokompression und MPEG-Standards
4.2.2 Formen der digitalen Fernsehübertragung
4.2.2.1 DVB-T
4.2.2.2 DVB-C
4.2.2.3 DVB-S
4.2.2.4 DVB-H
4.2.3 Werbung und Gegenreaktionen – die Fernsehfee
5 Paradigmenwechsel im Fernsehen
5.1 Veränderungen in Bezug auf die Sender
5.2 Veränderungen in Bezug auf die werbenden Unternehmen
5.3 Veränderungen in Bezug auf die Werbagenturen
5.4 Das Medienkonsumentenverhalten
6 Neue Werbeformen entstehen
6.1 Veränderungen des Fernsehens
6.1.1 Veränderungen in der TV-Werbung
6.1.2 Cross-Media Promotion
6.1.3 Die Interaktive Werbung der Zukunft
6.1.4 Die „One to One“ Kommunikation
6.2 Einsatz neuer Werbeformen im Fernsehen
6.2.1 Erweiterung bestehender Werbeformen
6.2.2 Verändern von Werbeformen
6.2.3 Visionen und Konzepte der Zukunft
7 Umgang mit neuen Werbeformen
7.1 Festlegen des Werbebudgets
7.2 Strategieentwicklung
8 Die Entwicklung des digitalen Fernsehens in anderen Ländern
8.1 Die USA – der Vorreiter
8.2 Japan – der lange Weg der Hightech-Nation zum digitalen Fernsehen
8.3 Folgerungen für Deutschland
9 Fazit
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung auf die Werbebranche, insbesondere im Kontext des Fernsehens. Sie untersucht, inwieweit Befürchtungen hinsichtlich eines Wirkungsverlusts klassischer Werbeformen berechtigt sind, welche Chancen digitale Technologien bieten und wie zukünftige Werbestrategien vor diesem Hintergrund gestaltet werden können.
4.2.3 Werbung und Gegenreaktionen – die Fernsehfee
Wie in den vorangehenden Abschnitten gezeigt worden ist, eröffnet die digitale Technologie vielfältige neue Perspektiven, die von Anbieter auf unterschiedlichste Weise genutzt werden können, vor allem auch zur Übertragung von Werbung.
Da viele Fernsehzuschauer Werbeunterbrechungen als lästig empfinden, war es absehbar, dass die technischen Möglichkeiten auch genutzt werden, um Maßnahmen zu entwickeln, die Werbung zu umgehen. Ein solches Produkt ist die Fernsehfee – dabei handelt es sich um einen speziellen Decoder, der sogar programmiert werden kann, dass er Werbeblöcke erkennt und dann auf einen anderen Sender – genau für die Dauer der Werbeunterbrechung – umschaltet. Es ist auch möglich, solche Geräte so zu programmieren, dass Werbung bei Videoaufzeichnungen ausgeblendet wird. Dabei wird die Aufzeichnung für die Dauer des Werbeblocks unterbrochen. Die Technologie beruht auf der Erkennung von Unterbrechungen in der Kontinuität von Fernsehübertragungen.
Wie zu erwarten, sind verschiedene Fernsehsender gegen den Anbieter – die Firma TC Unterhaltungselektronik AG – vor Gericht gezogen mit der Argumentation, diese Geräte griffen in unzulässiger Weise in ihre Grundrechte, nämlich das Recht, dem Zuschauer Werbebotschaften zu übermitteln, ein. Der Hersteller der Fernsehfee konnte sich vor Gericht durchsetzen.
Es ist allerdings davon auszugehen, dass neuere Techniken diese Bemühungen, den Empfang von Werbung zu umgehen, zunichte machen werden. So ist es schon heute üblich, nach dem Ende eines Werbeblocks eine vor dem Block ausgestrahlte Sequenz zu wiederholen. Darüber hinaus werden zunehmend Werbebotschaften direkt in das ausgestrahlte Programm eingeblendet.
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die angekündigte Krise der klassischen Fernsehwerbung aufgrund der Digitalisierung und die daraus resultierende Notwendigkeit für die Branche, neue Wege der Kundenansprache zu finden.
2 Grundlagen der Werbung: Das Kapitel definiert den Begriff Werbung als Kommunikationsinstrument und erläutert verschiedene Klassifizierungen wie Einzel- und Kooperationswerbung sowie pro- und antizyklische Strategien.
3 Traditionelle und neue Werbeträger: Hier werden klassische Werbeträger wie Print, FFF-Medien und Außenwerbung beleuchtet sowie das aufstrebende Internet als neuer Werbeträger eingeführt.
4 Grundlagen der Digitalisierung: Dieses Kapitel erläutert die technischen Definitionen der Digitalisierung, den Wandel vom Analog- zum Digitalsystem sowie die Funktionsweise und verschiedenen Übertragungsstandards des digitalen Fernsehens.
5 Paradigmenwechsel im Fernsehen: Es wird analysiert, wie sich der Fernsehmarkt durch die Digitalisierung verändert hat und welche Konsequenzen dies für Sender, Werbetreibende und Agenturen mit sich bringt.
6 Neue Werbeformen entstehen: Dieses Kapitel widmet sich den Veränderungen der Fernsehwerbung und stellt neue Formate wie Cross-Media Promotion, interaktive Lösungen und Möglichkeiten zur stärkeren Integration in das Programm vor.
7 Umgang mit neuen Werbeformen: Die Autoren erörtern die strategischen Aspekte der Budgetierung und Strategieentwicklung für Werbetreibende unter den neuen Bedingungen der digitalen Medienwelt.
8 Die Entwicklung des digitalen Fernsehens in anderen Ländern: Ein Vergleich der Entwicklungspfade in den USA und Japan dient als Prognosemodell, um daraus notwendige Folgerungen für den deutschen Markt abzuleiten.
9 Fazit: Das Fazit fasst die Chancen und Risiken zusammen und stellt fest, dass die Digitalisierung eine nachhaltige Transformation des Fernsehmarktes erzwingt, wobei die Integration von Werbung in das Programm an Bedeutung gewinnt.
Digitalisierung, Fernsehwerbung, neue Werbeformen, interaktives Fernsehen, Produkt Placement, Sponsoring, Medienkonsum, DVB-T, Personal Video Recorder, Werbebudget, Zielgruppenansprache, Mediaplanung, Cross-Media, Konvergenz, Reichweite
Die Arbeit untersucht den Wandel der Fernsehwerbung infolge der zunehmenden Digitalisierung und beleuchtet, wie Werbetreibende auf den Trend der Werbevermeidung durch neue Technologien reagieren können.
Im Zentrum stehen die Grundlagen der Werbung, die technische Entwicklung des digitalen Fernsehens, veränderte Konsumentenmuster sowie innovative Werbeformate wie Sponsoring und Produkt Placement.
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob die Befürchtungen der Werbebranche angesichts der Digitalisierung berechtigt sind und wie durch neue, effizientere Werbeformen die Aufmerksamkeit der Konsumenten langfristig gesichert werden kann.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine umfassende Literatur- und Quellenanalyse, ergänzt durch die Auswertung branchenspezifischer Studien und statistischer Daten zur Mediennutzung.
Der Hauptteil behandelt die technischen Grundlagen der Digitalisierung, die Auswirkungen des Paradigmenwechsels auf Sender und Unternehmen sowie konkrete Fallbeispiele und Strategien für die Entwicklung neuer Werbeformen im TV.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Digitalisierung, Fernsehwerbung, Interaktivität, Produkt Placement, Sponsoring und Medienkonsum definiert.
PVRs werden als technisches Risiko betrachtet, da sie den Konsumenten das einfache Überspringen von Werbeblöcken ermöglichen; die Studie zeigt jedoch auf, dass der tatsächliche Effekt der Werbevermeidung durch PVRs oft geringer ausfällt als zunächst befürchtet.
Die Autorin folgert, dass der deutsche Fernsehmarkt aufgrund seiner Struktur eher mit Japan als mit den USA vergleichbar ist, weshalb ein eher gebremstes Wachstum bei digitalen Werbeinnovationen zu erwarten ist.
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